
Hallo, mein Name ist Clara. | ![]() |
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Amanda ist ein Schaf. Sie lebt mit vielen ihrer Leidensgenossen in einer großen Schäferei.
Sie hat gerade erst das Licht der Welt erblickt und weiß noch nicht, was in den nächsten Tagen auf sie zukommt.
Amanda und ihre Familie sind Merinoschafe. Merinoschafe sind Tiere mit viel mehr Haut. Damit jedes Schaf mehr Wolle hat und man nicht so viele Schafe braucht.
Doch auch am Po ist viel zu viel Haut, das behindert die Schafe, also werden den Schafen am Hintern einfach die Hautfalten weggeschnitten. Das aber meist ohne Betäubung.
Die Wunde bleibt offen. Oft nisten sich Fliegen in den offenen Wunden ein, das kann gefährlich für das Schaf werden, die Fliegenlarven fressen das Schaf nämlich von innen auf. Das ist sehr schmerzhaft und endet meist tödlich.
Aber wenn es dann ans Scheren geht, so ist das oft nicht besser für das Schaf. Schafe wie Amanda und auch viele andere Tiere, wie Alpakas, werden schmerzhaft fixiert, damit sie sich nicht wehren können. Und weil die meisten Scherer nicht nach Stunden sondern nach Anzahl der Schafe bezahlt werden, beeilen sich diese natürlich. Dabei werden die Tiere oft verletzt. Man schneidet ihnen nicht selten mit der scharfen Schermaschine ins Fleisch, doch dem Schaf bleibt nichts anderes übrig, als in der fixierten Position zu verharren.
Heute gehe ich in den Stall und Amanda läuft auf mich zu, ich streiche über ihre zarte Babywolle.
2 Jahre später besuche ich Amanda wieder. Die Hautfalten, welche ihr am Körper herunterhängen, sind eine schwere Last. Am Hintern sehe ich eine vernarbte Wunde, auf der nur sehr wenig Fell wächst. Sie ist ängstlich, als ich auf sie zulaufe kehrt sie um und flüchtet. „Was hat der Mensch dir bloß angetan, Amanda?“
Weitere 2 Jahre später ist Amanda weg. Nachdem sie zu wenig Wolle „produziert“ hat, wurde sie an einen Schlachter verkauft. Amanda lebt nicht mehr, aber viele andere Schafe leben unter diesen qualvollen Verhältnissen.
Wenn euch das auch missfällt, so helft den Tieren und kauft bitte keine Wolle!
Geschrieben von Clara, 16 Jahre alt.
© Christian v.R. / pixelio.de
Hallo ihr Lieben,
mein Name ist Martin. Ich bin ein Anemonenfisch oder auch Clownfisch. Einige von euch werden meine Art aus dem Film „Findet Nemo“ kennen. Ich bin ein sehr schöner Fisch. Finde ich.
Mit meinem großen Schwarm lebte ich in einem riesigen Meer. Dem Ozean. Der Ozean ist so wunderschön. So tief, wie kein Mensch tauchen kann, und so riesig, dass es tausend schöne Verstecke gibt. Ich liebte es, im Meer zu schwimmen. Ja, es ist auch gefährlich, denn viele große Fische sind da, wir müssen auf der Hut sein, damit sie uns nicht fressen. Doch was noch viel gefährlicher als irgendein großer Fisch ist, das ist der Mensch.
Eines Tages war ich mal wieder unterwegs, da schwamm ich in etwas hinein. Ich hatte panische Angst. Etwas schnitt in meine Flosse rein. Ich versuchte, einen Ausweg zu finden, aber nichts da. Ich hatte solche Angst. Dann plötzlich konnte ich nicht mehr atmen. Es war ein komisches Gefühl. Ich war wohl an der Luft. Ja, man hatte mich an die Luft gezogen, mit einem Netz. Eine Hand kam und griff nach mir, das tat weh. Dann kam ich in ein kleines Becken. Erleichtert rang ich nach Atem, aber das Wasser war komisch, es schmeckte nicht so gut wie das im Meer, nicht so natürlich. Ich schwamm umher, um mich herum waren noch viele andere Leidensgenossen. Ständig stieß ich an Wände, bis wir nach einer langen Fahrt endlich anhielten.
© Regina Kaute / pixelio.de
Wieder schmissen sie uns in ein neues Becken, ein größeres. Auch das Wasser hier schmeckte seltsam. Orientierungslos schwamm ich hin und her. Plötzlich bekam ich einen Riesenschreck, als zwei große Augen auf mich gerichtet waren. Klopf-Klopf. Das Geräusch tat in meinen Ohren weh. Doch an das Klopfen und an das Kindergeschrei musste ich mich gewöhnen. Denn ich hatte jede Ecke, jeden Winkel abgesucht. Es gab keinen Ausweg.
Ich war verzweifelt. Ich und meine Freunde, wir sind eingesperrt hier.
Die Menschen, sie begaffen uns, und das Futter hier? Es ist alles schrecklich. Wie sehr sehne ich mich nach meiner Heimat. Aber ich muss mein Schicksal akzeptieren.
Doch ihr, ihr könnt helfen, damit nicht noch mehr Fische in einem kleinen Becken leben müssen. Damit wir nicht noch mehr leiden.
Besucht keine Aquarien. Danke.
Euer Martin
Geschrieben von Clara, 16 Jahre alt.
Der Winter ist noch nicht vorbei. Schlimmer: Hier in Berlin wird es sogar kälter. Letzte Nacht fiel wieder Schnee. Wie können wir uns am besten in den kalten Tagen vor der eisigen Kälte schützen? Ganz klar, wir ziehen uns was Warmes an. Da sich, dem Datum nach zu urteilen, der Winter aber doch langsam davon macht, werben viele Läden mit Winterschlussverkäufen. Wieso also nicht noch schnell eine reduzierte warme Jacke kaufen? Im Laden ist natürlich eine große Auswahl. Viele schicke Modelle.
Doch worauf müsst ihr achten um auch die letzten Wintertage tierleidfrei zu gestalten?
Dazu habe ich mal Doro gefragt. Doro ist eine Gans. Doro erzählt uns eine Geschichte.

© VIER PFOTEN International / Farm Watch
Hallo Kinder,
schön dass ich euch heute meine Geschichte erzählen kann. Als ich schlüpfte war alles neu für mich.
Die Sonne, die frische Luft. In den ersten Wochen hatte ich ein schönes Leben, dachte ich. Wir liefen herum, ja klar es war eng aber wir bekamen Essen und Trinken. Das einzige was mich ein wenig wunderte waren die Männer in weißen Kitteln (Tierärzte). Sie redeten oft mit dem Mann der uns das Essen gab. "Die Tiere haben es hier besonders gut. Wirklich eine vorbildliche Haltung." "Ja, wir wollen ja auch besonders schöne Daunen, dazu brauchen wir besonders schöne Tiere." Damit waren die Gespräche in der Regel beendet. Doch war der Mann nur so nett zu uns wegen unserer Daunen? Was passiert denn mit meinen Daunen? Was passiert mit mir? Diese Fragen ließen mich nicht mehr los, bis zu dem Tag an dem ich die Antwort erhalten sollte.
Der Mann kam in unser Gehege und packte mich an den Beinen. Vor Schock konnte ich mich kaum regen. Und dann: ratsch, ratsch … Aua, Aua! Er riss mir Stück für Stück die Federn heraus! Das tat schrecklich weh! Danach steckte mich der Mann nackt wie ich war zurück ins Gehege. Mir war kalt und meine Haut war entzündet.
Eines Nachts jedoch, kamen meine Retter. Einige junge Männer und Frauen nahmen mich und ein paar meiner Gefährten mit. Nach einer langen Fahrt kamen wir an. Ich wär überwältigt. Zwar konnte ich in meinem alten Heim auch etwas herumlaufen, doch es war sehr eng dort. Hier hatte ich Platz. Meine Daunen wurden mir nie wieder herausgerissen und ich kann jetzt ein glückliches Leben führen.
Danke fürs zuhören.
Eure Doro
![]() | Nicht alle Tiere haben so ein Glück wie Doro. Auf dem Gnadenhof, auf dem Doro nun lebt, hat sie eine Menge Platz, doch vorher war es sehr eng für sie. Ungefähr so eng, als würdet ihr euer Zimmer mit 10 Brüdern und Schwestern teilen müssen. Auch musste sie Schmerzen erleiden, als man ihr die Federn ausriss. Ihr wollt ja auch nicht, dass man euch die Haare ausreißt oder? |
geschrieben von Clara, 16 Jahre alt
Hallo ihr,
diesen Monat habe ich Geburtstag. Nun ist das mein zweiter veganer Geburtstag und ich erinnere mich nur zu gern an den ersten.
Als ich meiner Oma erzählte, dass ich nun vegan sei, hatte sie erst mal große Sorgen, ich werde doch sicherlich an Vitaminmangel leiden und es wäre doch sehr schwer, so zu leben. Als ich ihr aber auch noch sagte, dass ich auch zu meinem Geburtstag vegan koche, da fiel sie aus allen Wolken. Ich könnte meinen Gästen doch nicht so etwas anbieten? Ich müsse doch dafür sorgen, dass diese etwas zu essen bekommen. Das waren ihre Aussagen. Zuerst habe ich versucht, ihr zu erklären, dass das alles nicht so schwer ist und dass es viele leckere Alternativen gibt, doch das konnte meine Oma nicht glauben. Ich hingegen machte mir da nichts weiter draus. Also fing ich an zu kochen, es gab einen Schokokuchen, Reis mit Blätterteigtaschen, ein bisschen gebratenen Tofu und einen grünen Salat.
Meine Gäste waren alle eingetroffen, noch standen sie meinem Essen und meinen Kochkünsten ziemlich skeptisch gegenüber. Dann tischte ich auf und sofort sah ich zustimmendes Nicken. Als nun auch meine Familie von dem Essen kostete, war ich mehr als zufrieden. Von überall klang Lob an. „Ich wusste gar nicht, dass veganes Essen so lecker sein kann“, meinte meine Tante. Und eh ich mich versah, war mein Gekochtes weggegessen.
(Da ich auf eine gesunde Ernährung achte, sind die von meiner Omi erwarteten Mangelerscheinungen nicht aufgetaucht.)
Auch dieses Jahr habe ich mir einige leckere Sachen ausgedacht. Meine Familie ist schon gespannt und auch meine Oma fragt, was es denn dieses Mal Leckeres gibt.
Auch mit gutem Essen kann man die Menschen überzeugen.
Seit meinem letzten Geburtstag ist meine Familie sehr viel toleranter gegenüber der veganen Ernährung geworden und meine Omi isst kaum noch ein Stück Fleisch.
Eure Clara
Hallo,
mein Name ist Joey und ich bin ein sogenanntes Rennpferd. Ich bin ein schwarzes Araber-Vollblut, mein Fell glänzt seiden und meine Mähne weht mir leicht um Kopf und Hals, wenn ich galoppiere. Das sieht toll aus. Viele Rennen gewinnen wir und ich weiß, dass ich ein wertvolles Pferd bin, aber dann verstehe ich nicht, wieso sie mir das antun.
Wenn ich doch so wertvoll bin, wieso muss ich dann immer und immer wieder rennen? Wieso muss ich die Schmerzen aushalten, wenn der Sattel viel zu eng um meinen Bauch geschnallt ist, wenn der Jockey (mein Reiter) unsanft auf mir landet oder wenn er an meinen Zügeln zieht und das Gebiss meinen Mund auseinanderreißt? Wieso? Das habe ich mich lange gefragt, bis ich verstanden habe, dass es um Geld geht. Wenn ich ein Rennen gewinne, verdienen mein Reiter und meine Besitzer viel Geld daran. „Aber was ist mit mir?“, habe ich gefragt. Sie haben mich nicht verstanden.
Doch dann… Für mich war es wie eine Erlösung, für meine Besitzer der Schock ihres Lebens: Bei einem Rennen rutschte ich aus und stürzte. Ich verletzte mir das Bein. In der Tierärztlichen Klinik angekommen, stand ich in einer Box neben einer freundlichen Stute. „Was ist mit dir passiert?“, wieherte sie freundlich. „Beim Rennen habe ich mir das Bein verletzt“, schnaufte ich etwas mürrisch zurück. „Das tut mir sehr leid. Du bist ein Rennpferd? Das ist ja schrecklich, meine Halter erzählten mir, welche Qualen ihr durchleiden müsst und jetzt… und jetzt…“ Sie blickte stumm zu Boden nieder. Und da sah ich die Antwort selbst. Der Tierarzt kam in die Box. „Wenn er nicht mehr rennen kann, dann brauchen wir ihn nicht mehr“, sagte einer meiner Besitzer.
„Aber was ist mit mir?“, fragte ich noch einmal, lauter, in der Hoffnung, gehört zu werden. „Ich will das nicht, ich will doch nur glücklich sein!“ Da sah der Tierarzt mir in meine schwarzen Augen und strich über mein seidenes Fell – und da entflammte sich doch noch ein kleiner Schimmer Hoffnung. Er hatte mich verstanden. „ Ne, ne, was sagen Sie dazu? Ich behalte das Pferd. Nur so zum Spaß. So ein schönes, liebes Tier können Sie doch nicht einfach wegwerfen wie einen alten Fernseher“, entgegnete der Tierarzt letztendlich den Blicken meiner Besitzer.
Diese nickten und legten meine Papiere auf den Tisch. Sie sahen mich nie wieder.
Meinem neuen Besit… ich meine Halter gehörte auch die nette Stute. Als mein Bein verheilt war, kam er auf meine Koppel und fragte: „Na, mein Süßer, wollen wir mal ne Runde reiten?“ Zuerst hatte ich schreckliche Angst, denn ich kannte das Wort „Reiten“, es bedeutet schwitzen, es bedeutet Angst, treiben und rennen, schneller sein als die anderen, um Schmerzen zu umgehen.
Doch ich wartete vergeblich auf Sattel und Trense. Als ich mich verwirrt umsah, sprach mein Halter: „Was schaust du so, Großer? Du brauchst keine Angst haben, ich verletze dich nicht. Wir sind doch Freunde.“ Und so lernte ich einen völlig neuen Reitstil kennen, mein menschlicher Freund nannte das „indianisches Reiten“. Ich musste auch nicht mehr ständig geritten werden und niemals wieder wurde ich zu Höchstleistungen angetrieben. So lag doch noch ein neues, schönes Leben vor mir.
Ich weiß, dass nicht alle „Rennpferde“ so ein Glück wie ich haben. Auch wenn es toll aussieht. Bitte unterstützt solche Rennen nicht. Sie dienen allein der Vergnügung für euch Menschen. Geht nicht zu solch einer Veranstaltung und klärt die Leute auf.
Für die unter euch, die ein eigenes Pferd haben oder Reitstunden nehmen: Vergesst nicht, dass ein Pferd kein Sportgerät ist!
Alles Gute!
Euer Joey
Hallo meine Lieben,
hier nun mein erster Text im neuen Jahr.
„Warum isst du eigentlich keine Eier, Clara? Das tut den Hühnern doch nicht weh.“
„Hühner legen doch sowieso Eier, oder?“
„Also ohne mein Frühstücksei geht am Sonntag gar nichts!“
Das sind so die häufigsten Fragen oder Aussagen, die man mir an den Kopf wirft, wenn ich sage: „Danke, aber ich esse keine Eier!“ Meistens antworte ich nur: „Weil mir die Hühner einfach leid tun!“ Das ist aber eigentlich zu wenig. Anscheinend wissen viele, quasi alle dieser Fragensteller, nicht, wieso einem die Hühner leidtun sollten.
Ihr könnt helfen, eure Umwelt aufzuklären.
Hier die besten Argumente gegen den Ei-Konsum:
Wir Menschen sind Diebe.
Hühner sind neugierige, interessante Tiere. Einige Forscher sagen, dass sie sogar so intelligent wie Schweine oder Hunde sind. Einzelne Hühner können sich sogar mit Primaten messen.
Die Hühner heute sind so gezüchtet, dass sie ständig Eier legen müssen, obwohl sie unter natürlichen Bedingungen früher nur wenige Eier pro Jahr gelegt hätten. Hühner legen Eier, um sie auszubrüten. Doch die Menschen nehmen ihnen ihre Eier weg. Ist es nicht gemein, dass die Menschen diesen Wesen ihre Kinder klauen?
Eier sind ungesund.
Durch die oft unhygienischen Zustände und die mangelnde tierärztliche Versorgung der Hühner sind viele Eier mit Salmonellen verseucht. Deswegen, sollen wir Eier auch nur in erhitztem Zustand zu uns nehmen. Außerdem enthalten Eier eine Menge Cholesterin, das z.B. unserem Herz schadet.
Die Haltung ist weder human noch gerecht.
Die Hühner sind entweder drinnen oder draußen auf engstem Raum zusammengepfercht. Sie haben kaum Platz, sich zu bewegen, und verletzen sich aus Angst oft gegenseitig. In der Käfighaltung haben sie nur sehr wenig Platz und fristen ein schreckliches Leben.
Auch „Legehennen“ werden umgebracht.
Sobald sie nicht mehr genug Eier legen, landen sie im Suppentopf.
Wie ihr seht, gibt es keine Rechtfertigung, Eier zu essen.
Hallo ihr Lieben,
danke, dass ihr alle so fleißig meine Kolumne lest.
Ich weiß, meine letzte Geschichte handelte schon von einem Tier aus dem Tierheim, aber heute muss es noch mal eine sein:
![]() | Ich möchte euch von Cosma erzählen. Cosma ist wahrscheinlich 14 Jahre oder älter und lebt nun seit ca. 3 Wochen bei uns. Als wir die kleine Katze aus dem Tierheim holten, war sie sehr abgemagert und brachte knappe 2 kg auf die Waage. Die meiste Zeit lag sie apathisch auf dem Boden. Sie war sogar zu schwach, um Nahrung aufzunehmen. |
![]() | Doch mit viel Geduld schaffte Cosma es, sich zu erholen. Obwohl sie blind und gehörlos ist, findet sie sich in unserem großen Haus gut zurecht. Sie weiß genau, wo ihr Futter steht und wo das Katzenklo ist. Mittlerweile fordert sie ihre Mahlzeiten und ihre Kuscheleinheiten regelmäßig mit lautstarkem Miauen ein. Sie hat sogar schon genug Kraft gesammelt, um auf das Sofa oder meinen Schoß zu springen. Mit meinen anderen Katzen versteht sich Cosma ganz gut, nur manchmal kann sie nicht richtig einschätzen, wer nun vor ihr steht und faucht dann ab und zu. |
![]() | Was ich euch heute mit auf den Weg geben möchte, ist: |
Es war wie auf einem Supermarktparkplatz.
Alte Pfandflaschen und Gläser wurden ausgeladen, Neues wurde eingeladen und das, was dem Verfallsdatum nahe war, wurde stehen gelassen. So war das im Tierheim. Ein alter Hund blickte mit großen traurigen Augen einer jungen Frau hinterher, diese allerdings würdigte ihn keines Blickes. Er würde das Tierheim wohl nicht mehr verlassen.
Doch da, ein kleines Mädchen rannte auf ihn zu, doch die Mutter zerrte es weg. „So ein räudiges Vieh kommt mir nicht ins Haus!“, schimpfte sie.
Und wieder blieb der Hund zurück.
© Guenter Havlena / pixelio.de
Viele Menschen liefen jeden Tag an seinem Zwinger vorbei, aber die wenigsten blieben stehen. Nur die kleinen Welpen waren interessant, er hatte doch gar keine Chance. Dabei bemühte er sich doch so. Er hörte immer auf das, was die Pfleger sagten, bellte nicht, wenn Leute vorbei kamen und schaute immer so lieb es ging. „Wieso bekomme ich keine Chance, wieso will mich niemand, wieso?“
Doch eines Tages, eines wunderschönen Tages, blieb ein junger Mann vor dem Zwinger des alten Rüden stehen und hockte sich hin. Mit flehenden Augen blickte der Hund den Mann an und die Augen des Mannes schauten liebevoll zurück. „Nimm mich mit!“, sagte der Blick des Hundes. „Ja mein Großer. Möchtest du ein neues Zuhause bekommen?“ Ganz sachte, fast unmerklich, wedelte der Alte mit der Rute.
Er fand sein neues Zuhause bei dem jungen Mann und seiner Freundin und der dankbare Hund führte von nun an ein glückliches Leben.
Kinder, Welpen sind süß, aber haben nicht auch ältere Tiere eine Chance auf ein neues liebevolles Zuhause?
Ja das haben sie, es muss nicht immer ein junger Hund sein.
Clara, 15 Jahre alt.
Gestern fragte mich eine Freundin: „Clara? Würdest du für 1 Million Euro deinen Hund verkaufen?“ Ein wenig verdutzt sah ich sie an: „Nein! Meinen Hund würde ich nicht für alles Geld der Welt abgeben.“
Wenn ich meine Mutti fragen würde „Für wie viel Geld würdest du mich verkaufen?", würde sie antworten, dass ich unbezahlbar sei.
Als ich nun heute im Radio einen Werbespot hörte, „Frischemontag! Ein Kilogramm Schweinekrustenbraten für sagenhafte 4,49 €!“, lief es mir eiskalt den Rücken runter.
Wie kann sich denn ein Mensch das Recht herausnehmen, ein Leben zu vernichten und es dann zu solch unwürdigen Preisen zu verscherbeln?
Ich kann mich noch gut an eine Geschichte erinnern. Die Geschichte von einem Schweinchen namens Emma. Emma lebte mit ihren 7 Geschwistern bei ihrer Mama. Die Mama kümmerte sich so gut es ging um die Kleinen. Es waren ihre ersten Kinder. Sie säuberte sie, säugte sie und wollte ihren Kleinen alles über das Leben beibringen, wie man sich richtig suhlt, wie man auf Hygiene achtet und wie man sich so breit macht, um an genügend Futter zu kommen. Doch dazu kam es nicht. Die kleinen Ferkel mussten schon nach kurzer Zeit in enge Einzelboxen und nach und nach wurden alle Geschwister von Emma abgeholt. Bis nur noch Emma und ihre Mutter übrig waren.
„Mama!? Ich habe Angst“, meinte Emma mit zittriger Stimme, als ein großer Mann in den Stall kam. „Ich weiß, meine Kleine, aber denk immer daran: Ich liebe dich und du bist das Wichtigste für mich. Du bist unbezahlbar!“, antwortete Emmas Mutter beruhigend durch die Gitterstäbe.
Dann musste Emma gehen. Sie warf einen letzten Blick auf ihre Mama.
Nun liegt Emma vielleicht im nächsten Supermarkt. Und dieses unbezahlbare Geschenk, das Leben, ist durch die angebliche Macht des Menschen nur noch 4,49 € wert.
Ich frage euch: Ist das okay?
Nein, ist es nicht.
Lebt fleischfrei und rettet Tieren wie Emma das Leben.
Clara, 15 Jahre alt.