

Gänse gehören zu den reaktionsschnellsten Tieren und haben ein exzellentes Gehör.
Gänse können erblindete Artgenossen füttern und noch vieles mehr.
Gänse sind liebenswürdige und intelligente Wesen. Früher liefen sie in Gruppen über den Hof und schnatterten wenn jemand kam so laut, dass kaum ein Einbrecher sich an ihnen vorbeigetraut hätte.
Gänse sind sehr anhänglich und bleiben ihren Gänsepartnern bis zum Tod treu. Verhaltensforscher Prof. Dr. Konrad Lorenz sieht darin Parallelen zu uns Menschen. Auch sie trauern um ihren Partner wenn er stirbt.
Gänse bleiben ihren Familien gegenüber sehr treu: Sie wählen einen Partner auf Lebenszeit und gehen mit ihrem Partner und den Kindern sehr beschützerisch um.
Wird ein Familienmitglied krank oder verletzt sich, weigert die Gans sich häufig, ihm von der Seite zu weichen, selbst wenn der Winter naht und die anderen Gänse ihrer Gruppe in den Süden fliegen.
Diejenigen, die einmal Zeit damit zugebracht haben, Gänse zu beobachten, berichten, dass sie genauso Gefühle empfinden wie wir: Wird der Partner einer Gans getötet oder werden ihre Eier zerstört, zieht sie sich von der Gruppe der übrigen Gänse zurück, während sie trauert.. Ist ihr Partner gestorben, verbringen manche Gänse den gesamten Rest ihres Lebens als Witwe/Witwer und weigern sich, sich erneut zu paaren.
Und das kann eine lange Zeit sein, denn Gänse leben bis zu 25 Jahre lang.
Mehrere Gänsefamilien finden sich zusammen, um eine größere Gruppe zu bilden, die man als Schar bezeichnet. Diese Zahlenstärke kommt ihnen zugute, wenn sie lange Entfernungen fliegen.
So schützen sie nicht nur ihre eigenen Familien, sondern die Gänse geben auch aufeinander Acht in ihrer Schar:
Wird eine Gans während des Fluges abgeschossen, bleiben einige der anderen Gänse zurück, um nach ihrem verletzten Freund zu schauen.
Gänse sind Meister im Fliegen, die Tausende von Kilometern während ihrer jährlichen Züge zurücklegen können. Sie fliegen in der charakteristischen V-Formation, so dass die Gänse vorne den Luftwiderstand für die hinteren verringern.
Diese erstaunliche Windschneidetechnik hilft den Gänsen, zusammen in der Gruppe etwa 70 Prozent weiter zu fliegen, als sie es einzeln schaffen würden. Die Gänse wechseln von vorne nach hinten, wenn sie müde werden, und diejenigen, die hinten sind, schreien, um die Führer anzufeuern.
Gänse verfügen über ein Langzeitgedächtnis, und setzen ihnen vertraute landschaftliche Merkmale und die Sterne ein, um sich bei ihren jährlichen Zügen zu orientieren.
Keine Gänse essen
In den Mastbetrieben, aus denen die Gänse kommen, herrscht ein Ziel: Es geht darum, die Gänse möglichst schnell an Gewicht zulegen zu lassen, um sie mit größtmöglichem Gewinn zu verkaufen.
Die gezüchteten Gänse leiden sehr häufig unter den Folgen der Überzüchtung und unter dem wenigen Platz. Gelenkentzündungen, Atemnot, Herzanfälle, gebrochene Beine oder sogar der vorzeitige Tod durch das Zertrampeln durch Artgenossen sind die Folge.
Vögel, die für Foie gras (Stopfleber) aufgezogen werden, erleiden ein noch schlimmeres Schicksal.
Keine Daunen
Vor der Schlachtung reißt man den Tieren die Federn oft ohne Betäubung aus, um die Daunenfedern zu verkaufen. Teilweise werden ganze Hautstücke mit ausgerissen. Aua! Die Daunen werden in Jacken, Bettdecken oder Schlafsäcke gesteckt.
Das Leben der Gänse endet mit circa 10 Wochen. In diesem Alter sind sie genaugenommen noch Gänsekinder. Ihre natürliche Lebenserwartung liegt bei bis zu 25 Jahren.
Schon bei dem Gedanken daran bekommt man eine „Gänsehaut“.