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TORO

TORO von Stephanie Lunkewitz ist ein spannendes Buch über einen Stier, der eines Tages von der Weide geholt wird und sich einem Matador in der Stierkampfarena stellen muss.
Seine Freundin, die Maus Peta, begleitet ihn heimlich nach Sevilla.

Möchtest du mehr über das Buch Toro von Stephanie Lunkewitz erfahren?
Schau mal auf der Literaturliste nach.

Stierkampf - Eine grausame Tradition

Jedes Jahr werden mehr als 40.000 Stiere in den Arenen Spaniens auf grausame Art und Weise getötet. Seltsamerweise würden aber die meisten Spanier Stierkämpfe lieber in die Geschichtsbücher verbannen.
Touristen halten die Stierkämpfe am Leben, indem sie die Stierkampf-Arena besuchen.
Obwohl laut einem Reiseführer "der durchschnittliche Tourist seinen ersten Stierkampf verlässt, nachdem nur zwei von sechs Stieren getötet worden sind".
Stierkampf hat eine lange Tradition in Spanien. Aber es bleibt ein grausamer, blutiger 'Sport', bei dem die Stiere nicht die geringste Chance haben.

Die Tradition wird oft als Rechtfertigung benutzt – gut, dass wir nicht alle Traditionen in unserer Geschichte beibehalten haben!
Grausame Traditionen sollten beendet werden. Wie zum Beispiel diese spanische Tradition: lebende Ziegen im Namen von Heiligen aus dem Kirchturm zu werfen, kürzlich beendet wurde.

Reiseveranstalter und Stierkampf-Betreiber befürworten die Stierkämpfe, da sie mit Stierkämpfen Geld verdienen. Sie behaupten, dass es sich um einen fairen und festlichen Kampf handeln würde. Was sie nie offen darlegen, ist, dass der Stier sich nicht verteidigen kann und keine Chance auf Überleben hat.

Hast du das gewusst?

'Stierkampf' ist eine falsche Bezeichnung, denn gewöhnlich gibt es keinen fairen Wettkampf. Ein geschickter, mit seinem Schwert schwingenden Torero (Stierkämpfer) - und ein geschwächter und angeschlagener Stier. Ist das fair?

Die Stiere werden absichtlich geschwächt, durch verschiedene Methoden, wie zum Beispiel durch Sandsäcke, die ihnen auf den Rücken geschnallt werden. Oftmals werden sie mit Medikamenten betäubt.

Eine Untersuchung von spanischen Wissenschaftlern hat ergeben, dass etwa 20 Prozent der Stiere vorher Medikamente bekommen. Eine Kontrolle von 200 Stieren ergab, dass jedem fünften Tier (also 40 Stiere) ein entzündungshemmendes Mittel verabreicht wurde, das Verletzungen vertuschen soll.

Eine andere Methode ist es, die Hörner des Stieres um einige Zentimeter abzuschaben. Die Hörner der Stiere, genau wie bei Katzen die Barthaare, helfen den Tieren sich zu orientieren.
Eine kleine Veränderung kann ihre Koordination beeinträchtigen. Dieses Abschaben ist nicht erlaubt und die Hörner werden manchmal durch das Veterinäramt nach einem Kampf begutachtet.
(Ein Veterinäramt soll für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen in allen Bereichen, die mit Tieren zu tun haben, sorgen.)

Ein typischer Stierkampf

In einem typischen Stierkampf betritt der Stier die Arena und trifft auf Picadore. Das sind Männer, die auf Pferden reiten und Lanzen in die Nackenmuskeln und Rücken des Stieres stechen.
Der Stier soll damit eine erhebliche Menge an Blut verlieren.

Dann betreten die Banderillos die Arena zu Fuß und lenken den Stier ab. Sie umkreisen das Tier und stecken ihm Speerspitzen mit Harpunen-Enden in den Rücken. Wenn der Stier durch den hohen Blutverlust geschwächt ist, lassen sie den Stier im Kreis jagen, bis ihm schwindelig wird und er aufhört sie zu verfolgen.

Schließlich taucht endlich der Torero auf und versucht, den sterbenden Stier ein letztes Mal zu einem Angriff zu provozieren, um ihn dann mit seinem Schwert zu töten. Das Rückenmark des Tieres soll durchtrennt werden. Aber auch das wird oft verfehlt: Der Stier wird dann bei Bewusstsein, aber gelähmt von den Schmerzen, angekettet und an seinen Hörnern aus der Arena weggeschleppt.

Wenn die Zuschauer mit dem Torero zufrieden sind, werden die Ohren und der Schwanz des Stieres abgeschnitten und der Menge als Trophäe präsentiert.
Einige Minuten später erscheint der nächste Stier in der Arena und das grausame Spiel geht von vorne los.

Es ist kein faires Ereignis und kein Torero verdient es, als Held gefeiert zu werden.
Der Torero hat die Wahl zu entscheiden, ob er mitmachen möchte - der Stier nicht.

Vom ersten Moment an, wo der Stier die Arena durch den dunklen Gang, in dem er gehalten wird, betritt, hat er keine Chance. Er ist wahrscheinlich geschwächt von den Sandsäcken. Seine Muskeln im Nacken sind durchgeschnitten, damit verhindert wird, dass er seinen Kopf bewegen kann. Er ist geschwächt von Medikamenten, seine Hörner wurden abgeschabt oder Vaseline in seine Augen gerieben, damit seine Fähigkeit, Entfernungen abzuschätzen, geschwächt wird.

Pferde bei Stierkämpfen

Stiere sind nicht die einzigen Opfer in Stierkämpfen, auch Pferde leiden während des Stierkampfes. Ihnen werden die Augen verbunden und die Ohren mit Watte gestopft, damit sie den Lärm der Zuschauer und die Laute des Stieres nicht hören können. Sie werden oft aufgespießt von den völlig verängstigten Stieren, die selbst um ihr Überleben kämpfen.
Jedes Jahr werden ungefähr 200 Pferde bei Stierkämpfen in der ganzen Welt getötet.

Portugiesische Stierkämpfe

Portugiesische, oder so genannte 'blutlose' Stierkämpfe sind keine guten Alternativen, auch wenn der Stier in der Arena nicht getötet wird.
Trotz des Namens verlaufen portugiesische Stierkämpfe alles andere als blutlos. Der Stier wird mit Spießen von einem Reiter attackiert, welche tiefe Wunden und einen erheblichen Blutverlust bewirken.
Verängstigt und geschwächt durch die Spieße, welche immer noch in seinem Körper stecken, wird der Stier nun von acht Forcados (Stierkämpfer) gequält, die daraus ein Schauspiel machen.
Der Stier wird aus der Arena geschleppt und wartet Stunden und manchmal Tage, blutend auf seine Schlachtung.

Was machen Tierschützer?

Tierschützer sprechen sich in Spanien und auch in anderen Ländern gegen Stierkämpfe aus und veranstalten Alternativprogramme.

Im April 2004 hat die Stadtverwaltung in Barcelona, die Stadt zur Anti-Stierkampf-Stadt ernannt. In der Hoffnung, den grausamen, blutigen Sport zu beenden.

Tierschützer besuchen keinen Stierkampf.

Tierschützer fordern: Wenn Spanien seinen Tourismus steigern will und ein fortschrittliches Land sein möchte, muss es mit der Zeit gehen und aufhören, Tiere aus Spaß an der Unterhaltung zu töten.

Erfolg: Katalonien verbietet den Stierkampf!
Ab dem Jahr 2012 sind Stierkämpfe in der Region Katalonien verboten! Das ist ein ganz toller Erfolg, den wir vielen, vielen Tierschützern verdanken. Sie haben eine Menge Unterschriften gesammelt, so dass man in Katalonien schließlich darüber abgestimmt hat, ob der grausame Stierkampf abgeschafft werden soll oder nicht. Die Abstimmung ging zum Glück zugunsten der Stiere aus. Katalonien ist nun die zweite Region Spaniens, die den Stierkampf verbietet. Auf den Kanarischen Inseln ist er bereits seit 1991 verboten.
Helden Für Tiere
Überall auf der Welt werden Kinder zu aktiven und engagierten Tierschützern. Lese hier mehr über die Helden für Tiere.