

Bisheriger Erfolg
Das EU Parlament hat am Dienstag, 05.05.2009 ein klares Zeichen für Tiere gesetzt! Mit eindeutiger Mehrheit wurde für ein Import- und Handelsverbot von Robbenprodukten gestimmt und somit vor allem Kanada gezeigt, was die EU vom Robbenschlachten hält und sich für die Robben einsetzt.
In Kanada werden jährlich hunderttausende von Robben – zumeist Babies in einem Alter von max. 3 Monaten – grausam getötet.
Das bedeutet, dass 30 Nationen den Verkauf von Robbenprodukten (in erster Linie die Felle) verboten haben! Wow!
In jedem Frühjahr ziehen schwangere Robben in Richtung Norden, um ihre Jungen an den Küsten von Labrador, Neufundland, Baffin Island und Pribilof Island in Alaska zur Welt zu bringen. Aber noch bevor ihre Babys zwölf Wochen alt sind, werden viele der Babys bereits auf grausame Weise abgeschlachtet.
Dieses Jahr sind ab Mitte März in Nord-Kanada und Alaska die Robbenjäger wieder auf dem Eis unterwegs und die Eisschollen blutrot. Jedes Jahr werden etwa 250.000 Robben in Kanada getötet. Es ist erlaubt, Robben ab einem Alter von ca. 12 Tagen zu töten.
Zum Einen wollen die Jäger hauptsächlich die Felle. Damit verdient die große Fischereiindustrie viele Millionen Euro. Aus den Fellen werden teure Pelzmäntel, sowie Besätze und Futter von Stiefeln und Handschuhen gemacht.
Zum Anderen behaupten Regierungsvertreter und Fischer, dass die Robbenanzahl kontrolliert werden muss, um die Fische zu schützen, die von Robben verzehrt werden und ‚eigentlich’ von Fischern gefangen werden sollen.
Dies stimmt allerdings so nicht. Robben ernähren sich hauptsächlich von einer Fischart, die nicht von Menschen gefischt wird. Nämlich dem Kapelan oder Dickmaul und es gibt wenig Beweise, dass Robben den Fischern die Fische wegschnappen. Und selbst wenn die Robben diese Fischarten verzehren würden, sind sie nur so kurze Zeit in diesem Gebiet, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass sie Schaden anrichten würden.
Wissenschaftliche Studien geben als Grund für die immer weniger werdenden Fischbestände an Kanadas Ostküste die Überfischung durch den Menschen an.
Oftmals wird auch damit argumentiert, dass die Robbenjagd eine Tradition der Ureinwohner – der Inuit - ist. Doch damit hat diese Jagd nichts mehr zu tun. Die Inuit töteten nur so viele Tiere, wie sie für die Ernährung brauchten. Aus den Fellen stellten sie Kleidung oder Decken her.
1987 hatte Kanada die Jagd auf Robben verboten, aber seit 1995 ist sie wieder erlaubt.
Eine Jagd kann man das eigentlich nicht nennen, eher ein Schlachten. Bei diesem Massaker haben die Robben keine Chance zu entkommen: sie können sich nicht so schnell fortbewegen. Die Jäger gehen zu den Robben hin, erschießen oder erschlagen sie mit einem Knüppel.
Moderne Robbenjäger verwenden Hubschrauber, um herauszufinden, wohin die Robben gezogen sind. Wenn man den Standort der Tiere gefunden hat, werden Eisbrecher (Schiffe) mit Robbenjägern losgeschickt, um sie zu finden. Die Robbenmütter, die ihre Babys nicht im Stich lassen wollen, werden als erstes ‚beseitigt’, dann die völlig verängstigten Babys. Sie werden mit einem Knüppel auf den Kopf erschlagen, oftmals sind sie nur bewusstlos und werden dann gehäutet.
Da das Fleisch der Robben so gut wie wertlos ist, werfen die Jäger die toten und sterbenden Tiere einfach auf einen Haufen und lassen sie dort auf den Eisschollen verrotten. Tierärzte, die sich mit den vergangenen Jagden beschäftigt haben, fanden heraus, dass sich die Jäger routinemäßig nicht an bestehende kanadische Tierschutzstandards halten.
Für die Robben ist die Jagd besonders schlimm, weil sie schon durch den menschengemachten Klimawandel belastet sind. Weil es so warm ist, schmilzt das Eis in Kanada immer früher. Die Robben brauchen das Eis aber als Lebensraum, denn sie können noch nicht schwimmen. Viele Robbenbabys ertrinken, die anderen werden gejagt.
Da 2010 in Vancouver die Olympischen Winterspiele stattfinden, fordert PETA ein Fairplay mit Robben und das endgültige Ende des grausamen Massakers.
Dazu macht PETA verschiedene Aktionen vor kanadischen Botschaften.
Auf dem Foto siehst du eine Aktion vor der Kanadischen Botschaft in Berlin. Es wurden Stoffrobben mit roter Farbe bemalt, um viele Menschen auf die Situation der Robben aufmerksam zu machen. Der Tierschützer mit dem Baseballschläger möchte zeigen, wie grausam die Robbenbabies getötet werden.
Lies weiter, was du tun kannst!
Natürlich würdest du niemals Kleidung mit Pelz kaufen, das ist klar! Aber was kannst du noch tun? Weltweit protestieren Menschen gegen die sinnlose Robbenjagd; Kanadas Regierung ist allerdings weiterhin überzeugt, dass das Land verantwortungsbewusst handelt.
Wenn du ganz und gar anderer Meinung bist und die Robbenjagd grausam und sinnlos findest, dann nimm an der Online Protestaktion teil:
Fülle einfach das untenstehende Formular aus, deine Eltern müssen einverstanden sein. Am besten machst du es mit deinen Eltern zusammen. Deine Mail geht dann direkt an die kanadische Botschaft in Berlin. Automatisch wird folgender Text in die Mail eingefügt:
Sehr geehrter Herr Botschafter Dr. Peter Boehm,
ich protestiere gegen die von Ihrer Regierung genehmigte Robbenjagd.
Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass dieses grausame Morden der Robben aufhört.
Es ist niemals in Ordnung Tiere für sinnlose Modeartikel zu quälen und zu töten.
Ich werde meine Freunde und Familienmitglieder darüber informieren und diese bitten sich dem Protest anzuschließen.
Vielen Dank für deine Hilfe!