
Eine Schulausstellung der Tierschutz AG des Gymnasiums Sindelfingen-Unterrieden.
Projektleitung Frau Hahl
Projektbericht:
Mit der 4-wöchigen Schulausstellung Wölfe in Europa leistete die Tier- und Artenschutz-AG einen wertvollen Beitrag zur Aufklärungsarbeit über die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. Mit der Rückkehr des grauen Beutegreifers werden leider auch wieder alte Vorurteile und Ängste wachgerufen. Fast jeder von uns ist noch mit der Geschichte vom 'Rotkäppchen und dem bösen Wolf' oder dem 'Wolf und den sieben Geißlein' aufgewachsen. Aber anders als im Märchen versuchen Wölfe in Wirklichkeit, uns nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen. Um dem Wolf wieder dauerhaft einen Platz in unserer Nachbarschaft zu geben, ist es daher besonders wichtig, die Menschen durch Öffentlichkeitsarbeit über Natur und Verhalten von Wölfen aufzuklären, um alte Vorurteile auszuräumen.
Quelle: Bundesumweltministerium
Jahrhundertelang hat der Mensch den Wolf erbarmungslos gejagt und verfolgt. Mit Flinte und Giftköder wurden in ganz Europa regelrechte Ausrottungsfeldzüge geführt. Regierungen bezahlten Wolfsjäger und stellten staatliche Abschussprämien in Aussicht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die grauen Gesellen nahezu überall in Europa verschwunden, nur in Osteuropa und einigen Regionen Süd-Europas hatten sie überlebt. Erst in den 70er Jahren änderte sich die Einstellung bzgl. der Akzeptanz des Wolfes. In vielen Ländern wurden Schonzeiten und Schutzmaßnahmen für die selten gewordenen Raubtiere eingeführt und inzwischen genießen Wölfe in den meisten europäischen Ländern einen sehr hohen Schutzstatus. In Spanien, wo der Wolf fast ausgerottet war, leben heute etwas 2.000 Tiere. Auch in Skandinavien und Frankreich hat der Wolf wieder Fuß gefasst. Seit dem Jahr 2000 ist der Wolf auch in Deutschland wieder sesshaft geworden. Aus Polen nach Sachsen eingewanderte Wölfe bilden mittlerweile zwei Wolfsrudel mit insgesamt etwa zwanzig Tieren. Sie leben heute in der Muskauer Heide, dort, wo auch früher schon Wölfe ihr Revier hatten. Um zu untersuchen, ob sich der Bestand weiter ausbreitet, wird das Bundesamt für Naturschutz jetzt mehrere Jungwölfe mit Sendern ausstatten, um die Wege der Tiere per Satellit zu verfolgen.
Nähere Informationen zum Wolf und seiner Rückkehr nach Deutschland unter http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/
Vielen Dank für die Einsendung!