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Vegan essen: So abwechslungsreich ist die pflanzliche Ernährung

© iStock.com / KarpenkovDenis

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass manche Leute keine Tiere essen, weil sie nicht wollen, dass Tiere dafür sterben müssen. Immer mehr Menschen bezeichnen sich als Vegetarier oder Veganer. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen „vegan“ und „vegetarisch“?

Vegane und vegetarische Ernährung: Was ist der Unterschied?

Vegetarier essen keine Tiere, also keinen Fisch und kein Fleisch, und nichts, was daraus gemacht ist. Sie essen aber Produkte von lebenden Tieren wie Milch, Eier und Honig. Im Gegensatz dazu ernähren sich Veganer nur von pflanzlichen Lebensmitteln. Sie essen also weder Fleisch noch Fisch, keine Milch und Milchprodukte wie Käse oder Joghurt, keine Eier, auch keinen Honig und nichts, was eines dieser tierischen Produkte enthält. Dafür essen sie Gemüse, Obst, Nüsse, Getreideprodukte wie Nudeln, Reis oder Brot und vieles mehr. Man kann aus pflanzlichen Zutaten auch Muffins, Pancakes, Waffeln und Gerichte wie Burger oder Pizza zubereiten. Veganes Essen schmeckt genauso gut, und es müssen keine Tiere dafür leiden – perfekt!

Vegan essen – so geht‘s

Wenn du morgens zum Frühstück gern Müsli isst, kannst du zum Beispiel ganz einfach die Kuhmilch durch einen Haferdrink ersetzen – die ist superlecker und passt perfekt zum Müsli. Auf deinem Brot oder Brötchen kannst du statt Schokocreme einfach Marmelade oder Erdnussbutter essen, statt Käse oder Wurst einen schmackhaften Gemüseaufstrich. Mittlerweile gibt es von verschiedenen Marken auch vegane Produkte, die an Käse und Wurst angelehnt sind – aber keine tierischen Produkte enthalten. Gemüse und Obst schmecken zu jeder Tageszeit und werten jede Mahlzeit auf. Zusammen mit Beilagen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln und Hülsenfrüchten wie Bohnen, Linsen oder Sojabohnen lassen sich die verschiedenen Gemüsesorten zu einem leckeren Mittag- oder Abendessen zusammenstellen. Beispielsweise kann man aus roten Linsen ganz einfach Spaghetti Bolognese machen, ohne dafür Fleisch zu verwenden. Spaghetti mit Tomatensoße sind übrigens meistens vegan, wenn man den Parmesan aus Kuhmilch weglässt. Mit ein bisschen Fantasie und Kreativität sind die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt und jeder findet genau das, was ihm schmeckt.

Richtige Energielieferanten sind übrigens Nüsse wie Mandeln, Erdnüsse, Walnüsse, Pekannüsse oder Paranüsse – ein guter Snack für zwischendurch.

Wenn du die vegane Ernährung ausprobieren möchtest, sprich mit deinen Eltern und informiert euch gemeinsam über die vielfältigen Möglichkeiten.

Vegan leben – mehr als nur Ernährung

Menschen, die sich für eine vegane Lebensweise entscheiden, kaufen und tragen auch keine Kleidung, die tierische Materialien enthält: Dazu gehören zum Beispiel Wolle, Daunen und Leder. Heute gibt es viele tolle Stoffe, die komplett ohne die Nutzung von Tieren auskommen.

Wusstest du …?

Beim Einkaufen kann man vegane Produkte mittlerweile ganz leicht an der Aufschrift „vegan“ erkennen. Aber nur, weil es nicht auf der Verpackung steht, heißt das nicht, dass ein Produkt nicht vegan ist. Wenn du dir die Zutatenliste auf der Rückseite anschaust, kannst du in den meisten Fällen schnell feststellen, ob ein Produkt tierische Stoffe enthält. Du wirst überrascht sein, wie vielfältig das Angebot ist: So sind auch einige Süßigkeiten vegan, obwohl sie nicht so gekennzeichnet sind. Vegane Ernährung kann lecker und gesund sein – genauso findest du aber auch zahlreiche Produkte für den Hunger auf Süßes!

Was du tun kannst!

Informiere dich zusammen mit deinen Eltern über die vegane Ernährung und probiert immer wieder neue pflanzliche Gerichte aus – bestimmt findet ihr schon bald euer neues veganes Lieblingsessen!

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