

Tiere in der Massentierhaltung produzieren Milch oder legen Eier nicht deshalb, weil man sie gut behandelt. Sie tun das, weil sie eine Menge Medikamente bekommen. In der Massentierhaltung werden so viele Tiere gezüchtet, dass es unmöglich ist, sich gut um sie zu kümmern. Und es ist billiger für die Bauern, die Tiere unter schlechten Bedingungen zu halten, anstatt für gute Lebensbedingungen zu sorgen.
Es hören ja nicht alle Menschen auf der ganzen Welt plötzlich auf, Fleisch zu essen. Aber wenn nach und nach immer weniger Leute Fleisch essen, werden auch nicht mehr so viele Tiere als Nahrungsmittel gezüchtet. Dann können diese unter besseren Bedingungen leben. Die Bauern können sich anderen Arten der Landwirtschaft zuwenden.
Ja! Wir verfüttern viel mehr Getreide an Tiere, die für den Menschen geschlachtet werden als wir für uns zu Nahrungszwecken bräuchten. Wir könnten locker die gesamte Weltbevölkerung mit Gemüse und Getreide ernähren.
Bei uns gibt es eher das Problem, dass wir zu viel Eiweiß zu uns nehmen. Die meisten Amerikaner bekommen das Doppelte an Eiweiß von dem, was sie brauchen. Dadurch steigt das Risiko, dass man schlimme Krankheiten bekommen kann. Fast jedes pflanzliche Nahrungsmittel enthält genügend Eiweiß, man braucht deshalb also kein Fleisch zu essen.
Studien zeigen, dass Fleisch–Esser eher dazu neigen, schlimme Krankheiten zu bekommen als Vegetarier. Deshalb ist es auf alle Fälle gesünder, sich ohne tierische Produkte zu ernähren.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Fische genauso Schmerzen empfinden können wie alle anderen Tiere. Fische können auch Angst empfinden wie andere Tiere. Eine Studie fand heraus, dass das Herz eines Fisches schneller schlug, als er gejagt und eingesperrt war. Das ist genau dieselbe Reaktion wie bei einem Menschen, wenn er Angst hat.
Kühe geben nur Milch, um ihre Babys zu versorgen. Die Bauern nehmen den Kühen ihre Kälbchen gleich nach der Geburt weg, damit die Menschen die Kuhmilch trinken können. Die weiblichen Kälbchen werden entweder geschlachtet oder werden selbst später zu „Milchkühen“. Die männlichen Kälbchen werden 4 Monate lang in kleine Boxen gesperrt und enden als „Kalbsfleisch“, oder sie leben noch zwei Jahre meist unter unschönen Bedingungen und werden dann geschlachtet.