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8 spannende Pferde-Fakten, die du vielleicht noch nicht kennst!

1. PFERDE SIND FLUCHTTIERE

In der Natur gibt es Jäger und Gejagte, fleischessende Tiere und Vegetarier. Pferde gehören zu den Gejagten und sind Vegetarier. Seit etwa 6000 Jahren leben Pferde in der Obhut des Menschen – ihre Instinkte aber funktionieren immer noch wie die eines Wildtieres. Als wehrlose Vegetarier ergreifen sie bei Gefahr als erstes die Flucht.



Für den Umgang mit dem Pferd ist das sehr wichtig zu wissen, denn ein Pferd, das die Flucht ergreift zu bestrafen, ist immer der falsche Weg.

2. DER LEBENSRAUM DES PFERDES

Es gibt "Nordpferde" und "Südpferde". Die Nordpferde sind die Ponyartigen, die aus mittel- und nordeuropäischen Waldgebieten stammen. Für sie machte es wenig Sinn, kopflos zu flüchten, denn im Wald sind überall Bäume. Daher sind die Ponys oft überlegter in ihrem Fluchtverhalten als "Großpferde". Die Südpferde hingegen stammen aus der Steppe und vertrauen hauptsächlich ihrer Schnelligkeit - sie starten sofort durch, wenn sie Gefahr wittern. Dazu zählen alle hochblütigen Pferde.

Reine Boxenhaltung ist für das Lauftier Pferd nicht zu akzeptieren. Ein angrenzender Paddock ersetzt auch nicht den regelmäßigen Weidegang. Denn in der Natur bewegt sich das Pferd beim Grasen immerhin ca. 16 Std. im ruhigen Schritt fort und es legt an einem Tag Strecken bis zu 30 km zurück.

Gruppenauslauf-Haltung ist optimal für eine kleine Gruppe von Pferden. Sie haben gemeinsam einen großen Offenstall, vielleicht mit einer einzeln abtrennbaren Box, den sie jederzeit aufsuchen können und können gleichzeitig auf einen gemeinsamen Auslauf und auf die Weide.

3. DAS LEBEN DES PFERDES

Ein Pferd kann locker über dreißig Jahre werden. Die meisten Pferde, die eines natürlichen Todes sterben, werden allerdings fünfundzwanzig bis knapp dreißig Jahre. Elf Monate lang lebt das Fohlen im Mutterleib, dann wird es geboren. Mit etwa einem halben Jahr trennt man es von der Mutter, in der Natur bleibt es bis zu einem Jahr bei ihr.

Man sagt, Ponys seien "später reif" als Großpferde, weil die Ponybesitzer ihre Tiere meistens erst mit fünf Jahren anreiten. Aber auch Großpferde sind erst mit sieben Jahren wirklich ausgewachsen. Ihr Leistungshöhepunkt liegt zwischen dem elften und vierzehnten Lebensjahr. Wenn Pferde trainiert werden, dann ist es für ihre Gesundheit wichtig, dass dies vorsichtig und sorgfältig geschieht.

4. ALTE PFERDE – TOLLE KUMPELS UND GUTE FREUNDE

Alt bedeutet nicht "zum alten Eisen" gehören. Leider werden viele Pferde, die nicht mehr "arbeiten" können oder nicht mehr gebraucht werden, geschlachtet oder eingeschläfert obwohl sie noch gesund sind. Das muss nicht sein. Alte Pferde sind tolle Kumpels und können noch viele Aufgaben wahrnehmen und einen schönen Lebensabend haben.

Ein altes Pferd, das schon alles kennt, kann ein wunderbarer Lehrmeister für Fohlen und Jungpferde sein. Früher gab es in den großen Gestüten immer einige recht alte Pferde, die die ersten Male mit den jungen Pferden ins Gelände gingen, um den Neuen Sicherheit zu bieten. Jedes Pferd hat einen schönen Lebensabend ohne Arbeit verdient. Das bedeutet nicht, dass man es "irgendwo" auf eine Weide abstellt, denn gerade alte Pferde brauchen Pflege und Zuneigung.

Aber sie zeigen ihre Dankbarkeit auch deutlich, sie sind reizend zu kleinen Kindern und oft der ruhende Pol im Stall. Auch Menschen werden einmal alt – stellt man sie dann einfach weg?

5. SPORT MUSS AUCH DEN TIEREN SPASS MACHEN

Von sich aus würde kein Pferd Dressur gehen, auf der Galopprennbahn rennen oder über Hindernisse springen – Pferde brauchen das nicht! Wenn wir Menschen das von ihnen fordern, sind wir auch für sie verantwortlich. Das bedeutet, dass wir ganz genau wissen müssen, was wir von ihnen verlangen. Kein junges Pferd darf zu früh angeritten oder überfordert werden. Wichtig ist, dass wir das Wohlbefinden des Pferdes in den Vordergrund stellen und nicht unseren Wunsch nach Preisen.



Hier geht's weiter mit den spannenden Fakten über Pferde!

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