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Rette Schafe

Es ist tatsächlich ganz einfach wie du unseren tierischen Freunden helfen kannst!

Sprich mit deinen Eltern und erkläre ihnen, warum du keine Wolle tragen möchtest und bitte sie darum, selbst auch keine zu tragen!

Es ist absolut richtig, Tieren nicht wehtun zu wollen und deshalb aufzuhören, Wollartikel zu kaufen.

Es ist ganz einfach:

du brauchst dir nur das Etikett im Kleidungsstück anzuschauen.

Viele Menschen denken, Schafe zu scheren, würde den Tieren helfen, da sie sonst unter zuviel Wolle leiden würden.

Ohne die Einmischung des Menschen jedoch würden Schafe nur soviel Wolle bekommen, wie sie benötigen, um sich vor extremer Witterung zu schützen. Das Vlies schützt wirksam, weil es sowohl gegen Hitze wie Kälte schützt.
Die Herden auf Schaffarmen bestehen gewöhnlich aus Tausenden von Schafen, was es unmöglich macht, einem einzelnen Tier soviel Aufmerksamkeit zu schenken wie es braucht.

Die am meisten verbreitete Rasse in Australien sind die Merinos,
die speziell so gezüchtet wurden, dass sie faltige Haut haben.
Dies bedeutet: noch mehr Wolle pro Tier.
Diese unnatürliche Menge an Wolle kann dazu führen, dass Tiere während der heißen Monate an Überhitzung sterben und in den Falten sammeln sich außerdem Urin und Feuchtigkeit.

Von der Feuchtigkeit angezogen, legen Fliegen ihre Eier in den Hautfalten ab, und die ausgeschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leibe auffressen. Um nun einen solchen ’Fliegenbefall’ zu verhindern, nehmen die australischen Farmer eine schreckliche ‚Operation’ an den Schafen vor – Mulesing.
Dabei werden den Lämmern bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung riesige Fleischstreifen am Hinterteil weg geschnitten. Man will so eine glatte, vernarbte Hautfläche erhalten, auf der sich keine Fliegen ansiedeln und Eier ablegen, jedoch werden die offenen blutigen Wunden oft noch vor dem Abheilen von Fliegen befallen.

Alljährlich sterben Hunderte von Lämmern an den Folgen der Witterung oder verhungern, bevor sie 8 Wochen alt sind.

Und Jahr für Jahr sterben ausgewachsene Schafe an Krankheiten, fehlenden Unterständen und Vernachlässigung.

Die Scherer werden gewöhnlich nach Menge bezahlt, nicht nach Stunden Arbeitszeit. Ein Augenzeuge beschreibt:
"die Scherhalle muss wohl einer der schlimmsten Orte für Tierquälerei sein. Ich habe Scherer gesehen, die die Schafe solange mit ihren Schermessern oder Fäusten geschlagen haben, bis sie aus der Nase bluteten. Ich habe Schafe gesehen, denen man das halbe Gesicht mit weg geschoren hatte."

Werden Schafe älter und lässt die Wollproduktion nach, werden sie zum Schlachten verkauft. Dies führt jedes Jahr zu grausamen Lebendtransporten von 6,5 Millionen Schafen aus Australien in den Nahen Osten und nach Nordafrika.
So starben einem Bericht zufolge beispielsweise 14.500 Schafe an Hitzschlag, als sie 2002 auf dem Weg in den Nahen Osten waren.
Ihre Leichen wurden einfach über Bord geworfen. Auch in Europa werden eng zusammengepackte Tiere langen Transporten ausgesetzt, manchmal 50 Stunden lang, ohne Futter oder Wasser.
Solltest du Freunde haben, die sich Kleidungsstücke aus Wolle kaufen, wissen sie vielleicht noch nichts über die Australische Wollproduktion. Erzähl ihnen davon.

PETAs Erfolge für Schafe

Joaquin Phoenix
Der Schauspieler Joaquin Phoenix („Walk The Line“) hat einen Brief an den australischen Agrarminister Peter McGauraun geschrieben. In diesem Brief fordert er den Politiker auf, einer grausamen Verstümmelung von Lämmern namens „Mulesing“ und dem Lebendtransport von Schafen in den Nahen Osten ein Ende bereiten.

H&M
Die schwedische Modekette H&M hat bekannt gegeben, in Zukunft auf die grausam produzierte ‚Mulesing’ Wolle aus Australien zu verzichten. Der Auslöser für H&M war die Bekanntgabe von PETA, dass die australische Wollindustrie ihr Versprechen zurückgezogen hat, das so genannte ‚Mulesing’ zu beenden. H&M möchte zukünftig nur noch Merinowolle verwenden, die von Farmen, die kein ‚Mulesing’ anwenden, stammt. ‚Mulesing’ ist die barbarischste, grausamste und billigste Methode, um Fliegenbefall zu verhindern.

Benetton
PETA hat die Kampagne gegen Benetton beendet, nachdem die internationale Bekleidungskette angeboten hat, ein Abkommen zwischen der australischen Wollindustrie und PETA zu unterzeichnen, welches zu einer neuen Wollmarke von Farmern geführt hat. Die neue Wollmarke ist Teil eines Plans zur Beendigung von Mulesing-Verstümmelung und Lebendtransporten.
In einem Brief an die australische Wollindustrie hat sich Benetton einverstanden erklärt, nur noch Wolle von Schafen, die nicht durch das Mulesing verstümmelt wurden, zu verwenden und fordert die gesamte australische Wollindustrie auf, das Abkommen zu unterzeichnen.

Adidas verzichtet auf Mulesing-Wolle aus Australien
Nach fast viermonatigen Gesprächen mit PETA USA, hat sich Adidas nun dazu entschieden, jegliche Wolle von Lämmern zu boykottieren, die sich dem so genannten „Mulesing“ unterziehen mussten. Frank Henke, Global Director of Social and Environmental Affairs bei Adidas, zu PETA: „Adidas hat seinen Entwicklungs- und Bezugsteams klare Anweisungen gegeben, keine Merinowolle mehr aus Quellen zu beziehen, die das Mulesing anwenden. Unsere internationale Richtlinie wendet sich auch gegen das Clip-Mulesing. … Wir werden mit anderen Materialien arbeiten, außer uns wird ganz klar bestätigt, dass der Zulieferer kein Mulesing mehr praktiziert.“

C&A
Das Modeunternehmen C&A will keine Verstümmelung von Lämmern unterstützen! C&A hat sich entschlossen, jegliche Wolle von Zulieferern, die entweder die standardmäßigen „Mulesing“ Verstümmelungen oder das neue – und ebenso schmerzhafte – „Clip Mulesing“ vornehmen, zu boykottieren. Diese Entscheidung folgte auf Diskussionen mit PETA die bis 2005 zurückreichen.

Hugo Boss
zeigt ein Herz für Tiere und entscheidet sich für phasenweise Ausstieg aus australischer Wolle. Ein kompletter Ausstieg ist bis 2010 angekündigt. Der Einzelhandelsriese Hugo Boss – mit Hauptsitzen in Metzingen und New York City – hat nun angekündigt, den Kauf australischer Wolle von Lämmern, die sich der Standardpraxis des „Mulesing“ oder dem neuen „Clip Mulesing“ unterziehen mussten, nach und nach einzustellen.


Verblüfft über Schafe? Hier ein paar witzige Infos über unsere wolligen Freunde und ein Quiz, in dem du dein Wissen testen kannst.


Schafe sind Herdentiere, das heißt, sie hängen zusammen rum, denn in einer Herde ist man sicherer vor Raubtieren.
Wenn sie Angst vor etwas haben, laufen sie gemeinsam eine kurze Strecke, dann drehen sie sich um, um der Gefahr als ganze Gruppe ins Auge zu schauen.



Nimm am Quiz teil und lese die Infos dazu, die du brauchst!
Helden Für Tiere
Überall auf der Welt werden Kinder zu aktiven und engagierten Tierschützern. Lese hier mehr über die Helden für Tiere.