
PETA fordert einen Hundeführerschein, den zukünftige Halter absolvieren müssen, bevor sie ihr Zuhause mit einem Hund teilen. | ![]() |
Ein Hundeführerschein ist wichtig, weil viele Menschen sich einen Hund wünschen, aber zu wenig über seine Bedürfnisse und seine Sprache wissen. In der Zeitung kannst du immer wieder Nachrichten lesen, wie "Frau von Hund schwer verletzt" oder "Hund fällt Kind an." Viele Menschen haben deswegen Angst vor Hunden, denen sie auf der Straße begegnen. Der Hundeführerschein soll hier Abhilfe schaffen:
Er besteht aus einem Theoriekurs, der vor Aufnahme des Hundes belegt werden muss und einem Praxisseminar, das der Halter mit den neuen tierischen Begleiter gemeinsam macht. Dadurch lernen Menschen die Hunde besser verstehen. Denn durch einen richtigen Umgang und eine richtige Haltung von Hunden, lassen sich viele Unfälle vermeiden. Hunde sind Rudeltiere, sie haben eigene Bedürfnisse, eine eigene Sprache und ein eigenes Verhalten, wie sie sich mitteilen. Darüber sollten Hundefreunde Bescheid wissen. Hunde sind von Natur aus nicht aggressiv, oftmals kann auch eine gewaltsame Erziehung die Ursache für Unfälle sein.
![]() | Kurz zusammengefasst fordert PETA einen Hundeführerschein: |
In der Schweiz gibt es den Hundeführerschein bereits. Als erstes deutsches Bundesland hat Niedersachen den Hundeführerscheint beschlossen, ab 2013 müssen alle zukünftigen Hundehalter diesen Nachweis erbringen. Denn so wird zum einen sicher gestellt, dass der Halter genau über die Bedürfnisse des Hundes Bescheid weiß und sich darüber im Klaren ist, wie er in kritischen Situationen reagieren muss – gefährliche Zwischenfälle können auf diese Weise vermieden werden. Zum anderen verhilft es auch dem Hund zu einem besseren Leben und einem entspannten Verhältnis zu „seinem Menschen“. Denn der Mensch muss verstehen, wann sich sein tierischer Freund wohlfühlt oder Angst hat, was dem Hund gut tut oder wann er krank ist.
Durch den Hundeführerschein würden auch viele Menschen nicht mehr ganz spontan und unbedacht einen Hund kaufen. Das ist sehr wichtig, denn gerade die Tiere, die unüberlegt angeschafft werden, werden später häufig im Tierheim abgegeben oder sogar ausgesetzt.
Das sagt der Hunde-ExperteAuch Hundeprofi Martin Rütter, der viele Bücher über Hunde geschrieben hat, antwortete auf die Frage, ob ein Hundeführerschein wirklich die Lösung sei: "Die Lösung schlechthin. Jeder darf einen Hund besitzen, ja sogar züchten oder eine Hundeschule aufmachen. Unfälle passieren, weil die Besitzer keine Ahnung von den Tieren haben. Da ließe sich mit einer relativ kurzen Schulung der Grundkenntnisse viel verbessern." | ![]() Foto:M. Grande |
![]() | Ist es ganz wichtig sich über die Bedürfnisse von Hunden zu informieren. Wer geht Gassi, mit welchen Tierarztkosten muss gerechnet werden, wie sieht die Pflege aus, wie sieht ein Urlaub mit Hunden aus, wie alt wird ein Hund, …. |