Referate

Referat zum Thema „Tiere essen“: 6 mögliche Inhalte

Foto: (c) PETA USA

Es gibt viele gute Gründe für ein Referat zum Thema „Tiere essen“. Weltweit wird immer mehr Fleisch gegessen – allein in Deutschland werden jedes Jahr 800 Millionen Landlebewesen unter anderem für unseren Fleischkonsum getötet. Je mehr Menschen über die Hintergründe Bescheid wissen, desto mehr Tiere können wir retten, indem wir sie nicht essen. Hier findest du 6 Möglichkeiten, wie du ein Referat gestalten kannst:

1. Fleisch zu essen, verursacht Tierleid

Weil weltweit immer mehr Fleisch gegessen wird, werden immer mehr Tiere gezüchtet, gemästet und für unsere Nahrung getötet. Schweine, Hühner, Kühe und andere Tiere werden hierzu meist in riesigen Mastbetrieben aufgezogen. Das Ziel eines solches Betriebes ist es, eine größtmögliche Menge an Fleisch so schnell und billig wie möglich zu produzieren – und zwar auf möglichst geringem Platz.

Oftmals werden die Tiere in kleinen Käfigen, engen Boxen oder stickigen Ställen gehalten – meist so beengt, dass sie keinen Platz haben, um sich richtig zu bewegen. Zudem haben sie oft keine artgerechten Möglichkeiten, um sich zu beschäftigen. Aus Langeweile fangen Schweine daher oft an, sich selbst oder ihre Artgenossen zu verletzen. Sie beißen sich oder andere in Schwanz oder Ohren, was zu Entzündungen und großen Schmerzen führen kann. Um dies zu verhindern, werden kleinen Ferkeln die Schwänze abgeschnitten und die Zähne abgeschliffen. Bei Kälbern werden die schmerzempfindlichen Hornansätze mit einem heißen Stab ausgebrannt. All diese Prozeduren finden meist ohne Betäubung statt und fügen den Tieren große Schmerzen zu.

Die Tiere werden so gehalten, dass die sich kaum bewegen können, denn ihre ganze Energie soll in das Fleisch gehen, das Menschen später essen werden. Viele verbringen ihr Leben in dreckigen, dunklen Mastanlagen, leben inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen und sehen nie das Tageslicht. Der Mensch hat sie speziell so gezüchtet, dass sie sehr schnell wachsen. Deshalb werden sie bereits im Alter von wenigen Wochen oder Monaten im Schlachthaus getötet. Um die Tiere dorthin zu bringen, werden sie auf Transportern eingepfercht, wo sie mehrere Stunden oder Tage meist ohne Nahrung und ausreichend Wasser ausharren müssen. Im Schlachthof angekommen, erleben sie den eigenen Tod häufig bei Bewusstsein, denn oftmals werden sie nicht richtig betäubt. Das gilt auch für Tiere aus der „Biohaltung“ [1]. Manchmal wachen sie auch wieder auf, während sie ausbluten oder ihre Gliedmaßen abgetrennt werden.

2. Fleisch zu essen, ist Umweltverschmutzung

Die meisten von uns wissen, dass beim Autofahren Kohlendioxid (CO2) und andere klimaschädliche Gase entstehen. Das Gleiche passiert aber auch bei der Produktion von Fleisch. Kohlendioxid trägt ganz besonders zum sogenannten Treibhauseffekt bei und entsteht zu einem großen Teil in der landwirtschaftlichen Tierhaltung [2]. Doch auch das Gas Methan darf nicht unterschätzt werden. Es ist 25-mal klimaschädlicher als CO2 und entsteht vor allem bei der Verdauung und Ausscheidung von Kühen [3]. Wenn man die Auswirkungen vergleicht, die Rindfleisch und Gemüse auf unser Klima haben, dann kommt man zu einem schockierenden Ergebnis: Rindfleisch verursacht mehr als 28-mal so viel Treibhausgase [4]!

Die vielen Tiere, deren Fleisch Menschen essen wollen, müssen erst einmal ernährt werden. Dazu braucht man Landfläche, um riesige Mengen an Futtermitteln anzubauen. Seit den 1970er-Jahren wurden allein im Amazonasgebiet 20 Prozent der Waldfläche abgeholzt, um Platz für den Futtermittelanbau zu schaffen [5]. Laut der Welternährungsorganisation ist die Umwandlung in Weideflächen für 80 Prozent dieser Waldverluste verantwortlich [6].

Auch die enorme Menge an tierischen Ausscheidungen ist ein Problem. Die Fäkalien werden als Dünger auf den Feldern ausgebracht, und die darin enthaltenen Schadstoffe gelangen in den Boden, darunter auch antibiotikaresistente Keime. Sie sickern bis in unser Grundwasser durch, und das führt dazu, dass die Wasserqualität schlechter wird und wir insgesamt weniger Trinkwasser zur Verfügung haben.

3. Fleisch zu essen, ist Nahrungsmittelverschwendung

Wenn wir erst Tiere mästen, um später ihr Fleisch zu essen, verschwenden wir große Mengen an guten Nahrungsmitteln. Weltweit werden 83 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen genutzt, um Futtermittel anzubauen oder Weideland für die Tierhaltung zu schaffen. Dabei werden allerdings nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent der Proteine erzeugt [7]. Würden die Menschen das Getreide und Soja direkt essen, könnten mit der gleichen Menge sehr viel mehr Menschen ernährt werden. Doch obwohl viele Menschen auf der Welt hungern, wird der größte Teil der Sojapflanzen und des Getreides an Tiere verfüttert. Auf diese Weise werden große Mengen an guten Nahrungsmitteln verschwendet.

4. Fleisch zu essen, ist Wasserverschwendung

Die Tiere in der Fleischindustrie müssen nicht nur essen, sondern auch trinken. Außerdem müssen ihre Ställe gereinigt werden. Auch für die spätere Verarbeitung des Fleischs braucht man viel Wasser. Etwa 30 % der Wasserressourcen der Erde fließen in die Tierindustrie. Im Vergleich dazu können nur 2,6 Prozent des globalen Wassers vom Menschen genutzt werden [8]. Es gibt sehr viele Vergleiche für die gigantische Menge an Wasser, die durch den Fleischkonsum verbraucht wird. Allein durch das Trinkwasser für die Tiere und die Reinigung der Ställe werden für ein Kilo Rindfleisch rund 15.500 Liter Wasser verbraucht– damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen [9].

5. Fleisch zu essen, ist nicht notwendig

Laut der weltgrößten Ernährungsgesellschaft, der amerikanischen Academy of Nutrition and Dietetics, ist eine gut geplante, ausgewogene, vegane Ernährung für alle Phasen des Lebens geeignet – also auch während der Schwangerschaft und Stillzeit und im Kindesalter. Der Mensch braucht bestimmte Nährstoffe, um gesund zu sein. Woher diese Nährstoffe kommen, ist aber egal. Wir brauchen beispielsweise Eiweiß, auch Proteine genannt, aber kein Fleisch. Denn es gibt unzählige pflanzliche Lebensmittel, die jede Menge Eiweiß enthalten, z. B. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen oder Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh. Unser Körper braucht Kalzium, aber keine Milch, denn Brokkoli, Grünkohl, Mandeln, Sesamsamen, Walnüsse und kalziumreiches Mineralwasser enthalten viel Kalzium.

All die beschriebenen negativen Folgen des Fleischkonsums können also ganz einfach vermieden werden, wenn wir Menschen uns mit pflanzlichen Lebensmitteln ernähren, von denen es so viele gibt.

6. Zum Schluss: Sprich mit deinen Mitschülern über dein Referat

Gibt es noch Fragen? Falls nicht, dann frage deine Mitschüler, ob sie es gut finden, Fleisch zu essen. Was spricht dafür, was dagegen? Macht eine Liste mit Gründen, die dafür und dagegen sprechen, und schaut, für welche Liste sich mehr Argumente finden lassen.

Sprich mit deinen Mitschülern darüber, ob eine Ernährung ohne Fleisch eine wirksame Methode ist, um Tieren und Menschen aktiv zu helfen. Sollten Tiere die gleichen Rechte haben wie Menschen? Was spricht dafür, was dagegen? Frage deine Mitschüler, ob sie wissen, was ein Vegetarier und was ein Veganer ist.

Möchtest du für dein Referat unterstützendes Material erhalten, das du verteilen kannst? Unsere Broschüre „Essen mit Herz und Verstand“ hilft dir mit Sicherheit weiter! Schreibe eine Nachricht an info@petakids.de und bestelle die kostenlose Broschüre für deine ganze Klasse! Natürlich kannst du uns auch schreiben, wenn du noch irgendwelche Fragen hast – wir helfen dir gern weiter!

Quellen

[1] BR24: Warum Bio-Fleisch nicht immer „bio“ geschlachtet ist, https://www.br.de/nachrichten/wissen/warum-bio-fleisch-nicht-immer-bio-geschlachtet-wird,S4KDFyp (eingesehen am 23.07.2020)

[2] TAZ (18.07.2018): Fleisch und Milch ruinieren das Klima, https://taz.de/CO2-Emissionen-hoeher-als-bei-Oelmultis/!5522650/, (eingesehen am 23.06.2020)

[3] Umweltbundesamt (12.05.2020): Die Treibhausgase, https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/die-treibhausgase, (eingesehen am 23.06.2020)

[4] Umweltbundesamt (13.01.2017): Warum Fleisch zu billig ist, https://www.umweltbundesamt.de/themen/warum-fleisch-zu-billig-ist, (eingesehen am 23.06.2020)

[5] Steinfeld, Henning/Gerber, Pierre/Wassenaar, Tom/Castel, Vincent/Rosales, Mauricio/de Haan, Cees (2006): “Livestock´s Long Shadow. Environmental Issues and Options”. Rom: UN Food and Agriculture Organisation (FAO).

[6] World Watch Institute (Hrsg.) (2004): „Meat. No it’s not Personal“, Washington: World Watch-Institute, World Watch Magazine.

[7] Poore, J./Nemecek, T. (2018): “Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers”. In: Science Vol. 360, Issue6392, S. 987-992.

[8] Gerbens-Leenes P.W./ Mekonnen M.M. / Hoekstra A.Y. (2013): The water footprint of poultry, pork and beef: A comparative study in different countries and production systems, Water Resources and Industry, Volumes 1-2, Pages 25-36, Enschede, The Netherlands

[9] Worldwatch Institute (Hrsg.) (2004): Meat. No it’s Not Personal. Washington: Worldwatch Institute, World Watch Magazine.