Tierische Freunde!

Tiersprache verstehen: So reden Hunde und Katzen mit dir

Hunde und Katzen können mehr sagen als „Wau“ und „Miau“. Aber kannst du es auch verstehen? PETAKids zeigt dir, was unsere tierischen Freunde sagen wollen. Schau genau hin!

Hunde und Katzen sind liebenswerte Tiere, die gerne mit ihren menschlichen Freunden zusammenleben. Ursprünglich stammen Hunde vom Wolf ab. Katzen haben oft ihren eigenen Kopf und schlafen viel. Wir Menschen haben Hunde und Katzen daran gewöhnt, mit uns zusammenzuleben. Durch die lange Zeit an unserer Seite haben diese schlauen Vierbeiner es sogar geschafft, den Gesichtsausdruck und die Bewegungen von uns Menschen zu lesen. Sie wissen, dass es uns gut geht, wenn wir lachen, und dass wir traurig sind, wenn wir weinen. Hunde können sogar Menschen auf Fotos wiedererkennen! Katzen folgen ihrem Lieblingsmenschen überall hin.

Viele Menschen wissen aber nicht, wie Katzen und Hunde mit uns sprechen. Manchmal verstehen wir nicht, was sie uns zum Beispiel mit ihrem Schwanz oder den Ohren sagen wollen. PETAKids erklärt dir die Sprache von Hunden und Katzen.

So sprechen Hunde und Katzen mit dir

Manche Hunde und Katzen haben schlimme Dinge erlebt, bevor sie von einer liebevollen Familie adoptiert wurden. Einige wurden zu früh von ihrer Mutter getrennt, andere wurden viel allein gelassen oder sogar geschlagen. Solche Erlebnisse können tiefe Wunden und Ängste hinterlassen. Manches hat dein tierischer Mitbewohner vielleicht einfach nie gelernt. Deshalb ist es wichtig, dass du genau hinschaust und auf diese Zeichen bei Hunden und Katzen achtest:

1. Hund oder Katze machen ihr Geschäft im Haus

Hunde müssen erst lernen, dass im Haus kein Geschäft gemacht wird. Wenn dein tierischer Freund häufig ins Haus macht, unruhig ist und zum Beispiel viel bellt und hechelt, dann könnte er Angst oder Stress haben. Auch Katzen machen manchmal ins Haus oder neben die Katzentoilette. Weil Katzen sehr reinlich sind, sollten deine Eltern immer auf eine saubere Toilette mit frischer Streu achten.

Wenn Hunde oder Katzen ihr Geschäft an einer Stelle machen, an der sie das nicht tun sollten, dann könnten sie auch krank sein und Schmerzen haben. Es ist dann am besten, zum Tierarzt zu gehen und das überprüfen zu lassen.

Wichtig: Hunde- und Katzenbabys können den Harndrang einfach noch nicht zurückhalten, wenn sie sich beispielsweise sehr freuen. Welpen und Kitten müssen vor und nach dem Schlafen, nach dem Spielen und nach dem Essen – also (fast) ständig – ihr Geschäft verrichten. Erwachsene Hunde und Katzen müssen manchmal auch erst lernen, stubenrein zu werden – je nachdem, wo und wie sie in ihrem vorherigen Leben gelebt haben. Hab Geduld, lobe deinen Liebling und belohne ihn, wenn er oder sie es richtig macht. Aber bestrafe den Vierbeiner niemals, wenn das Geschäft doch mal daneben geht. Er oder sie kann nichts dafür.

2. Bellen, winseln und jaulen

Sollte dein Hund bellen, winseln und jaulen, sobald du die Tür hinter dir zumachst, drückt er damit seine Angst oder seinen Unmut darüber aus, allein zu sein. Alleine zu bleiben, müssen Hunde in kleinen Schritten lernen: zuerst Sekunden, dann wenige Minuten, dann langsam die Zeit verlängern. Übte zuerst, wenn du zuhause bist, die Tür hinter dir zu schließen – geh einfach mal ins Bad oder in ein anderes Zimmer und lasse den Hund nicht mitgehen. So lernt er, es zu akzeptieren, ohne wirklich allein zu sein.

Katzen jaulen normalerweise nicht. Wenn deine Katze laut schreit, wenn du sie anfasst, oder sie auf einmal anfängt, nach dir zu schlagen, dann hat sie womöglich Schmerzen. In diesem Fall sollten deine Eltern unbedingt so schnell wie möglich mit ihr zum Tierarzt gehen. Manche Katzen rufen auch laut, wenn sie alt werden und nicht mehr so gut hören und sehen können. In jedem Fall hilfst du deinem Liebling, wenn du geduldig für ihn oder sie da bist. Merke: Auch Katzen wollen nicht den ganzen Tag allein sein, denn dann kommt schnell Langeweile auf.

Sorge dafür, dass deine tierischen Freunde auch tagsüber nicht zu lange allein bleiben müssen, wenn du in der Schule bist und deine Eltern nicht zuhause sind.

3. Zerkauen, zerkratzen und Dinge kaputt machen

Falls Bello nur dann Dinge zerkaut, wenn niemand da ist, dann ist das ein Anzeichen dafür, dass er nicht versteht, warum er allein ist. Wenn Hunde Dinge kaputt machen, während du und deine Eltern weg seid, dann fühlen sie sich schlecht, ängstlich und gestresst. Dieses Verhalten ist ein Hilferuf. Für Katzen gilt das genauso.

Katzen müssen ihre Krallen kürzen – aber nicht an Möbelstücken oder Menschen. Wenn deine Katze an der Tür, am Sofa oder sogar den Wänden kratzt, dann will sie meistens deine Aufmerksamkeit oder hat keine andere Möglichkeit, ihre Krallen zu wetzen. Sorge dafür, dass deine Katze einen Kratzbaum oder etwas in der Art hat, an dem sie diesem natürlichen Bedürfnis nachgehen kann.

Vor allem Katzenbabys würden am liebsten den ganzen Tag spielen. Aber auch erwachsene Katzen sind sehr aktiv und möchten Spaß haben – am liebsten mit ihren menschlichen Freunden und einer Katzenangel oder anderem spannenden Spielzeug.

Das Gute: Viele Katzen haben Spaß daran, neue Dinge zu lernen. Das funktioniert oftmals gut mit Leckerlis. Sei lieb, geduldig und übe in kleinen Schritten. Das stärkt auch die Bindung zwischen dir und deinem tierischen Gefährten.

4. Nichts mehr essen

Manchmal ist es schwierig, den genauen Grund herauszufinden, wenn Hunde und Katzen keinen Hunger haben. Wenn dein tierischer Mitbewohner sogar sein liebstes Leckerli nicht essen will, dann geht es ihm wahrscheinlich schlecht und deine Eltern sollten ihn zu einem Tierarzt bringen. Vor allem, wenn deine Katze seit 24 Stunden, also einen ganzen Tag lang, nichts gegessen hat, sollten deine Eltern schnell handeln, denn dann kann es gefährlich werden.

Isst ein Hund sein liebstes Leckerchen nicht auf, wenn er allein ist, dann hat er wirklich Angst, allein zu sein. Unter Angst stellt der Körper die Funktionen „Hunger“ und „mal müssen“ ein – ein bedenkliches Zeichen! Sprich mit deiner Familie und einem Hundetrainer, denn dein Hund braucht Hilfe.

Was du tun kannst

Bitte erziehe und trainiere einen Hund oder eine Katze grundsätzlich nie, indem du ihm oder ihr Angst machst. Dein vierbeiniger Freund lernt viel besser, wenn du öfter am Tag für ein paar Minuten eine ganz bestimmte Sache mit ihm übst. Immer nur ein paar Minuten und nicht zu lange, denn dann können sich Hunde und Katzen nicht mehr gut konzentrieren.

Wenn du in Ruhe übst, Geduld hast und genau auf deinen Hund oder deine Katze achtest, wirst du ganz schnell lernen, was dein Liebling gerne mag und wie ihr beste Freunde werdet.

Stichwörter