Tierische Freunde!

Max und Moritz – ein herrliches Schweineleben

Foto: (c) D. Gerlach

Schweine sind schlau, sensibel und wirklich toll! Die gängigen Vorurteile über sie stimmen nicht, das hast du bei PETAKids schon gelernt.

Ebenso wie Hunde und Katzen können sie unsere Freunde sein und eines ist sicher: Auf den Teller gehören sie nicht! Aber wie ist es wohl, wenn man Schweine bei sich Zuhause hat? Was man wohl alles mit ihnen erleben kann und was sie brauchen, um glücklich zu sein?

PETAKids hat für euch etwas Besonderes –  Dorothee berichtet über ihr Leben zusammen mit den Schweinen Max und Moritz:

„Alles begann im Sommer 2014. Mein Vater war mit meinen Schwestern in der Schweiz zu Besuch bei meinem Bruder. Er schickte mir ein Foto von Ferkeln, die dort auf einem Bauernhof lebten. Ich war sofort hin und weg und habe gescherzt, er solle zwei mitbringen. Natürlich hat das nicht geklappt, da niemand bei uns in der Familie Ahnung von Schweinen und ihren Bedürfnissen hatte. Zudem kommt kaum jemand auf die Idee, sich Schweine ins Haus zu holen.

Locker gelassen hat mich das aber nicht mehr, da wir einen bzw. zwei große getrennte Gärten haben und ich diesen tollen Tieren – zumindest zweien – ein schönes Zuhause bieten könnte. Wären da nicht meine Eltern, die sich so quer stellten … Ein Freund von mir arbeitet in der Landwirtschaft, er zeigte mir kurze Zeit später ein Foto. Darauf zu sehen: drei rosa Ferkel, zwei Männchen, ein Weibchen … Sofort habe ich mich in die beiden Männchen verliebt. Sie waren die letzten Schweine aus der Zucht vom Bauern und ich wusste nicht, wo sie sonst hinkommen würden. Welches Schicksal würde sie erwarten?

Foto: (c) D. Gerlach
Foto: (c) D. Gerlach

Letztendlich haben meine Eltern zugestimmt – in der Hoffnung, die Schweine bleiben so klein, wie sie sind … (HAHA) 🙂 Ich habe die Ferkelchen ein paar Tage später gemeinsam mit meiner Schwester bei dem Bekannten abgeholt und wurde zur Begrüßung direkt von Moritz in den Finger gebissen – freut mich auch, dich kennenzulernen!

Gekostet haben mich die beiden 400 Euro. Dazu noch Futter, Heu, Stall, Spielzeug, Tierarzt und vieles mehr. Daran habe ich zu Beginn auch gedacht, aber die Summe war dann insgesamt doch sehr hoch. Zudem brauchen Schweine viel Platz, sie machen vieles kaputt und essen VIEL. Dessen muss man sich immer bewusst sein! Bis heute habe ich es nicht bereut, die Schweine genommen zu haben. Wenn die beiden wüssten, wie gut sie es hier haben – im Gegensatz zu vielen ihrer Verwandten: Im Sommer Sonne satt (dann sind die beiden übrigens nicht mehr rosa, sondern rot), Heu zum Spielen, Matsch und Wasser zum Planschen, Rennen, Wühlen … Es macht mich glücklich, die Tiere so zu sehen. Die beiden essen alles, was sie essen dürfen, wobei Max (der Kleinere) ein Feinschmecker ist und vieles nicht mag, wofür sich andere Schweine boxen würden. 🙂

Foto: (c) D. Gerlach
Foto: (c) D. Gerlach

Die beiden Ferkel haben anfangs mit in meinem Bett geschlafen, um Vertrauen zu schaffen, was gar nicht mal so leicht war. Eines Tages begannen sie dann, ihre lustigen „Begrüßungsgrunzer“ zu machen – total süß! Manchmal schliefen sie im Hundekörbchen, da das Hundehaus noch nicht geliefert war; parallel haben wir einen isolierten Stall im Garten gebaut (war echt anstrengend!) und mit Heu ausgelegt. Als „Dankeschön“ haben die beiden dann mehrmals versucht, die Hütte abzureißen. Banausen!

Sie schlafen zumeist eng aneinandergekuschelt, aber die beiden mögen es nicht, wenn sich ihre Steckdosen (das sind die Nasen) dabei berühren.

Max & Moritz hören auch auf ihre Namen und spielen nicht nur mit dem jeweils anderen, sondern auch mit Menschen. Die beiden haben ein hoffentlich glückliches Leben, denn welches Schwein bekommt schon mehrmals in der Woche Bürstenmassagen, Trauben und Pfirsiche, Nüsse, Kekse, Streicheleinheiten etc.? 🙂

Foto: (c) D. Gerlach
Foto: (c) D. Gerlach

Ich bin stolz darauf, dass ich Max & Moritz ein leidvolles Leben ersparen kann, was so vielen Schweinen passiert. Wenn ich irgendwann im Leben einmal im Lotto gewinnen sollte, würde ich definitiv einen großen Lebenshof für viele Schweine eröffnen – und einen für Straßenhunde im Ausland.

Eure Dorothee mit Max & Moritz