Tierische Freunde!

Mäuse und Ratten – die 10 wichtigsten Tipps zur richtigen Haltung

Mäuse und Ratten sind faszinierende Tiere, und immer mehr Menschen möchten den intelligenten Nagern ein Zuhause schenken. Doch leider werden Ratten, Mäuse und viele andere Tiere noch immer wie Ware in Zoohandlungen verkauft, obwohl sie – wie wir Menschen auch – fühlende Lebewesen sind. Wenn du also eine Ratte oder Maus als tierischen Mitbewohner zu dir holen möchtest, dann wende dich immer an ein Tierheim oder eine Notfallstation, denn dort warten viele Nager auf ein neues Zuhause.

Mäuse- und Rattenhaltung: Hier sind die besten Tipps, damit sich die Nagetiere bei dir wohlfühlen

Ratten und Mäuse sind sehr sozial und sollten niemals allein leben. Was du sonst noch über das perfekte Zuhause für die cleveren Nager wissen solltest, erfährst du hier:

1. Ratten und Mäuse sind soziale Tiere und leben gerne in Wohngemeinschaften

Die schlimmste Strafe für Ratten und Mäuse ist es, alleine zu leben – am liebsten wohnen die intelligenten Nager mit mehreren Artgenossen zusammen. Auch Mäuse und Ratten unterhalten sich gerne untereinander: So tauschen sie Informationen durch Berührungen, Gerüche und durch so hohe Laute aus, die wir Menschen oftmals gar nicht hören können.

2. Halte Mäuse und Ratten nicht zusammen in einem Gehege

Ratten und Mäuse wollen nicht zusammen in einem Gehege leben. Ratten brauchen andere Ratten – und Mäuse mögen andere Mäuse.

3. Ratten suchen Kontakt zu menschlichen Mitbewohnern, aber Mäuse sind lieber unter sich

Wenn Ratten sich an einen Menschen gewöhnt haben, ist er für sie die „Oberratte“. Mit etwas Geduld werden die Tiere sehr zutraulich und lassen sich gerne durch die Gegend tragen. Für Ratten ist Körperkontakt extrem wichtig: Sie kuscheln gerne ausgiebig mit ihren Artgenossen und putzen sich gegenseitig das Fell. Sobald Ratten eine menschliche Bezugsperson haben, ist ihnen auch das Schmusen mit diesem Menschen wichtig. Ganz anders sieht es bei Mäusen aus: Sie flitzen lieber durch ihr Zuhause, verstecken sich im Streu, graben Tunnel oder baden im Sand. Nur mit sehr viel Geduld kann man Mäuse daran gewöhnen, auf der Hand zu sitzen – Körperkontakt zu Menschen versetzt sie meist in Schockstarre. Diesen Stress sollte man den Mäusen daher nur antun, wenn es dringend notwendig ist, zum Beispiel für eine medizinische Untersuchung.

4. Ratten und Mäuse sind neugierig und brauchen Abwechslung

Richte das Gehege deiner Vierbeiner spannend und abwechslungsreich ein. Ratten mögen zwar keinen ständigen Wechsel, brauchen aber viele Dinge zum Erkunden: Ungiftige Äste, Toilettenrollen, alte Socken oder Handtücher und viel Spielzeug eignen sich besonders gut. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wenn du deine Ratten oder Mäuse genau beobachtest, kannst du herausfinden, wie die Tiere deine Ideen finden.

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5. Die Tiere brauchen viel Platz und ein großes Gehege!

Um ein spannendes, abwechslungsreiches und vor allem artgerechtes Zuhause für die Tiere zu schaffen, braucht man viel Platz. Käfige aus Baumärkten oder Zoofachgeschäften sind meist nicht groß genug. Ein Gehege, in dem sich Ratten wohlfühlen, kannst du zusammen mit deiner Familie ganz einfach selbst bauen. Sammelt vorher alle Informationen über ein tiergerechtes Zuhause für deine tierischen Mitbewohner und legt los. Im Internet findest du zahlreiche Bauanleitungen. Grundsätzlich gilt: Je größer und je abwechslungsreicher gestaltet, desto artgerechter ist dein Ratten- oder Mäuse-Zuhause. Aquarien oder Terrarien sind für Ratten ungeeignet, weil die Belüftung schlecht ist und man keine passenden Etagen einbauen kann.

6. Ratten brauchen täglich Auslauf

Ratten sind sehr bewegungsfreudig und brauchen täglich mehrere Stunden Auslauf in der Wohnung oder in einem abgetrennten Bereich. Wichtig ist, dass sie auch darin ausreichend Beschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten finden. Achte auf mögliche Gefahren wie Zimmerpflanzen, Kabel, Steckdosen und alles, was sich zum Anknabbern eignet.

7. Das richtige Gehege

Die Einstreu sollte möglichst wenig stauben, denn das stört die Tiere und kann bei den Nagern sogar Allergien oder andere Erkrankungen hervorrufen. Die kleinen Vierbeiner fühlen sich auch in einem mit Zeitungen und Zeitungsschnipseln ausgelegten Zuhause wohl. Der Käfig der Tiere sollte nie direkt in der Sonne stehen und nicht der Zugluft ausgesetzt sein, damit sich die Nager nicht erkälten oder unter Hitze leiden. Ratten und Mäuse müssen außerdem immer Zugang zu frischem Wasser haben. Den Futter- und Wassernapf solltest du einmal täglich säubern. Eine Außenhaltung ist für die Nager nicht angebracht.

8. Regemäßige Reinigung des Geheges

Ratten und Mäuse sind sehr reinliche Tiere: Sie putzen sich mehrmals täglich und wenden für die Fell- und Körperpflege fast die Hälfte ihrer aktiven Zeit auf. Besonders gerne putzen sich Ratten nach dem Essen, Trinken oder Erkunden. Ratten legen in ihrem Zuhause großen Wert auf Sauberkeit: Für ihr großes Geschäft nutzen sie immer wieder die gleiche Stelle, um den Rest ihres Zuhauses nicht zu verschmutzen. Weil die Tiere großen Wert auf Sauberkeit legen, solltest du ihr Gehege also regelmäßig säubern. Sprich dich mit deinen Eltern ab, wie oft und wie das Gehege am besten gesäubert wird.

9. Die richtige Nahrung für Mäuse und Ratten

Ratten und Mäuse sind Nagetiere und knabbern gerne viel, auch an Plastik. Sowohl Mäuse als auch Ratten sollten gesund ernährt werden. Mäuse brauchen vor allem Körnerfutter, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Obst wie Äpfel, Birnen, Bananen oder Beeren und Gemüse wie Gurken, Möhren oder Tomaten. Ratten haben eine empfindliche Verdauung: Besonders gut vertragen sie Samen, Körner, Nüsse und Früchte. Anders als Mäuse sind sie jedoch auch auf tierische Nahrung angewiesen. Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gesundes Mäuse- und Rattenleben, informiere dich also am besten zusammen mit deinen Eltern über die beste Ernährung für deine tierischen Mitbewohner.

10. Adoptiere Mäuse oder Ratten aus dem Tierheim

Wie du siehst, sind Ratten und Mäuse faszinierende Tiere, die sich über eine liebevolle Familie freuen. Falls du dir überlegst, diesen Nagetieren ein Zuhause zu schenken, sprich mit deinen Eltern und besucht zusammen ein Tierheim oder eine Nager-Notstation. Dort warten viele liebe Kleintiere darauf, von Menschen aufgenommen zu werden. Informiere dich darüber, warum Züchter und Zoohandlungen niemals die richtige Anlaufstelle sind.