Tiere in der Stadt Tierische Freunde!

Stadttauben: Was ihr über das Leben der Tauben wissen solltet

Wenn wir durch die Stadt spazieren, treffen wir kaum ein Tier so oft an wie Tauben. Obwohl wir sie ständig sehen, wissen wir recht wenig über ihr Leben. Das ist nämlich gar nicht so unbeschwert, wie viele Menschen glauben.

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Stadttauben haben keinen guten Ruf

Weil viele Menschen Tauben in den Städten nicht mögen, werden die Tiere schlecht behandelt. Sie werden vertrieben, verfolgt und oft auch angegriffen. Zum Beispiel werden spitze Metallnadeln an Gebäuden angebracht, sodass die Tauben sich dort nicht niederlassen können. Oder sie werden von Fußgängern gejagt oder getreten. Weil Tauben sich schnell vermehren, werden sie sogar getötet, um die Taubenzahl in Innenstädten zu verringern.

Das Verrückte daran ist, dass wir Menschen selbst dafür verantwortlich sind, dass so viele Tauben in den Städten leben. Einige Menschen züchten Tauben nämlich als „Brieftauben“ und schicken sie auf sogenannte Wettflüge. Viele der Tiere finden dann nicht mehr nach Hause und landen in den Städten. Weil Tauben extra so gezüchtet wurden, dass sie sich stark vermehren, gibt es so viele Stadttauben.

Die Tauben leiden Hunger

Eigentlich ernähren sich Tauben von Körnern und Samen – doch die finden die Vögel nicht in den Städten. Deswegen essen sie notgedrungen Müll und Essensreste von Menschen, die sie aber nicht gut vertragen: Die Tauben werden oft krank und ihr Kot ist flüssig. Da viele Tauben nicht nur für sich selbst Essen brauchen, sondern auch ihre Küken versorgen müssen, betteln sie bei den Menschen um jeden Krümel – auch, wenn er sie krank machen könnte.

Sie finden keinen Ort, um ihre Jungen aufzuziehen

Ursprünglich stammen Stadttauben von der Felsentaube ab, die ihre Nistplätze immer auf den glatten Flächen von Felsen baut. Deshalb bauen auch die Stadttauben ihre Nester nicht in Bäumen, sondern auf eben solchen kleinen, flachen Flächen. Leider finden sie solche Plätze in den Städten kaum, denn auf vielen Flächen werden spitze Stacheln oder Netze angebracht, damit die Tauben dort keine Nester bauen können und die Orte nicht durch den Kot der Tauben dreckig werden. Für die Tauben macht das die Suche nach einem Ort, um ihre Jungen aufzuziehen, noch schwerer. Auch verletzen sie sich oft an den spitzen Stacheln. Finden sie endlich einen geeigneten Platz, werden sie dort oft wieder vertrieben – sogar, wenn sich schon ihre kleinen Küken im Nest befinden.

Einige Menschen helfen Tauben

In vielen Städten gibt es Stadttaubenprojekte. Dort helfen Menschen den Tauben, indem sie Taubenschläge aufstellen, in denen die Tiere leben und brüten können. Auch um Nahrungsstellen und eine Auffangstation für verletzte Tauben kümmern sich die Tierfreunde dieser Projekte. Damit die Tauben nicht so viele Kinder kriegen, werden ihre Eier gegen Eier aus Gips getauscht. So können die Tauben weiter ihre Eier bebrüten, ohne dass immer wieder neue Küken schlüpfen.

Was du tun kannst

Wenn du eine verletzte Taube oder ein anderes Tier findest, sag einem Erwachsenen Bescheid, damit er den örtlichen Tierschutzverein, die Feuerwehr oder ein Stadttaubenprojekt verständigen kann und dem Tier geholfen wird.