
![]() | In Deutschland werden jährlich etwa 300.000 Tiere in Tierheimen abgegeben. |
![]() | Hallo, |
Meine Mutter suchte ursprünglich einen Schäferhund-Mix, daraus wurde Milli. Unsere Milli ist ein Mix aus Allem. Man dachte damals Milli sei ein gesunder Hund, dies war aber nicht so. Milli hatte alles an Mittelmeerkrankheiten, die es gab. Die ersten Tage bekamen wir sie nicht zum Laufen. Sie hatte Durchfall mit Blut und vieles mehr - heute ist unsere Milli kerngesund. In der Zwischenzeit lebt noch ein Mix-Rüde, Onyx, bei uns, der auch aus dem Tierheim kommt. Ich würde mich, wenn ich später auch mal ein Hund haben möchte oder auch ein anderes Tier, trotz aller Schwierigkeiten immer wieder so entscheiden. Meine mutter sowieso ... wir haben alle Tiere aus Tierheimen oder von Organisationen.
Liebe Grüße, eure Sophia
Kira – ein Leben voll Angst und Unsicherheit
Kira ist eine ca. 7-jährige Schäfer-Husky-Mix Hündin aus Kroatien. Sie lebte die meiste Zeit ihres Lebens auf der Straße und einige Zeit in einem völlig überfüllten Tierheim in Zagreb. Dort war sie mit sehr vielen anderen Hunden in einem völlig überfüllten Zwinger. Sie bekam selten was zu essen ab, da sie sich aus Angst vor den anderen Hunden immer sehr zurückzog. Doch der Tierheimaufenthalt war mit Sicherheit nicht das Schlimmste, was ihr im Leben passiert ist. Was ihr alles widerfahren ist, weiß niemand so genau. Aber die vielen Narben an ihren Beinen und ihre unglaublich große Angst vor Allem zeigen, dass sie Schreckliches erlebt haben muss. Doch Kira hatte großes Glück und konnte nach Deutschland in ein Tierheim reisen. Dort entdeckte ich sie. Sie saß zusammengekauert in einer Hütte und eigentlich sah ich nur ihre riesigen, angsterfüllten Augen, die herausschauten. Ich habe mich für sie entschieden! Die ersten Tage waren furchtbar für Kira, die überhaupt nichts kannte. Weder Wohnung und Haushaltsgegenstände noch Geräusche oder gar gestreichelt zu werden. Sie ließ es über sich ergehen, angefasst zu werden. Aber in ihren Augen konnte man sehen, dass sie es einfach nur schrecklich fand, ja sogar Todesangst hatte.
Sie kannte keine Treppen, also trug ich sie das erste Mal hinunter. Die Folge war, dass sie vor Angst auf meinem Arm schrie als ob ich sie umbringen wollte und ihre Blase sich entleerte. Nach einigen Tagen war sie soweit, dass sie sich zumindest etwas entspannen konnte, wenn sie alleine in einem Zimmer war. Sie schlief sehr viel. Gassi gehen war eine Katastrophe. Sie kroch fast auf dem Bauch, soweit drückte sie sich auf den Boden beim Laufen.
Nach einigen Tagen schien sie sich ein kleines bisschen wohler zu fühlen. Sie ließ sich nun ohne Angst anfassen und konnte sogar ohne Leine laufen, wodurch sie sich viel sicherer fühlte als angeleint. Sie hörte gut auf mich und baute dann sehr schnell eine Bindung zu mir auf.
Inzwischen ist Kira ein fast „normaler“ Hund geworden. Sie zeigt mir jeden Tag wie sehr sie mich liebt und ist ein richtiger Clown. Sie möchte immer alles richtig machen und ist für mich der beste tierische Mitbewohner den es gibt. Sie wird ihre Angst vor fremden Menschen und Geräuschen wohl nie komplett verlieren, aber sie vertraut mir und wir haben die beste Beziehung, die man sich vorstellen kann! Wir sind Freunde!