

Das sagen Befürworter von Tierversuchen
Diese Sätze hast du sicherlich schon gehört: 'Tierversuche müssen sein',
'Ohne Tierversuche müssen Menschen sterben'
oder 'Ohne Tierversuche gibt es keine Medikamente.'?
Menschen, die Tierversuche durchführen, sagen, wenn man Tierversuche macht und danach irgendwann ein Medikament für Menschen findet, dann beweist das, dass Tierversuche nützlich und nötig sind.
Sie sagen, dass tierversuchsfreie Methoden Tierversuche nicht ersetzen können. 'Wenn man wissen will, wie der Blutkreislauf oder das Immunsystem funktionieren, dann braucht man ein ganzes lebendes Wesen.'
'Tierversuche sind keine Tierquälerei, denn sie sind gesetzlich erlaubt.'
Laut Tierschutzgesetz dürfen Menschen Tieren jedes erdenkliche Leid zufügen, wenn sie dafür einen 'vernünftigen Grund' nennen können. Und wenn Menschen forschen wollen, dann ist das für sie ein vernünftiger Grund.

Das sagen Gegner von Tierversuchen
Wenn alle sehen würden, wie grausam Tierversuche sind, wie wenig sie bringen, wie viel Schaden sie anrichten und wie viel Geld sie kosten, dann würden die meisten Menschen sofort ihre Abschaffung fordern.
Tierversuchsgegner sind der Ansicht, dass Tierversuche bei Menschen und Tieren großen Schaden anrichten. Sie sind davon überzeugt, dass die Abschaffung der Tierversuche unsere Medizin sehr viel besser machen würde.
Tierversuchsfreie Methoden, also Computer, Zellkulturen oder chemische und andere Methoden können viele Vorgänge, die in lebenden Wesen ablaufen, zeigen. Dabei ist ihr großer Vorteil, dass sie mit Körperteilen und Vorgängen von genau den Lebewesen arbeiten, über die sie etwas herausfinden sollen, nämlich über die Menschen.
Kein Wissenschaftler konnte jemals beweisen, dass Tierversuchsforschung besser ist, als tierversuchsfreie Forschung, und dass es ohne Tierversuche keine Medizin mehr gibt. Es gibt aber Untersuchungen, die bewiesen haben, dass Tierversuche einerseits extrem wenig Nutzen bringen und andererseits Menschen gefährden und schädigen können.
So wurde zum Beispiel ein Medikament, es heißt TGN 1412, ausführlich an Tieren getestet und gut vertragen. Danach gab man es Menschen und die wurden schwer krank und wären fast gestorben. Und das, obwohl die Wissenschaftler vorher Affen 500 mal soviel TGN 1412 gegeben und die Tiere es gut vertragen hatten!
Bei Tierversuchen hat man es zwar mit einem lebenden Wesen zu tun, allerdings ist dieses Lebewesen kein Mensch, sondern ein Tier. Es ist anders aufgebaut als ein Mensch. Und es reagiert häufig anders als ein Mensch.
Ein Tier kann dem Wissenschaftler auch nicht sagen, was es empfindet, zum Beispiel ob es Kopfschmerzen hat oder ihm schwindelig ist.
Wenn jemand behauptet, dass Tierversuche besser sind, als die tierversuchsfreien Methoden, dann sollte er es beweisen können. Denn schließlich bedeuten Tierversuche eine große Quälerei.
Trotzdem muss jeder Deutsche Steuern für Tierversuche zahlen.
Weil es viele solche Beispiele gibt, sind eine Menge Menschen, auch viele Ärzte und Wissenschaftler, davon überzeugt, dass die Medizin heute bereits viel besser wäre, wenn man nicht angefangen hätte, an Tieren zu experimentieren.
Leider ist bis jetzt nämlich nur ein Drittel aller Krankheiten heilbar.
Einem Tier, welches Qualen erleidet, ist es vollkommen egal, ob es gesetzlich erlaubt ist oder nicht. Das Tierschutzgesetz wurde von Menschen gemacht. Es liegt nahe, dass Menschen eher Gesetze zu ihrem eigenen Vorteil machen, als zum Schutz von Tieren, die sich ja nicht beschweren können.
Sicher hast du schon einmal gehört, dass Gesetze früher erlaubten, dass man so genannte 'Hexen' furchtbar folterte und schließlich auf einem Scheiterhaufen verbrannte. Diese 'Hexen' waren Frauen, die manchen Leuten verdächtig vorkamen, weil sie sich zum Beispiel mit Heilkräutern auskannten.
Man durfte früher auch Menschen bestimmter Herkunft als so genannte 'Sklaven' halten und quälen.
Meinst Du, dass ein Mensch, dem Schmerzen zufügt werden, deshalb keine Qual empfindet, weil sein Peiniger sich auf die Gesetze berufen kann?
Quellennachweis:
Viele Infos wurden für dieses Feature von 'Ärzte gegen Tierversuche e.V.' bereitgestellt. Weitere Infos findest du unter Harry-Hilft-Tieren.