Zoo

Delfinarien – ein unfreies Leben für die Meeresbewohner

Foto: (c) PETA

Delfinarien ist der Name für die Orte, an denen Delfine in Gefangenschaft leben. Oft sind sie Teil eines Zoos. Hast du dich schon einmal gefragt, wie ein Delfin dort hinkommt? Denn in Gefangenschaft gibt es nur wenig Nachwuchs und Delfinbabys im Zoo sterben häufig.

Wie kommt ein Delfin in ein Delfinarium?

Delfinarien – ein unfreies Leben für die Meeresbewohner. Jedes Jahr werden Delfine aus den Meeren dieser Welt gefangen, um sie dann in alle möglichen Länder an Zoos oder Aquarien zu verkaufen. Sie werden meist mit Netzen gefangen. Oft werden sie auch in Buchten getrieben, um so möglichst viele von ihnen auf einmal fangen zu können. Manche der gefangenen Tiere werden wegen ihres Fleisches direkt getötet, zum Beispiel in Taiji in Japan. Ein paar Delfine, die besonders schön aussehen, werden aussortiert und für viel Geld an Delfinarien verkauft. Dort fristen sie ihr weiteres Leben in viel zu kleinen Becken. Im Ozean lebende Delfine atmen frische Luft und genießen das Leben. In Gefangenschaft hingegen riecht es oft nach Chlor, es gibt kaum Sonne, keine Wellen, Gezeiten oder Strömungen. Anstelle von Sand sehen sie Beton. Kein Delfinarium hat so viel Platz, dass die Tiere ihren Bewegungsdrang ausleben können. Im Meer schwimmen sie täglich bis zu 150 Kilometer weit und tauchen bis zu 300 Meter tief. Kein Delfinarium auf der Welt kann den Tieren dies ermöglichen.

Nur zur Unterhaltung der Menschen müssen diese Delfine ihr Leben in einem winzigen Schwimmbecken verbringen. Ist das gerecht? Foto: (c) PETA
Nur zur Unterhaltung der Menschen müssen diese Delfine ihr Leben in einem winzigen Schwimmbecken verbringen. Ist das gerecht? Foto: (c) PETA

Die Sprache der Delfine

Delfine kommunizieren über Pfeiftöne miteinander und orientieren sich überwiegend durch Echolokation. Diese funktioniert so: Im Kopf der Delfine befindet sich ein Organ, das Melone genannt wird. Hiermit senden die Delfine Ultraschalltöne aus, die für uns Menschen nicht hörbar sind. Sie werden von einem Beutetier oder einem Hindernis zurückgeworfen. Mit der Melone werden die zurückgeworfenen Signale auch wieder aufgefangen und ausgewertet. Somit weiß der Delfin genau, wo sich das das Hindernis befindet und wie groß es ist. Im Delfinarium verkümmert das Echolokationssystem, denn durch die nah beieinander liegenden Wände kommt jedes ausgesandte Signal sofort zurück.
Dieses Leben in Gefangenschaft strengt die Delfine so sehr an, dass sie oftmals aggressiv und unruhig werden und mit Medikamenten behandelt werden müssen. Sie werden nur selten so alt wie ihre Artgenossen in Freiheit, die um die 40 Jahre alt werden können. Du siehst, die Delfine führen ein trauriges Dasein, dem sie aus eigener Kraft nie entfliehen können.

Was du tun kannst!

Du hilfst den Delfinen, indem du sie niemals besuchst! Die Vorführungen, die in solchen Einrichtungen gezeigt werden, haben nichts mit dem Leben der Delfine im Ozean zu tun. Sie werden dressiert und machen nur mit, weil sie bei den Shows gefüttert werden. Das ist eine Qual für diese sozialen Tiere, die in freier Natur mit vielen anderen Delfinen gemeinsam durch das Meer schwimmen.

Wusstest du..?

Wenn Delfine schlafen, treiben sie oft bei langsamer Bewegung an der Wasseroberfläche. Dabei atmen sie nur noch drei- bis siebenmal pro Minute. Während sie schlafen, wechseln sich ihre beiden Hirnhälften ab. Die aktive Hirnhälfte achtet in einer Art Dämmerzustand auf mögliche Feinde, Hindernisse und rechtzeitiges Atmen. Dadurch kann die ruhende Hirnhälfte entspannen. Das der schlafenden Gehirnhälfte gegenüberliegende Auge wird in der Regel geschlossen. Nach etwa zwei Stunden wechseln sich die Hirnhälften ab. Allerdings schlafen Delfine nicht die Nacht durch. Zwischendurch gibt es immer wieder wache Phasen, in denen sie auf Nahrungssuche gehen.

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