Referate

Referat zum Thema Mitgefühl für Tiere & Speziesismus erstellen

Küken auf einer Hand

Du liebst alle Lebewesen und möchtest gerne mit deiner Klasse darüber sprechen, wie wichtig Mitgefühl für alle Tiere ist? Dann halte doch ein Referat dazu und erkläre, warum wir mit Mitgefühl mehr erreichen und warum niemand das Recht hat, sich anderen Menschen oder einer anderen Spezies überlegen zu fühlen.

PETAKids hat ein paar hilfreiche Tipps für dich, wie du dein Referat zum Thema Mitgefühl für Tiere aufbauen kannst. Dabei kannst du deinen Klassenkameraden gleichzeitig auch ein neues Wort beibringen: Speziesismus. Hier findest du Beispielinhalte, wie du dein Referat zum Thema Mitgefühl für Tiere und über Speziesismus ganz einfach aufbauen kannst.

1. Erkläre den Begriff Speziesismus

Eine Spezies ist eine Art, beziehungsweise Gattung von Lebewesen. Der Mensch ist zum Beispiel eine Spezies, genauso wie Fische, Schweine und alle anderen Tierarten. Wenn Menschen sich für intelligenter und mächtiger als andere Tierarten (also Spezies) halten, nennt sich das Speziesismus. Das Wort hört sich zuerst schwierig an, ist aber einfach auszusprechen: Spezies und die Nachsilbe -ismus. Vor allem Begriffe, die gesellschaftliche Verhältnisse, Meinungen und Ideen, aber auch Lebenseinstellungen beschreiben, enthalten die Nachsilbe -ismus. Ein bekanntes Beispiel: Rassismus. Rassismus heißt, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Merkmale – also wegen ihrer „Rasse“ – als „anders“ eingeordnet und deshalb benachteiligt und ausgegrenzt werden.

Speziesismus heißt, dass eine andere Spezies wegen bestimmter Eigenschaften benachteiligt wird. Ein Beispiel: Wenn jemand ein Schnitzel aus dem Fleisch von Lämmern, also Babyschafen isst, gleichzeitig aber einen Hund als „Haustier“ hält, ist das speziesistisch – denn das Lamm ist nicht weniger wert als der Hund und möchte genauso wenig getötet werden wie dieser.

In unserem Video erklären wir dir Speziesismus ganz einfach – zeig es doch als Teil deines Referats deinen Mitschülern!

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So entsteht Speziesismus

Der Grund, warum sich viele Menschen so verhalten und manche Tierarten wie Schweine, Hühner, Kühe und Schafe oft schlecht behandeln, ist, weil sie sich diesen Tieren überlegen fühlen. Diese Denkweise wird uns von klein auf als normal beigebracht. Das heißt aber nicht, dass das richtig ist. Wenn sich ein Mensch für etwas Besseres hält, führt das dazu, dass er weniger Mitgefühl für bestimmte Tierarten (oder Menschen, wie beim Rassismus) empfindet. Dann ist es für ihn eher in Ordnung, dass mit diesen Tierarten schlechter umgegangen wird und sie sogar für Fleisch getötet werden.

2. Warum essen Menschen Schweine und streicheln Hunde?

Jedes Lebewesen auf unserer Erde möchte ein schönes Leben haben, egal ob wir Mensch, Hund, Biene oder Schwein sind. Trotzdem unterteilen wir Menschen verschiedene Tierarten in Kategorien: Sogenannte Nutztiere und sogenannte Haustiere. „Nutztiere“ wie Schweine, Kühe und Hühner züchten, töten und essen wir (oft unter schlimmen Bedingungen, unter denen die Tiere ihr Leben lang leiden). „Haustiere“ wie Hunde und Katzen, aber auch Pferde lieben, streicheln und verwöhnen wir.

Schweine auf der Wiese

Es gibt keine logische Erklärung für diese Einteilung. Jedes Lebewesen ist gleich viel wert, egal, ob Hund, Huhn, Biene oder Mensch. Kein Mensch hat das Recht, schlecht mit anderen Lebewesen umzugehen, sie einzusperren, zu quälen, sie zu essen, Versuche an ihnen auszuführen oder aus ihnen Kleidung zu machen. Wer Mitgefühl hat, kann sich in andere Lebewesen hineinversetzen und die entscheidende Frage stellen: Möchte ich so behandelt werden?

 3. Erkläre, was Mitgefühl eigentlich ist

Jeder Mensch kennt den Begriff Mitgefühl. Mitgefühl bedeutet, die Gefühle, Gedanken und einzigartigen Merkmale anderer Lebewesen zu erkennen, zu verstehen und damit nachzufühlen. Frag deine Mitschüler doch einmal, ob ihnen Situationen einfallen, in denen sie Mitgefühl gespürt haben. Starte gerne mit einem Beispiel, an das du dich erinnerst. Vielleicht hast du einmal ein Tierheim besucht und dabei Mitgefühl für die Tiere dort gefühlt, die voller Sehnsucht darauf warten, von einer liebevollen Familie aufgenommen zu werden? Mitgefühl kann auch das Gefühl sein, dass du dich traurig fühlst, wenn es deinen Freunden oder jemandem aus deinem nahen Umfeld schlecht geht. Mitgefühl heißt, dass es dir nicht egal ist, wie es anderen geht, egal ob Mensch oder Tier.

4. Was passiert, wenn es kein Mitgefühl gibt?

Überlegt gemeinsam, wie eine Welt ohne Mitgefühl aussehen würde. Sie wäre ein ziemlich dunkler, trauriger und schlimmer Ort, nicht wahr? Niemand würde mehr Rücksicht aufeinander nehmen, es gäbe kein freundliches Miteinander mehr. Zum Glück lehren viele Kulturen uns Mitgefühl füreinander und auch für Tiere.

Schafe

Schreibe dazu den Satz: „Quäle nie ein Tier, denn es spürt Schmerzen wie wir“ an die Tafel. Tiere sind empfindsam, genau wie wir Menschen. Wenn es kein Mitgefühl gibt, dann entsteht Leid. Das zeigt z. B. die Vergangenheit: Früher hielt man Tiere für Sachen. Manche Wissenschaftler haben sogar behauptet, Tiere wären seelenlose Automaten [1] wie zum Beispiel dein Taschenrechner oder ein Kühlschrank. Wer so denkt, handelt auch entsprechend: Es war üblich, in Schulkursen lebendige Tiere aufzuschneiden, um sich ihr Inneres anzusehen. Heute weiß man zum Glück, dass so eine Grausamkeit für die Tiere Qualen und große Schmerzen bedeutet. Tiere sind keine Sachen. Es ist wichtig, alle Lebewesen, egal welcher Art sie angehören, mit Respekt und Mitgefühl zu behandeln und dafür zu sorgen, dass sie gesund sind und unbeschadet leben können.

5. Kein Mensch und kein Tier sollte jemals unfair behandelt werden

Vorurteile und Angst können zu Hass führen, das ist gefährlich und niemals okay. Niemand hat das Recht, andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder einer anderen Denkweise schlecht zu behandeln oder auszuschließen. Genauso ist es auch bei anderen Tierarten (Spezies). Viele Menschen haben deshalb zurecht ein schlechtes Gewissen und empfinden Mitleid, wenn sie sehen, wie Tiere in der Massentierhaltung leben müssen. Nur weil sie anders aussehen, sich mithilfe anderer Geräusche ausdrücken, die wir vielleicht nicht immer verstehen, oder Menschen denken, dass das Fleisch bestimmter Tiere „gut schmecken“ würde, heißt das nicht, dass wir das Recht haben, andere Lebewesen zu misshandeln und zu töten. Im Gegenteil. Jedes Leben ist wertvoll, egal, ob klein, groß, dunkel, hell, laut, leise, haarig, federig, kahl oder schuppig.

Fisch Zackenbarsch

6. Zeige Möglichkeiten auf, wie jeder Mensch tierfreundlich leben kann

Gebe deinen Mitschülern Ideen an die Hand, wie auch sie Mitgefühl für Tiere zeigen können.

  • Tierheime freuen sich immer über ehrenamtliche Helfer. Hilf gerne mit, indem du dich in deiner Freizeit um Tiere kümmerst, die kein Zuhause haben.
  • Pflanzt Blumen auf eurem Balkon oder eurem Garten. Das sieht nicht nur schön aus: Auch für Bienen und andere Insekten sind Blumen wichtig, um überleben zu können.
  • Müllfischen: Egal, ob im Wald, an Seen oder in der Stadt: Müll aufzusammeln geht überall. Damit hilfst du den Tieren und der Umwelt.
  • Besuche mit deinen Eltern zusammen Lebenshöfe und lerne mehr darüber, warum alle Tiere liebenswert sind und es wichtig ist, dass wir gut auf sie aufpassen und sie respektieren.

Nimm dir dieses Motto zu Herzen: Wenn du dich entscheiden kannst, zwischen Recht haben und freundlich sein – sei freundlich!

Quellen

[1] Deutschlandfunk Nova (13.01.2016): Das Tiergespräch: Löwin adoptiert Babyantilope,  https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/tiere-artuebergreifende-adoptionen

[1] Wissensdomäne Tier Mensch Maschine, http://sprache-und-wissen.de/wissensdomane-tier-mensch-maschine/, (eingesehen am 27.04.2021)