

Die meisten Menschen denken, dass Leder ein „Nebenprodukt“ der Schlachthäuser ist. Tatsächlich ist es aber das wichtigste Nebenprodukt der Fleischindustrie. Sobald „Milchkühe“ zu wenig Milch geben, werden sie geschlachtet und ihre Haut zu Leder verarbeitet. Genauso die Haut der Kälbchen (Kalbsleder). Wenn man also Leder kauft, unterstützt man automatisch die Fleisch- und Milchindustrie. Und das nur für die Mode! Es gibt so viele Alternativen zu Leder, warum also solch unnötiges Leiden unterstützen!
Das stimmt nicht! Die Lederproduktion ist in Wahrheit sehr umweltschädlich. Die Chemikalien, die gebraucht werden, um Leder herzustellen (das nennt man Gerben), schützen die Tierhäute vor dem Verwesen. Meist werden dafür gefährliche, giftige Substanzen verwendet (z.B. Mineralsalze, Öle, Färbemittel usw.). Zusätzlich enthalten Abwässer von Gerbereien giftige Substanzen und andere Schadstoffe, wie Eiweiße, Haare, Salz und Säuren. Diese können ins Grundwasser gelangen.
Heutzutage ist das ganz einfach. Zahlreiche Produkte findest du in vielen Kaufhäusern und Schuhgeschäften. Du musst nur genau hinschauen. Viele Sachen sehen aus wie Leder, sind aber keines. Also, schau genau auf die Etiketten!
Viele Leute glauben, man muss Schafe scheren, weil sie sonst so schwer tragen müssen oder schwitzen. Wenn sich die Menschen aber nicht einmischen würden, würde den Schafen nur so viel Fell wachsen, wie sie benötigen. Der größte Teil der Wolle kommt aus Australien. Kurz nach der Geburt werden den Lämmchen ohne Betäubung die Ohren durchgeknippst und die Schwänze abgeschnitten. Viele Lämmchen sterben, bevor sie acht Wochen alt sind, weil sie entweder verhungern oder die äußeren Bedingungen nicht verkraften. Ausgewachsene Schafe sterben oft an Krankheiten oder Vernachlässigung.
Hast du schon einmal von „Mulesing“ gehört? Die Farmer schneiden den Schafen ohne Betäubung große Fleisch- und Hautstreifen hinten an den Beinen ab. Das machen sie, um zu verhindern, dass Fliegen an die Schafe gehen. Die Farmer machen das so schnell wie möglich, da sie nach der Menge der Schafe bezahlt werden, die sie scheren. Deshalb nehmen sie keine Rücksicht und gehen nicht gut mit ihnen um.
Noch viel schlimmer! PETA hat auf Pelztierfarmen ermittelt. Dort waren Tiere mit gebrochenen Knochen und Wunden, die nicht durch einen Tierarzt behandelt wurden. Tiere, die in eine Falle geraten, bissen sich ihren eigenen Fuß ab, um zu fliehen. Viele Tiere sterben qualvoll, bevor der Fallensteller sie abholt. Andere Tiere leiden tagelang in den Fallen, bis sie getötet werden. Um den Pelz nicht zu beschädigen, werden die Tiere häufig totgeschlagen oder -getreten. Die Tiere leiden sehr, ob in der Falle oder in einem winzigen Käfig.
Daunen sind Gänse- und Entenfedern. Man findet sie in Decken und Winteranoraks. Die Tiere werden an den Füßen festgebunden und an den Hälsen hochgezogen. Dann werden ihnen die Federn rausgerissen. Dabei kommt es oft zu Verletzungen. Danach kommen sie in ihre Käfige zurück, bis wieder genug Federn nachgewachsen sind. Das müssen die Tiere mitmachen, sobald sie 9 Wochen alt sind, bis sie dann zum Schlachter kommen. Gerupft werden sie ca. alle 6 Wochen.
Natürlich gibt es Alternativen zu Daunen, so dass niemand diese Grausamkeit unterstützen muss. Außerdem ist es billiger und isoliert besser. Für Allergiker ist es sowieso besser.
Also: Du brauchst wirklich keinen Daunenanorak und keine Daunenbettdecke.