

Ein Mitarbeiter von PETA USA ermittelte mehrere Monate versteckt in dem Betrieb U.S. Global Exotics (abgekürzt USGE) in Texas.
Dieses Unternehmen handelt mit exotischen Tieren, die in die ganze Welt verkauft werden.
Auch an deutsche Händler wurden im Jahr 2008 über 60.000 exotische Säugetiere, Reptilien und andere Tiere verkauft. Die Tiere stammen aus Ländern wie Ägypten, Hong Kong, Neuseeland, den Niederlanden und auch aus Deutschland. Das heißt, Tiere wurden auch in Deutschland gezüchtet und an USGE verkauft.
Schlangen, Eidechsen, Faultiere und viele mehr werden teilweise wild gefangen und als „Haustiere“ verkauft.
Aufgrund der Ermittlungen von PETA USA retteten Behörden in Arlington, Texas, im Dezember letzten Jahres über 26.000 Tiere aus diesem Betrieb.
Darunter waren Wallabys, Faultiere, Lemuren, Wickelbären, Nasenbären, Agutis, Igel, Chinchillas, Hamster, Wüstenrennmäuse, Ratten, Mäuse, Eichhörnchen, Meerschweinchen, Sugar Glider, Präriehunde, Frettchen, Schlangen, Eidechsen, Schildkröten, Frösche, Spinnen, Krebse und Skorpione.
Nur 3-4 Mitarbeiter kümmerten sich um zehntausende Tiere. Hunderte Tiere bekamen kein Wasser, keine Nahrung und keine tierärztliche Versorgung. Sie wurden unter anderem in Getränkeflaschen, Katzenklos, Futtertrögen und Drahtkäfigen gehalten.
Einige Tiere wurden tage- oder wochenlang in Kissenbezügen, Versandboxen oder Getränkeflaschen gesperrt. Und das ohne Nahrung und Wasser.
Exotische Tiere waren monate- oder manchmal sogar jahrelang in kahlen Boxen, Vogelkäfigen und Futtertrögen untergebracht.
Hunderte Leguane und andere Echsen wurden nach ihrer Ankunft nicht ausgepackt. Sie starben in den Transporttaschen oder Transport“bechern“. Mindestens 12. 000 Wasserschildkröten blieben wochenlang im Lagerraum. An einem Tag starben 657 von ihnen.
Als die Tiere beschlagnahmt wurden, fand man über 200 verwesende Leguane und noch mal so viele lebende Leguane. Die Tiere sollten eigentlich nach Ägypten.
Grüne Laubfrösche wurden wochenlang in Getränkeflaschen in einem Karton gehalten. Niemand kümmerte sich um sie. Deshalb hatten die Frösche wochenlang keine Nahrung und kein Wasser. Als die Tiere verschickt werden sollten, wurden sie brutal aus den Flaschen geschüttelt und an den Beinen herausgezogen.