Tierische Freunde!

Was du über Kaninchen wissen solltest

Foto: (c) PETA

Kaninchen sind einfach zuckersüß – da sind wir uns sicher alle einig. Sie sind weich und flauschig und wackeln ständig mit ihren kleinen Näschen. Verständlich, dass man sich so einen putzigen Freund wünscht. PETAKids erzählt dir in diesem Artikel, was bei Kaninchen alles zu bedenken ist.

Was du über Kaninchen wissen solltest: Dabei vergessen viele Menschen, dass es absolut keine gute Idee ist, Kaninchen im Zooladen oder bei einem Züchter zu kaufen – ganz egal, wie süß sie auch sind. Wer sich für Kaninchen entscheidet, der sollte sich seine neuen Freunde im Tierheim aussuchen.

Ganz wichtig zu wissen ist, dass sie viel Platz zum Rennen, Hüpfen und Buddeln benötigen. Ein normaler „Käfig“ aus dem Geschäft ist NIE gross genug – darin zu leben macht die Tiere unglücklich und krank. Besonders schlimm ist das, wenn ein Kaninchen alleine so sein Leben verbringen muss. Denn: Sie müssen IMMER mindestens zu zweit sein!

Freunde, Platz und frisches Futter machen Kaninchen glücklich. Foto: (c) PETA

Erfahre jetzt alles Wichtige über Kaninchen.

  1. Kaninchen sind empfindliche Tiere.

Kaninchen sind „Beutetiere“ und haben deshalb Angst, wenn man sie hochnimmt. Ihre Knochen sind sehr empfindlich; wenn die Tiere aus Angst strampeln und dann vom Arm fallen, können sie sich deshalb leicht wehtun oder sich sogar das Rückgrat brechen. Kinder unter 10 Jahren sollten nicht mit einem Kaninchen alleine sein, es braucht die Eltern zur Unterstützung.

  1. Ein Kaninchen bedeutet eine große Verantwortung.

Vielen Menschen ist nicht klar, wie viel Pflege ein Kaninchen bedarf. Kaninchen können bis zu 10 kg schwer werden und brauchen deshalb viel Platz! Sie benötigen spezielle Nahrung, wie Gras, besonderes Heu und frisches Gemüse, Futter mit Getreide darin ist ungesund für sie! Besonders gerne mögen Sie Blätter und Äste, so zum Beispiel vom Haselstrauch. Ab und an müssen sie auch zu einem Tierarzt, der sich auf Kaninchen spezialisiert hat.

  1. Viele Kaninchen leiden, noch bevor sie verkauft werden.

Die Gesetze zum Schutz von Kaninchen sind sehr lasch. Das Kaninchen, das du im Zooladen sitzen siehst, hat vorher vielleicht schon schlimme Dinge erlebt.

  1. Kaninchenbabys brauchen ihre Mutter.

Zooläden und Kaninchenverkäufer kaufen die Jungtiere oft schon im Alter von 4 Wochen, weil sie dann weniger Platz brauchen und besonders süß aussehen. Aber so junge Tiere sollte niemals von ihrer Mutter getrennt werden. Kannst du dir vorstellen, man hätte dich schon als Baby deiner Mutter weggenommen und an einen Fremden verkauft? Zooläden sind ein schrecklicher Ort für Tiere. Und wenn du dort einkaufst, unterstützt du eine grausame Industrie, die Tiere wie Waren behandelt.

  1. Kaninchen können leicht krank werden.

Kaninchen sind sehr empfindlich und jede noch so kleine Veränderung kann sie krank machen oder sogar töten. Dass ein Kaninchen krank ist, erkennt man z.B. an einer laufenden Nase oder daran, dass das Kaninchen den Kopf schief hält. Auch wenn sich ein Kaninchen kaum bewegt, Durchfall hat, niest, appetitlos ist, mit den Zähnen knirscht, sabbert oder Verstopfung hat, ist etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Hat ein Kaninchen Punkte oder Schorf auf der Haut, dann hat es vielleicht Flöhe oder Milben. Weil Kaninchen so empfindlich sind, können sie sehr schnell sterben, wenn sie krank sind. Deshalb muss man immer sofort zum Tierarzt gehen.

  1. Kaninchen brauchen viel Zuwendung.

Kaninchen sind sehr soziale Tiere und haben eine ganz eigene Persönlichkeit. Viele Menschen wissen nicht, dass Kaninchen genauso viel Zuwendung brauchen wie ein Hund oder eine Katze. Man kann sie nicht einfach im Käfig „parken“. Bekommen sie nicht genug Liebe und Gesellschaft, werden sie depressiv.

  1. Vielleicht langweilst du dich schnell.

Am Anfang ist es noch sehr aufregend, ein neues Kaninchen zu haben. Doch danach werden viele Tiere vernachlässigt, ignoriert oder ausgesetzt. Manche Menschen setzen sie einfach in einem Käfig vor dem Tierheim aus oder bringen sie in den Wald, wo die Tiere nicht lange überleben können. Dies ist zudem rechtlich verboten!

  1. Fellpflege ist wichtig.

Kaninchen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere. Sie putzen sich selbst, aber im Gegensatz zu Katzen, können sie keine Haarbälle hochwürgen. Deshalb muss man Kaninchen mindestens einmal pro Woche bürsten. Sie sollten allerdings niemals gebadet werden, weil sich ein nasses Kaninchen schnell eine Lungenentzündung einfängt!

Sind du und deine Familie bereit, euch um das Kaninchen zu kümmern, solange es lebt?

Kaninchen können 10 Jahre oder sogar älter werden. Sie benötigen jeden Tag viel Pflege und Zuwendung. Wenn ihr als Familie entscheidet, dass ihr bereit seid, Kaninchen zu euch zu holen, dann besucht bitte ein Tierheim. Kauft niemals ein Kaninchen aus einem Zooladen oder vom Züchter. Und: Kaninchen müssen immer mindestens zu zweit sein! Ein einzelnes Tier ist Tierqual.

Jetzt hast du viel über Kaninchen gelernt. Wenn du dir noch immer diese Tiere als Freunde wünscht, dann sprich mit Deinen Eltern darüber. Gemeinsam könnt ihr vielleicht unternehmen, damit Kaninchen aus dem Tierheim bei euch ein tolles zuhause finden.

 

 

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