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Claras Kolumne

Was ist Claras Kolumne?

Hier schreiben Kinder für Kinder über Tierschutzthemen. Clara ist 16 Jahre alt und schreibt hier aus ihrer Sicht zu verschiedenen Tierschutzthemen.


Hallo, mein Name ist Clara.

Als mein älterer Bruder anfing vegetarisch zu leben, interessierte ich mich auch dafür. Und als ich eines Tages den Spruch "Tiere sind meine Freunde und meine Freunde esse ich nicht" las, entschied ich mich auch gegen Fleisch und für die Tiere. Seit ich 11 bin, lebe ich 'fleischlos' glücklich.

Ich setze mich für Tiere ein, weil ich es nicht schön finde, wie Tiere in unserer Gesellschaft behandelt werden. In meiner Freizeit schreibe ich auch Texte für den Tierschutz, auf PETAkids.de könnt ihr einige von mir lesen, zum Beispiel hier, hier oder hier. Ich schreibe über Tiere, meine Erfahrungen in der Tierschutzarbeit, über Tierschutzthemen in der Schule und vieles mehr.




PETA TV Interview mit Clara

PETA TV hat Clara zuhause besucht. Im Video erzählt sie wie alles begonnen hat - mit einem Traum!

Schau dir das Video mit Clara an!

Ungleiche Freunde

(Teil 1 von 3)


© Klaus Jacob / pixelio.de

© Klaus Jacob / pixelio.de

Toni, das kleine Wolfsjunge, erinnert sich sehr oft an diesen einen Tag.

Er war erst wenige Wochen alt, als er einige Weibchen im Rudel belauschte.
„Maja, wir müssen wieder jagen gehen!“
„Wir haben nichts mehr zu fressen, das kann auch nicht gut für deine Kleinen sein.“
„Ja, genau. Außerdem bleibt doch Johanna hier und wacht über unsere Kleinen“, redeten die anderen Wolfsmütter auf Tonis besorgte Mama ein.
„Ja aber … aber … sie sind noch so klein … ihr wisst doch … ich habe schon einmal meine Welpen verloren … ich … ich kann nicht.“
„DU kannst nicht? Maja, du bist unsere beste Jägerin, ohne dich gehen wir leer aus. Willst du, dass wir verhungern?“
Das waren genug Argumente.
„Ja, gut, ich komme mit. Aber …“

Am Abend schaute Maja noch einmal nach ihren Kleinen; die schliefen alle tief und fest.
Doch kaum hatte die fünffache Mama den Bau verlassen, öffnete Toni vorsichtig seine Augen.
Er reckte und streckte seine Glieder und lief dann aufgeregt den Weibchen hinterher.
Vorsicht war geboten, die anderen durften ihn nicht entdecken.
Da ein Reh. Er machte sich darauf gefasst, dass die hungrigen Weibchen gleich losrannten, doch sie sahen sich nur kurz an und liefen weiter.
Beinahe konnte er die Erleichterung des Rehs fühlen.

Nach einem endlos scheinenden Fußmarsch erreichten sie endlich eine riesige Koppel, und da erst dämmerte es Toni, woher das Abendessen stammen würde.


„MÄHH MÄHH“. Die Schafe sahen sich verzweifelt um. Sie wussten, dass sie keine Chance gegen die gefährlichen Raubtiere hatten. Der Bauer war viel zu weit weg, um ihre Hilfeschreie zu hören.

Was Toni nicht sah, war, dass eine besorgte Mutter ihr kleines Lamm in einer Ecke im Schafstall versteckte.


„Ich muss zurück zur Herde, die anderen brauchen meine Hilfe. Pass auf dich auf.“
Das kleine Lamm schaute seiner Mutter sprachlos hinterher.

Toni überlegte währenddessen verzweifelt, wo er sich verstecken sollte, die anderen sollten ihn ja nicht sehen. Da sah er den alten Schafstall. Ja, das war eine gute Idee.
Als er eintrat, stieß ihm der Geruch von Heu und Schafkot entgegen.
Da hörte er ein leises Wimmern.
Er trat näher.
„Wer bist du denn?“, wollte Toni wissen.
„He … ich … ich … bitte … tu mir nichts … bitte“, flehte dieses kleine Wesen.
„Ich tu dir nichts. Keine Sorge, aber wer bist du? Mein Name ist Toni.“
„Ich … äh, ich bin Lea …“ Lea zitterte am ganzen Körper.
Einen Moment lang herrschte Stille.
„Meine Mama …“, schluchzte Lea und sah Toni fragend an.
Toni legte sich zu Lea ins Heu und kuschelte sich in ihre weiche Wolle.
„Hab keine Angst, meine Mutter und meine Tanten werden bald verschwinden. Sie werden deiner Mama schon nichts tun.“ Tonis Worte klangen zwar beruhigend, aber Lea konnte sie nicht wirklich glauben.
Zusammen schliefen sie im Heu ein.
„Toni? Bist du mein Freund?“, fragte Lea am nächsten Morgen
„Ja natürlich, und du bist doch auch meine Freundin oder?“
„Ja!“, sagte Lea.
„Ich muss schnell nach Hause, meine Mama macht sich bestimmt schon Sorgen.“
Da weinte Lea.
„Warum weinst du?“, fragte Toni, der eigentlich schon auf dem Sprung war.
„Meine Mama“, flüsterte Lea nur.
Toni warf ihr einen tröstenden Blick zu und verschwand, er musste sich beeilen.

Fortsetzung folgt! :o)

Helden Für Tiere
Überall auf der Welt werden Kinder zu aktiven und engagierten Tierschützern. Lese hier mehr über die Helden für Tiere.