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Giraffenbabys im Zoo? Nein, danke!

Giraffenbabys im Zoo? Nein, danke! Warum Tiere in die Freiheit gehören

Wusstest du, dass Giraffen die größten Lebewesen sind, die auf dem Land leben? Sie werden fünf bis sechs Meter lang. Wenn du im ersten Stockwerk eines Hauses wohnst, könnte eine Giraffe ihren Kopf einfach so durch dein Fenster stecken. Lustig, oder? Man kann sich also vorstellen, dass Giraffen ganz schön viel Platz brauchen. Doch leider werden sie immer noch im Zoo und Zirkuss gefangen gehalten.

Tierbabys im Zoo: alles andere als süß!

Ganz oft hört man in den Nachrichten, dass es in einem Zoo wieder ein neues Tierbaby gibt. Im Zoo in Kopenhagen (das ist die Hauptstadt von Dänemark) wurde zum Beispiel vor kurzem wieder ein Giraffenbaby geboren. Du denkst jetzt vermutlich: „Oh, wie süß!“ Auch wir finden Tierbabys total süß und könnten sie stundenlang beobachten. In Wahrheit sind Tierbabys aber genau aus diesem Grund wichtig für die Zoos: Denn die Zoos wissen, dass sie mit einem süßen Tierbaby Besucher zu sich locken können. Die Zoos sorgen also absichtlich für Nachwuchs, damit sie durch die Tierbabys mehr Geld verdienen können. Wenn die Tiere älter werden und die Besucher kein Interesse mehr an ihnen haben, werden sie häufig getötet. Aber auch Tiere, die im Zoo am Leben bleiben, müssen sehr leiden. Denn sie können dort traurigerweise nicht so leben, wie sie es eigentlich in der freien Natur würden.

So leben Giraffen in Freiheit

Giraffen leben eigentlich in der Savanne in Afrika. Die Savanne ist eine bestimmte Art von Landschaft, in der das Wetter ganz anders ist als bei uns: Dort ist es die meiste Zeit des Jahres sehr heiß und trocken. Das Besondere an der Savanne ist der Wechsel von Trockenzeit und Regenzeit. Wenn bei uns zum Beispiel Sommer ist, dann fängt es in der Savanne an, zu regnen. Das ist sehr wichtig für die Tiere, die dort leben. Sie haben sich zwar an das besondere Wetter – man spricht auch vom Klima – angepasst, aber Wasser ist für sie wichtig, um zu überleben. Der Boden der Savanne ist meist mit Sträuchern bedeckt und es gibt nur wenige Bäume. Neben Giraffen leben auch viele andere Tiere dort, so zum Beispiel Löwen, Elefanten, Zebras und Nilpferde.

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So leben Giraffen in Gefangenschaft

In Gefangenschaft sieht das Leben von Giraffen leider ganz anders aus. Am Tag werden sie in ein kleines Außengehege gesperrt. In der Natur streifen sie mit ihren Freunden auf einer Fläche von 120 Quadratkilometern herum – das ist größer als 168 Fußballfelder zusammen! Diese Fläche kann man den Giraffen in einem Zoo überhaupt nicht bieten. Nachts werden die Tiere dann in viel zu kleine Boxen gesteckt. Dabei sind Giraffen auch nachts aktiv und brauchen viel weniger Schlaf als wir Menschen. Pro Nacht schlafen sie meistens nur eine halbe Stunde, die restliche Zeit sind sie wach. Stellt euch mal vor, man würde euch zum Schlafen in ein winziges Zimmer einsperren, obwohl ihr hellwach seid. Ihr könntet euch die ganze Nacht kaum bewegen. Das ist doch wirklich ein schreckliches Gefühl, oder? All das führt dazu, dass die meisten Giraffen und auch andere Tiere in Gefangenschaft sehr krank werden.

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Unser Tipp für dich!

Um wild lebende und exotische Tiere zu sehen, muss man nicht in einen Zoo gehen. Es gibt viele Dokumentationsfilme, die dir tolle Bilder zeigen und dir viel über die Tiere erzählen. So bekommst du das Gefühl, den Tieren hautnah zu sein – näher, als du ihnen in einem Zoo jemals kommen könntest. Du siehst die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und bei ihren arttypischen Aktivitäten, also bei dem, was dir kein Zoo der Welt bieten könnte. Also: Sag nein zu Zoos und ja zu spannenden Tierdokumentationen!

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Was du tun kannst

Du siehst, es wird Zeit, dass auch wir verstehen, wie schlecht es den Tieren in Zoos geht und dass wir ihnen endlich helfen! Der erste wichtige Schritt: Besuche keinen Zoo! Wenn niemand mehr hingeht, werden die traurigen Zoos eines Tages für immer geschlossen werden.

Falls deine Klasse einen Ausflug in den Zoo plant, erzähle deinen Mitschülern und deinem Lehrer von dem, was du hier gelesen hast. Möchten sie trotzdem nicht darauf verzichten, Wildtiere live zu sehen, schlage ihnen vor, eine Auffangstation für Tiere zu besuchen. Im Schwarzwald und in Thüringen gibt es zum Beispiel Auffangstationen für Bären, die aus schlechter Haltung befreit wurden.

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