Tiere essen?

Der kleine Bär am Lebensbaum – Eine Geschichte von Katja Lührs

© Nadine Gabriel - nadinegabriel.de

Der kleine Bär am Lebensbaum

An diesem Sonntag lag die Mittagshitze schwer und ermüdend über den Wiesen und Feldern. Den kleinen Bären zog es in den schattenspendenden Wald zu seinem Lieblingsbaum, der ältesten und größten aller Eichen, um dort ein Nickerchen zu halten. Manche schätzten ihr Alter auf mehr als tausend Jahre. Der Stamm war über Jahrhunderte so mächtig gewachsen, dass nicht einmal drei ausgewachsene Bären in der Lage waren, ihn von Tatze zu Tatze ganz zu umfassen. Und einige Äste waren so stark, dass beinahe jeder von ihnen für einen ganzen Baum gehalten werden konnte. Viele Erzählungen der Tiere und der Menschen rankten sich um die Kräfte und die erhabene Schönheit dieses Baums, den sie den Lebensbaum nannten. Er war das Zuhause des kleinen Bären. Nur wenn es dann so richtig kalt wurde, verkroch er sich in seine Höhle und hielt seinen tiefen Winterschlaf, wie alle Bären. Aber kaum hatten sich Schnee und Kälte aus den Wiesen, Wäldern und Feldern zurückgezogen, machte er sich auf den Weg, um seinen Lieblingsbaum, der ihm so viel Kraft und obendrein noch beste Laune schenkte, zu besuchen.

Endlich stand er wieder vor ihm und sprach seinen Wunderbaum direkt an: „Was hast du doch für eine fantastische, prächtige, riesige, in allen Grüntönen schimmernde Baumkrone. Du bist für mich der König aller Wälder, die ich kenne, und das sind schon einige auf dieser großen weiten Welt. Für viele Menschen magst du ja leider nur Holz sein. Aber für mich und meine vielen Tierfreunde bist du das größte Geschenk und ein Wunderwerk der Natur. Ja, du bist der Mittelpunkt meines Lebens, meine Ruhestätte zum Dösen, Schlafen, Träumen – auch immer wieder in den lieben langen Tag hinein. Tatsächlich, oft träume ich sogar sehr liebevoll von dir! Fast alle Vögel in dieser Gegend und viele bunte Schmetterlinge besuchen dich täglich. Du, mein lieber Baum, verbindest den Himmel mit deiner wunderschönen Baumkrone mit der Erde. Wenn man dich wohlwollend wachsen lässt, wirst du älter als jeder Mensch oder alle Tiere jemals werden können. Auch meine Freundin, die Schildkröte Emma, kann dein erhabenes Alter nicht erreichen. Du brauchst keine Kleidung und zeigst deine Stärke und Standfestigkeit bei Sturm, Schnee und sonstigem Wind und Wetter. Das muss man sich erst einmal vorstellen! Und das fast seit Anbeginn der Welt! Noch lange, bevor wir Tiere oder gar der Mensch auf diese Erde kamen. Du, alle ihr Bäume, schenkt uns Sauerstoff, die Luft, die wir zum Atmen und zum Leben brauchen. Richtig, wenn ich so überlege, könnten wir ohne euch alle überhaupt nicht überleben.“

© Viviane Wagner

Dann hielt er andächtig inne und schwieg. Vorsichtig legte er seine Bärentatzen zusammen, verbeugte sich tief und dankte dem Baum für die vielen schönen Tage, die beide schon zusammen verbracht hatten. Leichtfüßig, fast wie mit kleinen Tanzschritten, hüpfte er dann zu ihm und umarmte seinen dicken, stellenweise mit Moos bedeckten Baumstamm innig. Natürlich nur so weit, wie seine viel zu kleinen Bärenarme reichten. So, als wollte er ihn nie wieder loslassen.

Ein wärmender Sonnenstrahl fand seinen Weg durch die vielen Äste und Blätter und malte helle Flecken auf seinen braunen, dichten Pelz. Wie schön ist es doch, den Baum zu umarmen – es ist, als ob alle Sorgen und die ganze Unrast des Tages von mir weichen. Ach, wie oft habe ich der alten Eiche schon diesen oder jenen Bärenkummer anvertraut und mich danach so leicht, locker und befreit gefühlt, waren seine innigen Gedanken. Plötzlich, wie ein wärmender Impuls, vielleicht eine Art Gedankenübertragung, konnte er wieder die ganze Kraft des Baumes spüren, es kribbelte von Kopf bis Fuß in seinem kleinen Bärenkörper. „Unbeschreiblich, juhu“, juchzte er laut. So lautstark, dass jedes Tier in seinem Umfeld einen riesigen Schreck bekam. Nun stellte der kleine Bär sich bildhaft vor, woher dieses schöne Gefühl, die Kraft kam, und er konnte nachempfinden, dass sein Freund, der Baum, das Regenwasser mit den unzähligen Enden seiner vielen Wurzeln fast mühelos aus dem Erdreich heraufholte, um es in seinen Adern, den vielen Ästen und Verzweigungen, in nahrhafte Säfte umzuwandeln. Nur so kann seine weitreichende Blätterkrone das Licht der Sonne in sich aufnehmen, um immer weiter dem Himmel entgegenzuwachsen.

„Ich bin klein, mein Herz ist rein und du bist mein“, summte er laut vor sich hin. „Millionen von Blättern, die du alle auf deinem Haupt trägst! Mein Baum, mein super Baum, mein supertoller Baum“, sprudelten die Worte aus seiner niedlichen Bärenschnauze. Er überlegte kurz, ob es noch eine Steigerung zu seiner Wortwahl „supertoll“ gab.

„Du hast mir bis zum heutigen Tag so viel Glück geschenkt“, summte und brummte er weiter. Du spendest mir im Sommer kühlen Schatten unter deinem grünen Blätterdach. Ganz besonders an einem heißen Sommertag wie heute ist es eine Freude und ein Genuss, unter deinen schützenden Ästen die Augen zu schließen und langsam, still und leise einzuschlummern. Und im Herbst spiele ich mit deinen unzähligen Blättern, werfe sie in die Luft und lasse sie mit dem Wind davonfliegen. Übrigens, ganz besonders gut schmecken mir und allen meinen Freunden im Wald deine Eicheln!

Aber das Umarmen ist doch das Allerschönste. Ich fühle mich dir dann so nah, als wären wir eins! Ja, mein fantastischer, wunderbarer Baum, ich habe dich so unglaublich lieb!

Deine Energie und Lebenskraft begleiten mich ständig und schenken mir viel Freude. Selbst wenn wir weit voneinander entfernt sind, denke ich an dich und kann dich sofort spüren und in meiner Vorstellung auch sehen. Gut, du bist ein Baum und ich ein Bär, aber uns verbindet die Kraft allen Lebens. Genau, wir beide sind ein Teil des Lebens auf dieser Erde und gehören zusammen. Wir alle sind ein Wunder der Natur. Ja, wir alle bestehen aus den Elementen des Sternenstaubs. Unglaublich, was für ein wunderschöner Gedanke. Wir sind alle aus Sternenstaub!“

© Josephine / Dreamfall

Noch ganz und gar verzückt in seiner Gedankenwelt versunken, kam der kleine Bär jetzt so richtig in Fahrt und wollte gerade noch vom unendlichen Universum, der Sonne, dem Mond und einigen Sternen berichten, und dass die Erde ja schließlich auch ein Stern ist. „Was für eine Riesenmenge Sternenstaub das wohl sein mag?“, überlegte er einen kurzen Augenblick angestrengt. „Dieser enorm schöne, glitzernde, funkelnde, sprühende Wunderstaub“, nahm er summend seinen Gedankengang wieder auf. Nun ja, unser kleiner Bär hatte eine blühende Fantasie, das musste man ihm schon lassen. Ups, was war das? Der kleine Bär hielt die Luft an. War das sein eigenes Schnaufen? Vielleicht der Wind in der Baumkrone, der leise flüsterte? Aber so tief und so unglaublich eindringlich?

„Autsch, aua, könntest du mich eventuell ein bisschen sanfter, liebevoller umarmen und deine Krallen nicht so tief in meiner Rinde verankern? Meine Borke ist zwar ganz schön dick und verträgt so einiges, aber glaube bloß nicht, dass sie tot ist! Wir sind auch Lebewesen auf der Erde. Nicht so wie ein Mensch oder ihr Tiere. Weißt du eigentlich, dass sich die Bäume und viele andere Pflanzen auch über weite Entfernungen miteinander verständigen können? Nicht wie bei den Menschen über Sprache, Körperhaltung oder Gesten. Oder wie bei dir, kleiner Bär, über dein Brummen und Summen oder über deine Körperhaltung. Wir Pflanzen und Bäume senden Botenstoffe, Duftstoffe zur Verständigung aus und können uns auch so gegenseitig warnen oder helfen. Wir nehmen das Licht, die Temperaturschwankungen ganz anders wahr und stellen uns schon frühzeitig darauf ein. Unser Wurzelwerk, auch die vielen Wurzelspitzen, berühren sich unter der Erde. Auch so können wir Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig mit Wasser und Nährstoffen helfen und versorgen. Unsere Freunde und Verbündete sind die Pilze. Pilze sind unsere Boten, denn über ihre weit verzweigten Netze aus feinen Pilzfäden leiten sie Informationen auch über weite Entfernungen weiter. Du kannst dir jetzt sicher vorstellen, wie sensibel die Natur ist. Und ich auch!

„Wie bitte, wer spricht denn da? Aber hallo, was ist denn hier los?“, brummte der Bär laut erschrocken und lief aufgeregt um die Eiche herum. „Hoppla! Au!“, denn schon riss es ihn zu Boden, weil er über eine Baumwurzel gestolpert war, die er vorher noch nie bemerkt hatte. Und das tat so richtig weh. – „Ja, du musst schon aufpassen und achtsam durch dein Leben gehen. Achtsam und wachsam, sonst kommst du noch selbst zu Schaden.“ – „Was, du sprichst ja mit mir, aber das ist doch unmöglich, ein Baum, der spricht!“ Oder ist es nur eine Übertragung von Gedanken, sozusagen eine „Gedankenübertragung“? Er blinzelte total aufgeregt in den wärmenden Sonnenstrahl, der immer noch durch die Zweige und Blätter blitzte. Kommen die Gedanken, die Stimme vom Himmel über dem Strahl der Sonne, fragte er sich und kratzte dabei ziemlich aufgeregt hinter seinem rechten Ohr.

– „Mannomann! Das tut mir aber leid, ich wollte dir nicht wehtun! Holalahütihaho, du bist es doch mein supertoller, lieber Baum! Ich kann mit dir kommunizieren! Kneif mich, ich glaube es nicht! Ich dachte mir schon immer, dass du mich spüren und meine Gedanken lesen kannst. Aber dass du mich so dolle wahrnimmst, das hätte ich dann doch nicht vermutet.“ – „Siehst du, so kann man sich täuschen! Aber irren, so heißt es ja im Volksmund, ist menschlich! Oder tierisch, vielleicht sogar bärisch. Glaube mir, es ist mir eine große Ehre, und ich freue mich jeden Tag riesig, dass du mich besuchst, denn ich warte immer schon auf dich!“

Aufgeregt hüpfte der kleine Bär von einem Bein aufs andere. Hatte er sich vielleicht doch getäuscht? Er horchte in sich hinein: – „Na klar, jetzt spinnst du schon auf deine alten Tage Bauklötze vor dich hin und bildest dir ein, dass die alte Eiche mit dir spricht!“ – „Mmmm, so alt bist du doch noch gar nicht, ich aber bin schon über 1.000 Jahre alt!“ – Dem kleinen Bären kullerten vor lauter Freude einige Tränen aus den Augen. „Ich wusste es, mein Lieblingsbaum“, der kleine Bär wurde ganz aufgeregt und laut. „Denn auch in meinen Träumen habe ich mich immer mit dir ausgetauscht und verständigt und mit dir so manches Lied gebrummt!“

© Anne Duchêne

„Nicht so laut“, flüsterte es wieder wie ein tiefer Windzug. „Du weckst ja noch den ganzen Wald auf.“ Ein paar Minuten vergingen mit Schweigen, man hörte nur das zarte Rauschen der Blätter und die Schnappatmung des kleinen Bären.

– „Hallo Eiche, du bist es wirklich? Und ich spinne nicht“, versuchte der kleine Bär den Gedankenfaden wieder aufzugreifen. Er runzelte dabei seine Stirn so stark, wie er sie in seinem jungen Leben noch nie gerunzelt hatte. Sein Blick wurde ganz starr vor Staunen, und er schnaufte noch etwas schneller und lauter. – „Nein, du spinnst überhaupt nicht, du bist etwas ganz Besonderes! Sehr oft schon, wenn du im Gras auf meinen Wurzeln lagst, habe ich im Traum mit dir gesprochen. Aber wenn du aufgewacht bist, glaubte ich oft, du hast alles wieder vergessen. Aber so ist es und war es nicht. Heute ist der Tag der Tage für uns zwei, und Gott sei Dank nimmst du mich jetzt auch in deinen Tagträumen wahr. Jipeeeee, wie du auch immer brummst, es hat heute geklappt! Wir sollten das unbedingt feiern!“

– „Jetzt möchte ich dir auch ein Kompliment machen. Du bist so stark und so groß, und für mich bist du mein Zuhause und der schönste Baum auf der ganzen Welt! Und ich verspreche dir, ich werde meine Tatzen achtsam und sanft auf deine Rinde legen. Mein großes Ehrenwort!“

– „Wetzt und schärfst du von nun an deine Krallen nur noch an den alten Stämmen, die abgeschnitten im Wald rumliegen, und nicht mehr an einem lebenden Baum?“

– „Ja! Einmal um die Welt herum, mein Ehrenwort und versprochen!“

– „1.000 und 1 Dank, mein Kleiner! Übrigens, die toten Wurzeln, Stämme und dicken Äste, das waren auch einmal sehr gute Freunde von mir!“

– „Wirklich?“, brummte der Bär erstaunt, und seine Augen wurden noch größer. Er schnupperte, als müsste er jeden Moment nießen. „Daran habe ich ja überhaupt noch nicht gedacht!“

– „Wir, viele von uns, kennen uns schon viele Jahrzehnte und einige auch mehrere hundert Jahre lang. Manchmal wünsche ich mir, ein Mensch oder ein Tier zu sein, damit ich jederzeit in einer brenzligen Situation auf und davon laufen kann.“

– „Aber du stehst doch supergut da, und das schon über tausend Jahre, wie du selber sagst! Ist das nichts? Das ist doch toll, so ein langes Leben auch leben zu dürfen.“

– „Da hast du schon recht, und ich möchte nicht undankbar sein. Aber es gibt Tage und Wochen, vor allem in der Winterzeit, da bin ich oft sehr, sehr traurig, dass es viele meiner alten Freunde nicht mehr gibt! Sie alle fehlen mir so sehr! Auch habe ich immer wieder Angst, wenn Menschen in den Wald kommen. Besonders, wenn sie ihre schrille, laut klingende Motorsäge dabei haben. Dann fängt mein ganzer Stamm, alle Äste, Zweige und Blätter zu zittern an, und ich kann mich noch Tage und Wochen später nicht so richtig beruhigen. Ja, ich liebe das Leben, mein Leben, und alle die anderen Bäume tun das auch!“

Blitzschnell machte der Bär ein, zwei Schritte und schon hing er wieder, nur diesmal viel zärtlicher an dem dicken Stamm der alten Eiche und umarmte sie, so kräftig wie er nur konnte, mit allen vier Tatzen. – „Ist das schön“, brummte er. Und es war das schönste Brummen, das man je von ihm gehört hatte, denn es klang wie das Summen der Bienen, die von einer Blüte zur anderen ziehen. Er schnüffelte an der Rinde, und für ihn roch sie wie der beste Honig, dessen Duft er jemals in der Nase hatte.

– „Warum tut der Mensch dir, mein lieber Baum, und allen anderen Bäumen das an? Die vielen Bäume im Wald und auf den Wiesen tragen so viele unterschiedliche Nüsse, Samen, Beeren und Obst. Sie müssten euch, allen Bäumen, sehr dankbar sein! Viele Bäume ernähren die Menschen, aber auch uns Tiere! Ihr spendet uns Schatten, frische Luft, die wir alle atmen! Ohne euch können wir alle auf dieser Erde nicht mehr leben!“

– „Das ist alles richtig, und du bist sehr klug! Dann ist doch sehr viel bei dir in deinem Bärenköpfchen hängen geblieben, wenn ich mich mit dir in deinen Träumen verständigt habe.“

© Nadine Gabriel – nadinegabriel.de

Seit vielen Jahren schon leben wir hier friedlich zusammen, und es ist mir immer eine große Ehre und Freude gewesen, dich beschützen zu dürfen, wenn du zwischen meinen Wurzeln geschlafen hast. Aber viele Menschen haben für uns, die Natur, das Reich der Pflanzen und Tiere einfach nicht das liebevolle Herz, das Mitgefühl, um zu erkennen, das alles zu bewahren, zu schützen, wie einen kostbaren Schatz. Wir haben nur eine kostbare Erde, diesen wunderbaren Planeten, auf dem wir leben dürfen. Wir sind nur vorübergehende Gäste, und wie ein Gast sollten wir sehr, sehr behutsam mit Mutter Natur umgehen und sie hegen und pflegen!“ Die Übermittlung, der tiefe sanfte Hauch des Baumes wurde in diesem Augenblick ganz leise und klang sehr traurig.

Wie kann ich dir helfen, dachte der kleine Bär. Und ohne, dass auch nur ein Wort gefallen war, hatte die Eiche es sofort verstanden. – „Siehst du, wir können uns ohne Worte oder Laute gut verstehen. Wir können das mal über mehrere Kilometer hinweg versuchen. Übung macht den Meister. Aber jetzt mach dir keine Gedanken mehr und lass uns einfach unsere Zweisamkeit in diesem Augenblick, im Hier und Jetzt genießen.“ – „Ja, und das können wir an jedem Ort, in jeder Sekunde, Minute, zu jeder Stunde, an jedem Tag, tagelang, auch in der Nacht, und ich hoffe, bis in alle Ewigkeit.“

– „Schon gut, ich habe dich verstanden“, lachte die kluge, alte Eiche, und so hörte unser Bär zum ersten Mal in seinem Leben einen Baum herzhaft lachen!

Dieses herzhafte, tiefe und liebevolle Lachen war für sein Bärenherz das größte Geschenk, das er in seinem Leben bekommen hatte.

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Über die Künstlerin: Viviane Wagner

Mein Name ist Viviane Wagner, geboren 1992 in Frechen bei Köln. Neben meinem Masterstudium der Kunstgeschichte, zeichne, male und illustriere ich. Gelernt habe ich bei meiner Mutter und Großmutter, beide professionelle Künstlerinnen – meine Mutter mit dem Fokus auf Tiermalerei (Meisterschülerin an der Düsseldorfer Akademie, Schülerin von Manfred Schatz). Bei meinen Illustrationen sind zumeist Tiere die Protagonisten, wobei es mir am Herzen liegt, dass meine Figuren einen eigenen Charakter übermitteln.

Meine Mutter hat sich lange als private Pflegestelle für Kleintiere engagiert, sodass ich mit Tieren aufgewachsen bin. Als Einzelkind waren und sind sie meine „kleinen Geschwister“. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter, seine Seele. Ich wünsche mir, dass wir Menschen diese Seele in allen Tieren sehen, in Hunden und Katzen – unseren Haustieren –, aber auch in Nutz- und Wildtieren, wie Schweinen oder Tauben. Wir sind verantwortlich für unsere Umwelt und unsere Mit-Geschöpfe. Ich wünsche mir, dass Geschichten und Bilder Kinder sensibilisieren, sodass sie Tieren und Natur mit Liebe und Respekt in ihren Leben begegnen.

 

Über die Künstlerin: Josephine/Dreamfall

Hallo, ich bin Josi und wurde am vierten April 1993 geboren. Aktuell lebe ich im grünen Herz Deutschlands, genauer im schönen Eisenach. Schon mein ganzes Leben liebe ich das Zeichnen. Für mich ist es eine Möglichkeit, mich auszudrücken und sowohl fröhliche, bunte Bilder als auch solche mit einer tieferen persönlichen Bedeutung mit Anderen zu teilen. Am liebsten zeichne ich dabei Tiere in allen Formen und Farben. Allgemein haben Tiere in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt – aktuell lebe ich mit zwei wundervollen Hunden zusammen, die mir unglaublich viel Freude und Glück bereiten. Es bedeutet mir viel, meinen Teil zu dem Buchprojekt „Der kleine Bär und seine Freunde“ beitragen zu können. Meiner Meinung nach ist es unendlich wichtig, schon Kindern die Augen für unsere Umwelt zu öffnen. Das schließt für mich alles ein, die Menschen, Tiere und die Natur.

Natur- und Tierschutz sind in meinen Augen das Wichtigste überhaupt. Unsere Erde ist wundervoll und hat uns so viel Schönheit und Zauber zu bieten – wenn das nicht absolut schützenswert ist, was dann? Allgemein bin ich fest davon überzeugt, dass Tierschutz dringend ein viel größeres Thema werden muss. Es sind Lebewesen, und wie du und ich empfinden sie Schmerz, Angst und Trauer, aber auch Freude, Glück und Liebe. Sie haben es mehr als verdient, von uns auch entsprechend behandelt zu werden. Schon als kleines Kind war mir das bewusst, wozu nicht zuletzt auch meine Eltern ihren Teil beigetragen haben, und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar.

 

Über die Künstlerin: Anne Duchêne

Mein Name ist Anne Duchêne. Ich bin 1978 im Saarland geboren. Heute lebe ich in München in einem alternativen Wohnprojekt mit 14 anderen Menschen und einem Kater. Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren. Von Beruf bin ich Krankenschwester mit Erfahrungen im Bereich der Wohnungslosenhilfe und Geflüchteten- Erstaufnahme. Aktuell arbeite ich mit viel Freude in einem Hospiz in München.

Respekt zu haben vor allen Lebewesen, sollte grundsätzlich eine Haltung aller Menschen sein, gemäß den Worten Buddha‘s: „ Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle und töte nicht!“ PETA ist eine Tierschutzorganisation, die sich für die Rechte aller Tiere einsetzt und mir ist es eine Freude diese zu unterstützen.

 

Über die Künstlerin: Nadine Gabriel – nadinegabriel.de

Ich bin Nadine Gabriel und wurde 1979 in Solingen geboren. Als freischaffende Künstlerin arbeite ich in meiner Heimatstadt und für die Wuppertaler Bühnen hauptberuflich als Theatermalerin. Seit rund zwanzig Jahren stelle ich meine Bilder aus, seit über zehn Jahren vor allem surrealistische, farbenfrohe Bilder von Tieren. Tiere und die Natur sind in meiner Malerei ein Hauptthema und ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben. Es war immer mein großer Wunsch mich über meine Bilder hierfür einsetzen zu können. Es macht mich deshalb sehr glücklich, bei einem Projekt von Peta als Illustratorin dabei sein zu dürfen.

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