Tierische Freunde!

Reptilien

Bunt, schimmernd und irgendwie anders, als alle anderen Tiere – so sehen Reptilien aus: aber so faszinierend Reptilien auch sind – sie gehören nicht in einen Glaskasten, sondern in Freiheit. Viel zu viele von Ihnen führen ein langweiliges Leben in Unfreiheit, nur weil Menschen es toll finden, sie anzuschauen. Oftmals wissen sie zu wenig über die Tiere, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Wie geht es den Tieren wohl dabei?

Schlangen, Leguane und Geckos im Wohnzimmer – wie kommen sie dahin?

Hunde und Katzen können sich durch Mimik oder Laute verständlich machen. Bei Reptilien wissen wir in den wenigsten Situationen, ob es Schmerzen hat oder Angst empfindet. Unglücklicherweise werden Reptilien deshalb als pflegeleicht betrachtet. Aber das Gegenteil ist der Fall: Sie brauchen ganz besondere Pflege.
Schlangen und Echsen gewöhnen sich nicht, wie Hunde oder Katzen, an ein Leben nah beim Menschen. Oftmals versuchen Reptilien, an den Scheiben ihrer Terrarien (so nennt man ihren Käfig) hochzuklettern oder drücken dagegen. Manche Reptilien machen das den ganzen Tag. Durch das Eingesperrt sein entwickeln sie Verhaltensstörungen, so wie die Tiere in Zoos.
Schlangen, Echsen und andere Reptilien bleiben immer ‚wilde‘ Tiere. Ihre Verhaltensweisen und ihre Bedürfnisse sind noch immer so mit einem natürlichen Leben verbunden, dass sie sich niemals an die Gefangenschaft gewöhnen, geschweige denn sich in ihr wohlfühlen. So faszinierend diese Tiere auch sind – sie gehören nicht in einen Glaskasten, sondern in Freiheit. Denn ein Wildtier bleibt immer ein Wildtier – egal, ob es in Gefangenschaft geboren oder wild gefangen wurde.

Exotische Tiere wie Schlangen leiden stumm hinter Glaswänden. Foto: (c) PETA
Exotische Tiere wie Schlangen leiden stumm hinter Glaswänden. Foto: © PETA

Viele Reptilien, die man bei uns kaufen kann, stammen aus riesigen Zuchtfarmen in Südamerika oder wurden in der Natur gefangen. Bis sie in Deutschland ankommen, ist oft der größte Teil der sensiblen Reptilien schon auf dem Weg zu uns gestorben. Denn während der Reise rund um den Erdball bekommen sie kein Wasser und sind in winzige Kisten oder Boxen eingezwängt. Diese Tiere sind ohne Menschen aufgewachsen und werden deshalb ihr Leben lang immer Todesangst haben, wenn ein Mensch sie auch nur ansieht.
Verkauft werden Reptilien auf Reptilienbörsen, Reptilienmessen oder in Zootierhandlungen. Jeder Kauf eines Tieres ermutigt Händler, neue Tiere nach Deutschland bringen zu lassen und Züchter wieder neue Tiere zu züchten. Und das obwohl sehr viele Reptilien in Tierheimen abgegeben werden. Oftmals wissen die Menschen zu wenig über Reptilien wenn sie sie kaufen. Und wenn der süße Leguan auf einmal zwei Meter groß ist, wird er abgegeben oder schlimmer noch, ausgesetzt. Ein Tier kann sehr teuer werden und manche Menschen sind nicht bereit, für das Wohl ihres Tieres Geld auszugeben. Das mangelnde Wissen über die Tiere und ihre Bedürfnisse kann sogar zum Tod der Tiere führen, da sie durch die falsche Haltung oft sehr krank werden.

Was du tun kannst!

So faszinierend diese außergewöhnlichen Tiere auch sind – jeder Besuch bei ihnen unterstützt Menschen, die Geld an diesen armen Lebewesen verdienen. Also besuche keine Reptilienbörse, also eine Veranstaltung, bei dem massenweise dieser exotischen Tiere verkauft werden. Manche Klassen machen Ausflüge zu Reptilienshows. Wenn du weitere gute Gründe erfahren möchtest, um deinen Lehrern und Klassenkameraden davon abzuraten, dann lese weiter.

Wusstest du..?

Reptilien können für den Menschen sehr gefährlich werden. Reptilien, wie Schlangen oder Echsen, übertragen häufig Salmonellen. Das sind Bakterien, die Krankheiten verursachen können. Reptilien sollten also niemals in direkten Kontakt mit Menschen kommen. Aber auch allein durch ihr natürliches Verhalten können diese Tiere gefährlich sein. In Reptilienshows können die Zuschauer die Tiere meist anfassen oder Würgeschlangen werden Kindern um den Hals gehängt. Würgeschlangen haben ungeahnte Kräfte und können ein Kind schwer verletzen – sie heißen nicht umsonst „Würge-Schlangen“. Übrigens können auch ungiftige Schlangen und viele Echsen zubeißen und mit spitzen Zähnen schmerzhafte Wunden verursachen. Leguane peitschen mit dem Schwanz, wenn sie sich bedroht fühlen. Das lange und dünne Schwanzende kann dabei tief in die Haut schneiden. Und auch die niedlichen Schildkröten sind wehrhaft: mit ihrem Hornschnabel können sie ganze Finger abbeißen!

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