
Foto: Sonnensittiche (c) Dieter-Haugk-pixelio.de | Alle Papageien sind Schwarmvögel und auch Kanarienvögel und Zebrafinken leben gesellig. Das heißt, dass sie in der freien Natur in einer großen Gruppe leben. Oft haben sie dabei einen Partner, den sie selbst wählen und dem sie ein Leben lang verbunden bleiben. Kein Vogel möchte alleine leben sondern braucht einen artgleichen Partner. |
Vögel nehmen ihre Umwelt in anderen Farben wahr als der Mensch – sehr wahrscheinlich bunter. Denn Vögel können mehr sehen als Menschen: sie nehmen auch das für uns nichtsichtbare UV-Licht wahr. Daher wissen Vögel zum Beispiel, wann Obst reif ist – denn dann wird besonders viel UV-Licht reflektiert. Wenn sich deine Oma also mal wieder wundert, dass die Vögel immer genau wissen, wann die Kirschen lecker sind kannst du ihr sagen, dass sie das ganz einfach sehen! Außerdem ist das Vogelauge viel empfindsamer als das von uns Flügellosen: Das Licht von Leuchtstoffröhren wird vom Menschen als gleichförmig empfunden, ein Vogel nimmt es als Flackerlicht wahr. Das ist für ihn sehr unangenehm, führt zu Stress und kann längerfristig krank machen. | Foto: Kakadu (c) Thomas-Max-Mueller-pixelio.de |
Foto: Wellensittich (c) Thomas-Max-Mmueller-pixelio.de
Auch wenn manche Vögel – wie bei uns Menschen auch – weniger Schlaf als andere brauchen ist doch wichtig, dass sie diesen bekommen. Der Schlaf von Vögeln ist wahrscheinlich dem von Menschen sehr ähnlich – dabei sieht das Schlafen aber anders aus: Vögel legen sich nie hin, sie können sogar auf Ästen schlafen.
Foto: Papagei-Loris (c) Ruth Rudolph-pixelio.de | Das wurde lange gedacht – aber neue Forschungen haben gezeigt, dass Vögel nicht nur sehr scharf und bunt sehen sondern auch ausgesprochen gut riechen können. Zugvögel orientieren sich wahrscheinlich sogar auch über ihren Geruchssinn. |

Foto: (c) PETA
Nein.
Vögel haben Flügel und wollen diese benutzen, so wie du deine Beine und Arme. Ein Vogel sollte deshalb nie in einem Käfig leben müssen. Wenn du aber einem Vogel aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben willst oder bereits einen Vogelfreund hast, solltest du Folgendes beachten:
• Ein artgleicher Partner ist sehr wichtig – Vögel dürfen nie einzeln gehalten werden. Der Mensch kann den Vogelpartner nie ersetzen.
• Gib deinen Vögeln möglichst viel Platz: sie sollten mindestens in einer Voliere leben können.
• Als Sitzstangen sollten Naturäste verwendet werden und keine Plastikstangen – informiere dich aber vorher über Giftpflanzen (das ist auch während der täglichen Freiflüge wichtig!)
• Vögel brauchen UV-Licht auch zum Aufbau von lebenswichtigen Vitaminen – aber wird von den Fensterscheiben ausgefiltert. Wenn du keine Außenvoliere hast solltest du eine UV-Lampe besorgen.
• Papageien brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bespreche das mit deinen Eltern, denn die Wohnung kann schimmeln!
• Achte bei der Wahl des Tierarztes darauf, dass dieser sich mit Vögeln auskennt.
• Für Vögel gefährlich: Zigarettenrauch, die Abgase von beschichteten Pfannen, Küchendämpfe, Steckdosen, Giftpflanzen und auch ein Fernseher sollte nicht in der Nähe stehen. Informiere dich ausführlich in Sachbüchern!
• Es gibt auch immer wieder Nahrung, die für Vögel gefährlich sein kann – Avocados etwa können für Papageien tödlich sein.
• Du musst dich sehr genau und intensiv mit deinen Vögeln auseinandersetzen. Informiere dich in Sachbüchern über ihre Bedürfnisse und beschäftige dich mit ihnen.