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Leztes Jahr im Oktober entdeckte Ronja auf der Terrasse eine wunderschöne, große Raupe ...

Ronja's Mama hat die ganze Geschichte für Petakids aufgeschrieben:

Besonders auffallend war das Aussehen der Raupe: Hellgrün, mit schwarzen Streifen, und orangefarbenen Punkten. Ich erklärte Ronja, dass aus dieser Raupe später einmal ein Schmetterling wird, ein sogenannter Schwalbenschwanz, welcher nur noch selten zu sehen ist.

Die Raupe kletterte an unserer Hauswand hoch, und blieb dort an einer Stelle ganze zwei Tage unverändert sitzen.
Wir fanden das etwas seltsam.
Am dritten Tag stellte Ronja fest, dass die Raupe weg ist, aber dafür ein 'komisches hellgrünes Ding' an der Wand klebte.
Erstaunt merkten wir, dass die Raupe sich verpuppt hatte, um sich auf ihren Winterschlaf vorzubereiten.

Schnell informierten wir uns über das Internet bei Experten, ob wir etwas für unsere Puppe tun können, damit sie den Winter gut übersteht.
Dort lernten wir, dass die Puppe frei hängend an der Hauswand wahrscheinlich bald von einem Vogel gefressen werden würde.
Wenn wir die Puppe überwintern wollen, sollten wir uns einen Kasten bauen. Nicht ganz geschlossen, und damit Luft und Licht rein können, an den Seiten Fenster aus Fliegengitter.
Wir bauten also einen einfachen Kasten aus Sperrholzplatten (haben wir im Baumarkt zugeschnitten bekommen), mit Deckel.
Teile der Seitenwände und der Tür haben wir mit einer Stichsäge wieder ausgeschnitten, und die Löcher mit Fliegengitter zugetackert, damit genug Licht und Luft in den Kasten kam.

Als der Kasten fertig war mussten wir die Puppe ganz vorsichtig von der Hauswand ablösen. Dann haben wir sie in ihr neues Zuhause gelegt und wussten, dass jetzt bis März/April fast ein halbes Jahr vergehen wird, bis unser Schmetterling zum Vorschein kommen wird.

Wir waren sehr geduldig. Die Puppe hatte sich mittlerweile von hellgrün in braun/grau verwandelt.
Im Winter befreiten wir täglich den Kasten vom vielen Schnee.
Selbst durch das Fliegengitter hatten sich Schneeflocken gedrückt, und unsere Puppe war zugeschneit.
Im März gingen wir täglich auf die Terrasse gucken, ob sich etwas tut.
Aber zu sehen war erst mal nichts. Dass lag wohl daran, dass der Winter lange und hart war. Auch im April und Mai gab es mehr Regen als Sonnenschein und wir befürchteten, dass unsere Raupe vielleicht erfroren wäre.

Aber dann, nach vielen sonnigen Junitagen, war es endlich soweit.
Morgens noch lag die Puppe regungslos in ihrem Kästchen. Als wir mittags auf der Terrasse waren, traute Ronja ihren Augen nicht: im Kasten saß ein wunderschöner Schwalbenschwanz!
Wir konnten es kaum glauben. War das wirklich unsere kleine Puppe? Ja, denn die Hülle der Puppe lag leer neben dem Schmetterling.
Frisch geschlüpft war er noch etwas unsicher auf den Beinen.
Und da die Flügel nach dem Schlüpfen noch feucht sind, kann der Schwalbenschwanz noch nicht gleich losfliegen.
Sie müssen erst einmal trocknen.

Vorsichtig nahm Ronja den Schwalbenschwanz auf ihre Hand.
Und dieser zeigte sich sehr unternehmungslustig und kletterte ihr gleich den ganzen Arm rauf.
Es war phantastisch, den Schmetterling so nahe beobachten zu können. Wir konnten ihn uns ganz genau anschauen.
Dann setzten wir ihn auf unsere Blumen im Garten und er machte es sich bequem, um seine Flügel trocknen zu lassen.

Nach zirka 2 Stunden saß er immer noch auf den Blumen.
Also Ronja ihn noch einmal auf die Hand nahm breitete er seine wunderschönen Flügel aus und flog weg.
Sein Start in die Natur und in die Freiheit.

Es war wirklich toll dieses Ereignis miterleben zu dürfen!
Und die nächste Raupe, die sich zu uns verirrt, überwintern wir natürlich auch wieder!

Und noch ein "tierisches" Foto von Ronja ... denn eigentlich wäre sie lieber ein Leopard !

Vielen Dank für die tolle Geschichte!

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