

Wie jede Mutter, möchte ich meine Kinder zu starken, selbstbewussten und mitfühlenden Menschen erziehen. Sie sollen verstehen, dass unsere Entscheidungen großen Einfluss auf andere haben können und wir darauf Acht geben müssen, wehrlosen Geschöpfen nicht zu schaden bzw. niemanden zu unterstützen, der so etwas tut. Genau wie wir niemals unsere Hündin Jenny schlagen oder anschreien würden, wollen wir keine Tierquälerei unterstützen, indem wir in den Zirkus gehen.
Wenn mich andere Mütter fragen, sage ich ihnen Folgendes:
Selbst wenn es das Publikum nicht sehen kann, wissen wir, dass Elefanten ihr Leben lang gefesselt sind, von Pflegern zum Beweis ihrer Dominanz geschlagen sowie von ihren Familien getrennt werden. Tiere im Zirkus können über keinen Aspekt ihres Lebens selbst bestimmen. Sie werden in schäbigen Käfigen gehalten und ständig auf LKWs durch die Lande transportiert.
Wie die Tiere im Zirkus, sind auch Kinder vollkommen abhängig von ihren Betreuern. Wenn sie sehen, wie Tiere gedemütigt und gezwungen werden, ihrer Natur widersprechende Dinge zu tun, wird ihnen damit klar vermittelt, dass es völlig akzeptabel ist, Schwächere zu unterdrücken.
Was wirklich zählt ist, mit Eltern und Geschwistern Spaß zu haben - und es gibt so viele Möglichkeiten, die lustig und human zugleich sind. Kleinkinder mögen gerne Kaspertheater und ähnliche Vorstellungen, während meine Kinder im Schulalter sehr gern Wissenschafts- und Kunstmuseen oder Fußballspiele besuchen. Selbst ein einfacher Spieleabend zu Hause ist ein wunderbares Erlebnis.
Man kann ehrenamtlich im Tierheim oder auf Gnadenhöfen arbeiten oder sich Dokumentationen über Wildtiere in ihren Heimatländern ansehen. Unter Elephants.com kann man - mittels Live Video - Elefanten beobachten, die nach ihrer Rettung aus Zirkussen und Zoos nun in großen Auffangstationen leben.