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Tierschützer aus der ganzen Welt treffen sich jedes Jahr in Pamplona. Was sie dort erlebt haben, erzählt Birgit den PETAKids Lesern.

Auf dem 1-wöchigen Festival von San Fermin werden jedes Jahr von tausenden Touristen Stiere durch die Straßen getrieben. Bevor die Stiere durch die Straßen hetzen müssen, werden sie geschwächt und in Panik versetzt. Die Stiere rutschen oft auf den gepflasterten Straßen aus, fallen hin und verletzen sich. Nach dem Stierrennen, müssen diese Stiere in der Arena zum Stierkampf antreten.

Jedes Jahr finden Aktionen von Tierschützern aus der ganzen Welt dort statt. Dieses Jahr war Birgit dabei und erzählt uns von der Aktion.

Auf dem Foto seht ihr Birgit und viele andere Tierschützer. Auf ihrem Rücken sind Banderillas. Das sind spitze, hölzerne Dolche, mit denen die Stiere beim Festival in San Fermin geschwächt und getötet werden.

Birgit erzählt, was sie erlebt hat:

Tierschützer bereiten die Aktion vor.

Tierschützer bereiten die Aktion vor.

Am Freitag morgen um 7 Uhr habe ich an der Rezeption der Jugendherberge in Barcelona, in der wir eine sehr kurze Nacht verbracht haben, die anderen Aktivisten aus allen möglichen Ländern kennen gelernt. Mit dabei waren unter anderem Bernie aus der Schweiz, Mainee aus Österreich, Saskia aus Holland, Susanna aus Portugal, Georgio aus Italien – und weitere tolle Menschen aus interessanten Ländern.
Wir traten die Tagesbusreise nach Pamplona an, übten abends auf dem Campingplatz den Ablauf der Aktion und lernten weitere Hintergründe über die grausame Tradition der Stierrennen und Stierkämpfe.

Mit Klebstoff werden Banderillas (Pfeile) auf den Rücken geklebt.

Am Samstag ging alles sehr schnell voran, ab in den Bus, los in die Innenstadt von Pamplona, Kleider aus und raus aus dem Bus. Nur in schwarzen kurzen Hosen bekleidet, stellten wir uns in mehreren langen Reihen auf, um dem Vordermann bzw. der Vorderfrau mit Klebstoff Banderillas (Pfeile) auf den Rücken zu kleben.
Wir waren 50 Teilnehmer an der Aktion. Jeder von uns stand für einen der 50 Stiere, die jedes Jahr bei dem Fest von San Fermin von tausenden von Touristen durch die Straßen gehetzt werden.
Die Stiere werden direkt in die Stierkampfarena gehetzt, wo sie zum Schwächen Banderillas in ihre Rücken gerammt bekommen.
Und später grausam getötet werden – nur um Menschen damit zu unterhalten.
Nachdem der Kleber getrocknet war und die Banderillas gehalten haben, sind wir zur Stierkampfarena gelaufen und haben uns vor dem Eingang hingelegt. Nun wurde noch schnell Kunstblut (rote Farbe) über uns geschüttet und schon ging es los.

Beim Basteln der Banderillas.

Beim Basteln der Banderillas.

'Ich glaube die Grausamkeiten werden nur für die Touristen aufrecht erhalten.'

Es waren so viele Leute von der Presse da, dass sie, um gute Fotos zu machen, sogar über uns gestiegen sind, um Nahaufnahmen zu machen. Fernsehteams waren ebenfalls zahlreiche da, sowie jede Menge Einheimische und Touristen. Die Stunde, in der wir dalagen, und versuchten, uns absolut nicht zu bewegen, um wie tote Stiere zu wirken, kam uns sehr lang vor.
Wir lagen in der prallen Mittagssonne, und so manch einer holte sich einen ordentlichen Sonnenbrand. Als alle Zuschauer und die Presseleute begannen zu klatschen und zu jubeln, wussten wir, dass die Aktion zu Ende ist.
Wir sind aufgestanden, waren alle sehr emotional gestimmt, weil wir durch die Aktion direkt vor der Arena das Leid der Stiere gut nachfühlen konnten, waren aber gleichzeitig sehr stolz, an der Demo teilnehmen zu dürfen. Der Zusammenhalt war einfach sensationell.
Niemand war uns feindlich gestimmt. Ich glaube, diese Grausamkeiten werden nur für die Touristen aufrechterhalten. Die Spanier machten den Eindruck, als ob sie kein Interesse mehr am Stierkampf haben.

Vielen Dank an Birgit und an alle anderen Tierschützer!

Helden Für Tiere
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Sarah weiß, dass man ein Publikum begeistern kann, ohne dass dafür Tiere leiden müssen.