Tiere als Bekleidung?

12 tolle Tiere, deren Haut Menschen als Kleidung nutzen

12 beeindruckende Tiere. Foto: (c) iStock-c-Savushkin

Das hört sich einfach unglaublich an, aber es gibt immer noch Menschen, die Kleidung tragen, die aus dem Fell oder der Haut von Tieren hergestellt wurde. PETAKids stellt dir diese Tiere vor!

Vielleicht ist es vielen Menschen nicht bewusst, aber jeder Pelzbesatz am Mantel, jede Ledertasche und jeder Wollpulli hat extremes Tierleid verursacht und auch zum Tod von Tieren geführt. Stell‘ dir vor, jemand würde dir dein Leben nehmen, nur um dann ein Stück deiner Haut an eine völlig überteuerte Jacke zu nähen, die niemand wirklich braucht – widerlich! Wenn für dich nie in Frage kommen würde, Kleidung aus Menschenhaut zu tragen, dann solltest du auch niemals Kleidung aus Tieren tragen.

 

Das sind die Top-12 der Tiere, von denen du vielleicht gar nicht wusstest, dass sie im Namen der „Mode“ leiden müssen

  1. Schafe

Schafe sind sanftmütige, sensible Tiere und sehr schlau. Sie können die Gesichter von mindestens 50 anderen Schafen wiedererkennen und 50 verschiedene Bilder bis zu zwei Jahre lang im Kopf behalten! Wenn sie traurig sind, lassen sie den Kopf hängen und bleiben lieber alleine – genau wie die meisten Menschen.

Aus der Wolle von Schafen werden Hüte, Pullis und andere „Mode“artikel hergestellt. Die Schafe, die für die Herstellung von Kleidung genutzt werden, müssen oft Schreckliches erleiden. Zum Beispiel werden die Arbeiter, die Schafe scheren – d.h. die ihnen die Wolle vom Körper entfernen – nach der Menge an Wolle bezahlt, die sie abschneiden. Deshalb arbeiten sie so schnell wie möglich, benutzen dabei aber scharfe Geräte – so werden viele Schafe schwer verletzt und erleiden teils klaffende Wunden.

  1. Nerze

Nerze lieben es zu schwimmen und können bis zu 15 Meter tief tauchen mit nur einem Atemzug! Aber Nerze, die auf Pelzfarmen gezüchtet werden, müssen in winzigen, dreckigen Käfigen leben, bis sie eines Tages ihres Felles wegen getötet werden. Sie dürfen niemals schwimmen und das verursacht bei den Tieren extremen Stress, da Schwimmen ihr natürliches Verhalten wäre.

(c) iStock
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  1. Kühe

Kühe sind sanfte Riesen – sie sind zwar sehr groß, aber unglaublich sanftmütig. Kühe sind neugierige, schlaue Tiere, die gerne Zeit mit ihren Artgenossen verbringen. Sie bauen komplexe Bindungen zueinander auf – so ähnlich wie Hunde in einem Rudel!

Kühe in der landwirtschaftlichen Tierhaltung leben allerdings unter beengten und dreckigen Bedingungen. Sie durchleiden schmerzhafte Prozeduren, z.B. das Brandmarken, Enthornen oder Schwanzkürzen – und all das, ohne Schmerzmittel. Dann werden sie auf Lastwägen zusammengepfercht und zum Schlachthaus gefahren, wo man sie kopfüber aufhängt und ihnen die Kehle durchschneidet, während sie noch bei vollem Bewusstsein sind.

  1. Kaninchen

Bestimmt denkst du jetzt: „Wie könnte es nur jemand übers Herz bringen, das Fell eines kleinen Häschens zu tragen?!“ Aber es ist die Wahrheit: Auch Kaninchen werden ihres Felles wegen getötet. Sie sind extrem soziale Tiere und knabbern gerne an kleinen Snacks wie Äpfeln oder grünem Gemüse. Wenn man ein Kaninchen aus dem Tierheim zu sich holt, entwickelt sich oft eine lebenslange enge Bindung zwischen Mensch und Kaninchen; man kann mit den Tieren mit Spielzeugen spielen und vielen lernen sogar, wie man auf ein Katzenklo geht.

Aber wenn Kaninchen gezüchtet werden, damit man an ihr Fell kommt, leiden sie schrecklich. Auf Angora-Farmen müssen die Tiere alleine in kleinen Käfigen leben. Auf manchen Farmen reißen die Mitarbeiter den Kaninchen das Fell alle drei Monate aus der empfindlichen Haut, damit aus den Haaren Pullover, Schals und andere Kleidungsstücke gemacht werden können. Die Kaninchen schreien oft vor Schmerzen, wenn ihnen das Fell herausgezogen wird.

Foto: (c) PETA
Foto: (c) PETA
  1. Füchse

Hast du schon mal beobachtet, wie sich diese eleganten Kreaturen durch euren Hinterhof schlichen? Wenn ja, dann findest du sicher auch, dass Füchse wunderschöne Tiere sind. Sie sind sehr intelligent und haben einen großen, buschigen Schwanz. Wenn der Mensch – ihr größter Feind – sie in Ruhe lässt, können Füchse in freier Wildbahn bis zu neun Jahre alt werden!

Auf Pelzfarmen werden Füchse aber leider in kleinen, dreckigen Drahtkäfigen gehalten – und zwar ihr ganzes Leben lang, bis sie schließlich ihres Felles wegen getötet werden. Viele Tiere werden auch mit Fallen eingefangen; diese zerschmettern oft die Beine der Tiere und die Füchse müssen dann unter großen Schmerzen auf den Tod warten oder darauf, dass der Fallenaufsteller kommt.

  1. Waschbären

In freier Natur werden Waschbären sieben Jahre alt oder sogar älter. Sie sind klug, tollen gerne herum, bauen Nester und haben ganz bestimmte Abläufe, um Futter und Unterschlupf zu finden. Waschbären können sogar planen und sich an Verstecke erinnern, in denen sie ihr Futter gelassen haben!

Waschbären werden, genau wie auch Füchse, von Menschen mit Hunden gejagt. Viele leiden auch stundenlang in Fallen, bevor sie getötet werden. Einige beißen sich aus lauter Verzweiflung dann sogar das Bein ab, um zu entkommen.

(c) iStockc-karlbarrett
(c) iStockc-karlbarrett
  1. Chinchillas

Ich weiß genau, was du jetzt denkst: „Das ist ja wohl der absolut süßeste Fellknäuel in der Geschichte des Universums.“ Das finden wir auch. Chinchillas sind scheue, sensible Tiere, die in freier Wildbahn bis zu 15 Jahre alt werden können. Chinchillas sind richtige „Plappermäuler“ und verbringen manchmal die ganze Nacht damit, sich über verschiedene Laute, wie Bellen, Zwitschern und Quietschen, miteinander zu „unterhalten“. Wie süüüüß!

Chinchillas sind vom Aussterben bedroht (das heißt, dass ihre gesamte Population vielleicht für immer verschwindet), weil der Mensch sie ihres Felles wegen tötet. Auf einer Pelzfarm in Midland, Michigan (USA) konnten Ermittler von PETA USA die Mitarbeiter der Farm dabei beobachten, wie sie lebenden Chinchillas Elektroschocks verabreichten und ihnen das Genick brachen.

12 beeindruckende Tiere. Foto: (c) iStock-c-Savushkin
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  1. Schlangen

Schlangen sind richtig coole Tiere! Sie können mit ihrer Zunge riechen und mit ihrem Bauch und ihrem Unterkiefer Vibrationen wahrnehmen – so wissen sie immer, was um sie herum gerade los ist.

Aber wie auch alle anderen Tiere in der Bekleidungsindustrie, leiden Schlangen schrecklich. Sie werden meist an einen Baum genagelt und man schneidet ihnen den Körper von einem Ende zum anderen auf, weil manche Menschen glauben, dass die Haut der Schlangen formbarer bleibt, wenn man sie bei lebendigem Leib häutet.

  1. Biber

Ja, ganz recht, wir meinen diese tollen Tiere mit den riesigen Vorderzähnen und dem Paddelschwanz. Biber sind extrem sanftmütige Tiere. Sie lieben ihre Familie und bleiben ihr Leben lang mit ihrem Partner und den Kindern verbunden.

Aber heutzutage laufen Biber ständig Gefahr, in Unterwasserfallen gefangen zu werden, was schrecklich schmerzhaft ist, nur damit sie und ihr Fell verkauft werden können. In vielen Fällen funktionieren die Fallen nicht so wie gedacht und töten das Tier nicht sofort; dann kann der Biber langsam ertrinken und bis zu 15 Minuten lang leiden, bis er schließlich stirbt.

(c) iStock_WLpixs
(c) iStock_WLpixs
  1. Robben

Robbenmütter und ihre Babys haben eine ganz enge Bindung zueinander. Sie erkennen sich am Geruch und an der Stimme. Weibliche Robben stillen ihre Babys ein paar Tage lang und gehen dann hinaus ins Meer, um nach Nahrung zu suchen. Ihre Kinder bleiben im Zeitraum dieser drei bis fünf Tage in einer „Kindergruppe“ oder an einem geschützten Ort. Wenn die Mütter zurückkommen, rufen sie alle mit einem bestimmten „Bellen“ und ihr Kind antwortet darauf.

Wenn Sattelrobben ein paar Wochen alt sind, verlieren sie ihr weißes Babyfell – und sobald das passiert, dürfen die Robbenjäger in Kanada die Tiere erschlagen und häuten und aus ihrem Fell Mäntel und Accessoires herstellen lassen.

(c) PETA
(c) PETA
  1. Bären

Kannst du dir vorstellen, einen Bären (oder irgendein anderes Tier) seines Felles wegen umzubringen? Das können wir auch nicht. Aber das britische Verteidigungsministerium fördert seit fast zweihundert Jahren das Abschlachten dieser Tiere in Kanada, damit aus ihrem Fell die Hüte der königlichen Garde hergestellt werden können. Würdest du gerne einen toten Bären auf dem Kopf tragen?! Nein danke!

Foto: (c) PETA
Foto: (c) PETA
  1. Hunde und Katzen

Das ist kein Witz – nicht einmal unsere flauschigen besten Freunde sind vor dem Leder- und Pelzhandel sicher. In China werden Millionen Hunde und Katzen auf grausame und schmerzvolle Weise getötet, damit aus ihrem Fell Pelzbesatz oder andere Produkte hergestellt werden können. Oft wird das Fell von Hunden und Katzen als das einer anderen Tierart ausgewiesen und dann hier bei uns verkauft.

 

Was Du tun kannst:

Du weißt jetzt eine ganze Menge über einige der Tiere, die ihres Felles oder ihrer Haut wegen umgebracht werden. Deshalb kannst DU jetzt dazu beitragen, dass diese Tierquälerei aufhört! Trage niemals Kleidung, die aus Tieren hergestellt wird und bitte auch all deine Freunde und deine Familie, das nicht zu tun.

 

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