Go Veggie - Für die Tiere

Hühner

Foto: (c) PETA

Was weißt du eigentlich über Hühner? Nimm dir ruhig einen Moment Zeit zum Nachdenken. Und, wie sieht’s aus? Wenn du ehrlich bist, fällt dir wahrscheinlich gar nicht sooo viel ein! Dabei sind Hühner faszinierende Tiere. Das entdeckt man ganz leicht, sobald man sich ein bisschen näher mit ihnen beschäftigt. Aber dir geht es vermutlich wie den meisten Menschen, die Eier essen, ohne dabei vielleicht an das Huhn zu denken. Manch einer mag auch gern „Chicken McNuggets“. Diese „Snacks“ waren ja einmal ein fühlendes Tier mit eigenen Bedürfnissen und Interessen.

Hühner sind wunderbare Tiere

Hühner sind vermutlich die am meisten ausgebeuteten Tiere auf diesem Planeten. In der sogenannten „Nahrungsmittelindustrie“ leiden sie sehr unter dem Missbrauch, den wir Menschen ihnen zufügen. Denn eigentlich sind sie sensible Vögel, die Staubbäder lieben, gern in der Sonne ausruhen und von Bäumen aus ihre Umgebung betrachten. Hühner gehen dauerhafte Freundschaften ein und verfügen über starke Familienbande. Wusstest du, dass eine Henne mit ihren Babies spricht, wenn sie noch in den Eiern sind? Wenn die Küken geboren sind, passt ihre Mutter gut auf sie auf. Aber die Hühner in der Landwirtschaft bekommen nie eine Chance, für ihre Babies zu sorgen.
Da die Tiere unter sehr stressigen und beengten Bedingungen gehalten werden, picken sie sich aus Frustation oftmals gegenseitig.
Um die dadurch entstehenden Verletzungen zu verhindern, nehmen die Betreiber von Aufzucht-, Mastanlagen und Legebetrieben eine schmerzhafte Prozedur namens Schnabelstutzen an ihnen vor, wenn sie noch ganz kleine Küken sind. Beim Schnabelstutzen brennt man ihnen mit einer heißen Klinge oder einem Laser einen Teil des Schnabels ab und sie bekommen dabei kein Schmerzmittel. Der Schnabel eines Huhnes ist durch und durch mit Nerven durchzogen. Kannst du dir vorstellen, wie schmerzhaft diese Prozedur für die Tiere ist?

Unsere gefiederten Freunde leiden sehr für Fleisch und Eier. Foto: (c) PETA

Von allen Dingen, die Hühner mögen, dürfen sie in der Landwirtschaft kaum etwas machen. Stattdessen pfercht man sie in größter Beengtheit in dreckige, sehr dunkle Hallen mit tausenden weiteren Vögeln ein. Krankheiten, tot getrampelt werden und Herzinfarkte sind dort an der Tagesordnung. Jeder Vogel hat bei dieser Art der Unterbringung gerade mal so viel Platz zum Leben wie ein Blatt Papier in DINA4 in deinem Schulheft. Sobald die Hühner weniger Eier legen, werden sie aussortiert und zum Schlachthof gebracht. Nach ihrem traurigen Leben landen sie dann zumeist in der Suppe. Genauso hart trifft es die männlichen Küken. Da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zum Mästen eignen, sind sie in der sogenannten Geflügelproduktion nutzlos. Daher werden sie sofort nach dem Schlüpfen getötet. Die flauschigen, gelben Küken werden entweder vergast oder bei vollem Bewusstsein zerhäckselt.
Neben Hühnern teilen auch Puten und Truthähne dieses schlimme Schicksal. Auch sie führen ein kurzes und entbehrungsreiches Leben. Sie haben kaum Sonnenlicht und keine ausreichende Bewegung in ihren Ställen. Nur durch Medizin können sie diese Bedingungen überhaupt einige Zeit überstehen – bevor ihr kurzes Leben in einem Schlachthof endet.

Was du tun kannst!

Menschen, die Tiere schützen wollen und dennoch Eier einkaufen und essen möchten, achten darauf, dass ihre Eier aus einer sogenannten Freiland- oder Biohaltung stammen. Jedoch geht es den Tieren dort nicht besser! Bei verdeckten Ermittlungen von PETA wurde festgestellt, dass die Hühner auch in solchen Betrieben häufig keine Möglichkeit hatten, ins Freie zu gehen. Zudem waren die Tiere oftmals krank und hatten wenig Platz, um sich zu bewegen. Bei Kontrollen wurden diese schlimmen Bedingungen anscheinend nicht beachtet. Du siehst: Nicht nur für die Tiere bietet ein Zeichen für Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung keinen Schutz. Auch die Käufer werden betrogen, belogen und getäuscht. Um die Hühner zu schützen ist es darum am besten, keine Eier oder Fleisch zu kaufen und zu essen.

Wusstest du..?

Der Film „Chicken Run – Hennen rennen“ aus dem Jahr 2000 ist ein toller Film über das Leben von Hühnern in der Landwirtschaft – und dass, ohne das ein einziges lebendiges Huhn in diesem Film mitspielt! Ginger, ein Huhn das keine Lust mehr auf ihren tristen Alltag auf der Hühnerfarm hat, versucht ihre Freunde zum Ausbruch zu überreden. Zum Glück ist der Neuankömmling Rocky ihr eine große Hilfe. Gemeinsam versuchen sie zu entkommen und so dem sicheren Tode zu entfliehen. Ob es ihnen gelingt? Um das zu erfahren, musst du dir den Film schon anschauen!

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