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Seit der Fußball-WM ist Paul, der Tintenfisch, überall bekannt.

Er lebt im Sea Life Aquarium in Oberhausen und hat als Orakel nicht nur alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch den Ausgang des Endspiels richtig vorhergesagt.
Einige Fußball Fans forderten, dass Paul in einer Restaurantküche frittiert werden soll.
PETA forderte, dass Paul die Freiheit geschenkt wird und er zurück ins Meer gebracht wird.
Am besten in einen Nationalpark in Südfrankreich, wo Fischerei verboten ist. Dort könnte Paul endlich ein Leben in Freiheit genießen.

Schauen wir uns Paul mal genauer an:

Tintenfische gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere.
Es gab sie schon vor einer halben Milliarde Jahren.

Binyamin Hochner, ein Neurowissenschaftler an der Universität Jerusalem, erzählt über die erstaunliche Intelligenz der Tintenfische: "Vor allem die für die Erinnerung und die Lernfähigkeit verantwortlichen Gehirnregionen des Oktopus sind mit denen von Wirbeltieren völlig vergleichbar."
Ein Oktopus ist ein Tintenfisch.

Tintenfische haben ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis, nutzen Werkzeuge, lernen durch Beobachtung und empfinden ausgeprägt Schmerzen.

Sie verändern immer wieder ihre Hautmuster. Dies nutzen sie nicht nur zur Tarnung, sondern auch als Mittel zur Verständigung – damit drücken sie Interessen und Stimmungen aus.
Mal tarnen sie sich als kleines Korallenriff, mal als treibende Kokosnuss.

Laut Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke erkennen die Tiere eine Person eindeutig (und mögen sie oder auch nicht).
Sie haben messbare, persönliche Macken und Charaktere (etwa verspielt oder träge).
Sie können eindeutig wie Kinder Langeweile äußern und Faxen machen (z.B. Tinte auf den Schreibtisch spritzen, wenn sie finden, dass man nicht mehr lesen, sondern mit ihnen spielen soll).
Sie sind klar messbar verschieden intelligent (brauchen verschieden lang, um Aufgaben zu lösen) und können sogar verrückt werden (sich in eine Ecke verkriechen und nur noch Murx bauen).

Paul im Aquarium (Bild: http://www.voanews.com)

Paul im Aquarium (Bild: http://www.voanews.com)

Wenn Paul wieder im Meer leben würde, könnte er in Ruhe ein Nickerchen machen und träumen, ohne dass er von Besuchern, die ans Aquarium klopfen, gestört wird.
Er könnte sich ein 'Haus' bauen und es dekorieren, wie das bei Tintenfischen üblich ist.
Tintenfische wie Paul halten ihr Heim sauber und dekorieren ständig um. Sie bauen kleine Mäuerchen um den Eingang und beseitigen Abfall.
Dazu benutzen sie Werkzeuge wie abgestorbene Korallenbruchstücke.

Es wurden schon Tintenfische beobachtet, die an Bord von Fischerbooten kletterten, die Ladeklappe öffneten und sich an ‚Leckereien‘ zu schaffen machten.

Tierschützer auf der ganzen Welt fordern schon seit langem den Schutz der Tintenfische.

'Pauls' werden gefangen, um als frittierte Calamari gegessen zu werden oder sie verbringen in Versuchslaboren ein trauriges Leben oder auch in kleinen Aquarien.

Tintenfische dürfen in vielen Ländern am lebendigen Körper für Versuche zerschnitten werden, ohne dass das Labor eine Genehmigung dafür beantragen müsste.

Na, wie denkst du über Paul und seine Artgenossen?
Sollten sie in Aquarien eingesperrt leben müssen oder als Calamari auf dem Teller landen?
Hast du schon mal im Urlaub beim Schnorcheln einen Tintenfisch gesehen?

Schreib uns eine Mail an info@peta.de

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