

Tiere im Zirkus sind nicht dort, weil sie es sich schon immer gewünscht haben.
Sie führen auch nicht Tricks vor, weil es ihnen Spaß macht.
Trainer benutzen oft enge Halsbänder und Maulkörbe, um die Tiere unter Kontrolle zu halten. Mit Peitschen, Elektroschocker und Stangen mit spitzen Haken werden sie gezwungen.
Wenn du die Tiere in der Wildnis sehen könntest, würdest du dort keine finden, die Fahrrad fahren, durch brennende Reifen springen, einen Kopfstand machen, auf den Hinterbeinen aufgerichtet herumlaufen oder Bälle auf der Nase jonglieren!
Du würdest sie sehen, wie sie herumstreifen, nach Futter suchen oder jagen und in enger Verbindung mit ihrer Familie oder Herde leben.
Tiere im Zirkus werden auf LKWs durch das ganze Land geschleift. Wenn sie nicht gerade für eine Vorstellung auftreten müssen, sitzen die Raubkatzen, Bären und andere Tiere in winzigen, vergitterten Käfigen.
Viele Elefanten verbringen etwa 20 Stunden pro Tag in Ketten und sind nur während der Vorführung nicht angekettet.
In der Wildnis jedoch laufen Elefanten zwischen 40 und 70 Kilometer am Tag, spielen in Schlammgruben, schwimmen in Wasserlöchern und unterhalten sich mit ihrer Familie und mit Freunden.
Wusstest du, dass Elefantentöchter ihr ganzes Leben lang bei ihrer Mutter bleiben? Männliche Elefanten sind zwar etwas unabhängiger, aber auch sie bleiben bei ihrer Mutter, bis sie etwa 15 Jahre alt sind.
Zirkusse entreißen die Elefanten ihren Familien, wenn sie noch klein sind.
Zoos behaupten, man bei ihnen was über Tiere lernen.
Also wirklich!
Das einzige, was man im Zoo über Tiere lernt:
dass es OK ist, wenn man sie ihren Familien und dem Zuhause in der Wildnis wegnimmt und ihnen alles vorenthält, was natürlich für sie wäre. Auch in Gefangenschaft geborene Tiere, behalten ihre natürlichen Bedürfnisse, wie Jagdverhalten, Bewegungsdrang.
Wenn du je in einem Zoo warst, weißt du ja, wovon wir reden.
Tiere in Zoos langweilen sich und leiden unter Stress und ihrer Gefangenschaft. Oft werden sie verhaltensgestört. Man nennt das eine 'Zoochose'.
Tiere, die an Zoochose leiden, laufen ständig vor und zurück, hin und her, schwingen von Seite zu Seite, werfen mit Fäkalien um sich, lecken immer wieder an den Käfigstangen oder putzen sich übermäßig, bis sie kahle Stellen in ihrem Fell bekommen.
Manche Menschen denken, Zoos würden helfen, gefährdete Arten zu erhalten.
Falsch!
Gefährdete Tiere werden in Zoos nicht darauf vorbereitet, wieder ausgewildert zu werden.
Zoos züchten auch kaum gefährdeten Arten, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Zoos wissen ganz genau, dass jeder Tierbabies liebt – na klar, wer könnte denen auch widerstehen? Also züchten sie Tiere, damit sie immer neue Tierbabies haben, die die Besucher anziehen und viele Eintrittsgelder.
Haben Zoos zu viele Tiere oder werden die Tiere uninteressant, werden sie verkauft oder getötet. Es gibt mittlerweile nicht mehr genügend Platz für all die neugeborenen Tiere.