Tierische Freunde!

So schlecht geht es Kampffischen als „Haustieren“

kampffische

Hast du schon einmal davon gehört, dass sich Menschen Fische halten, um sie gegeneinander kämpfen zu lassen? Manch einer denkt, das sei ein Spaß – ist es aber nicht! Deshalb hat PETA in der Kampffisch-Industrie in Thailand ein Video gedreht. Die Aufnahmen zeigen, dass Fische, die als „Haustiere“ verkauft werden sollen, grob vernachlässigt und schlecht behandelt werden. Viele Tiere müssen in winzigen Behältern mit so wenig Wasser leben, dass ihr Körper kaum damit bedeckt ist. Dabei brauchen Fische viel Wasser und die Freiheit, um artgerecht zu leben!

Kein Fisch gehört in ein Aquarium

Kampffische, die wir in Geschäften sehen, stammen normalerweise aus Zuchtfabriken in Südostasien. Ein Großteil von ihnen kommt aus Thailand. PETA Asien schickte deswegen einen Ermittler in die Fabriken – also jemanden, der all das mit eigenen Augen sieht. In jedem einzelnen Betrieb, den sich der Ermittler ansah, stieß er auf tote Fische. Viele starben in den Zuchtbecken, und die Mitarbeiter machten sich noch nicht einmal die Mühe, die Leichen herauszuholen.

Einer dieser Betriebe hielt zum Beispiel zehntausende Fische in kleinen, oft sehr dreckigen Flaschen. Mit diesen Fischen sollte eine Supermarktkette beliefert werden, die solche Kampffische verkauft. Kannst du dir so etwas vorstellen?

Kampffische – ausgebeutet und missverstanden

Kampffische werden in die ganze Welt verkauft. Für den Transport verpackt man sie häufig komplett ohne Nahrung – obwohl die Reise mehrere Tage lang dauern kann. Ein Mitarbeiter sagte dem Ermittler, man würde den Tieren ein Medikament verabreichen, das gegen Stress helfen soll – ein Beruhigungsmittel. Es wird in das Wasser der Fische geschüttet, damit diese vor Stress und Panik nicht ihren eigenen Schwanz anfressen!

Sehr viele Fische sterben auf den Transporten.

Kampffische – schön und faszinierend

Kampffische sind lebhafte, komplexe und wunderschöne Tiere mit ganz eigenen Bedürfnissen. Um gesund leben zu können, braucht ein solcher Fisch fast 10 Liter frisches, gefiltertes, fließendes Wasser. Männliche Kampffische sind übrigens sehr liebevolle Väter. Während der Brutpflege bewachen sie die Eier, aus denen ihre Kinder schlüpfen werden, so aufmerksam, dass sie oft tagelang keine Nahrung zu sich nehmen.

Siamesischer Kampffisch

Hilf den Kampffischen

Wenn Kampffische gekauft werden, geht das immer mit großem Tierleid einher. Bitte wünsche dir kein Tier, das unter solchen Bedingungen gezüchtet und transportiert wurde – Fische wollen in Freiheit leben! Erzähle Freunden und deiner Familie vom Leid der Kampffische und sprecht miteinander darüber, was man Gutes für Tiere tun kann. Solltet ihr euch als Familie dazu entscheiden, einem Tier ein großartiges Zuhause geben zu wollen, dann findet ihr sicherlich den passenden tierischen Begleiter in eurem Tierheim – denn dort warten viele Tiere auf eine neue Chance.