Tierische Freunde!

Das geheimnisvolle Leben von Hamstern – Teil 1

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Hamster gehören zu den putzigsten Tieren, die man sich vorstellen kann. Kaum jemand kann diesen kleinen Augen widerstehen. Es ist verständlich, dass sich viele Menschen einen Hamster als tierischen Mitbewohner wünschen. Doch meist wissen sie zu wenig über die kleinen Nager, denn Hamster sind keine Tiere zum Streicheln und Schmusen. Falls du dich aber entschließt, einem kleinen Fellknäuel aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken, sagen wir dir, was du beachten musst. Denn das ist eine ganze Menge!

Das glaubst du nicht? PETAKids wird dich überzeugen:

Bevor ein kleiner Vierfüßler als neues Familienmitglied aufgenommen wird, gilt es, das geheimnisvolle Leben von Hamstern zu entdecken. Du musst wissen, welche Bedürfnisse ein Hamster hat, damit du ihm ein glückliches Leben ermöglichen kannst.

Wie lebt ein Hamster gerne?

Hamster sind Einzelgänger, sie leben am liebsten ohne Artgenossen. Auch auf menschliche Streicheleinheiten können die kleinen Nager verzichten. Falls du dachtest, mit einem Hamster einen Partner für kuschelige Stunden gefunden zu haben, müssen wir dich leider enttäuschen. Wenn du wach bist, schlafen Hamster. Die kleinen Nager sind nachtaktiv, dass heißt sie sind nachts wach, essen und erkunden ihr Gehege. Darum ist ein Hamstergehege im Schlafzimmer sehr unprakitsch, da es einfach zu laut ist.

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So süß Hamster auch sind – es sind Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, und keine Kuscheltiere. Foto © PETA/Julia Bielecki.

Richtig wohl fühlen sich die kleinen Kerlchen in Terrarien (je größer, desto besser!) mit tiefer Einstreu. Sie muss so tief sein, dass die Tiere buddeln und graben können, denn Hamster leben in der Natur unter der Erde, und dieses Gefühl des Versteckens möchten sie auch gerne als tierischer Mitbewohner haben.

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Ein Terrarium eignet sich wunderbar als Hamsterheim – Käfige mit Gittern hingegen können schnell sehr gefährlich für die kleinen Nager werden. Foto © PETA/Julia Bielecki.

Neben dem Buddeln und Graben ist das Laufen eine weitere Leidenschaft der Vierfüßler. Damit sie ihren Bewegungsdrang ausleben können, muss ihnen ein Laufrad zur Verfügung stehen. Außerdem benötigt dein Liebling ein Holzhaus mit mindestens zwei Kammern. Genügend Versteckmöglichkeiten wie zum Beispiel Röhren machen das Hamsterparadies perfekt. Diese kannst du kaufen (am besten aus Kork oder Ton, denn Plastikröhren können gefährlich werden); zusätzlich kannst du leere Klopapier- und Küchentuchrollen in das Heim deines Hamsters legen.

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Ein artgerechtes Hamstergehege bietet den kleinen Nagern viel Abwechslung. Foto © PETA/Julia Bielecki.

Die als Toilette benutzten Stellen im Gehege eines Hamsters müssen regelmäßig gereinigt werden – ein Hamster allerdings nicht. Wenn er ein Sandbad zur Verfügung hat, putzt er sich selbst. Du hast richtig gelesen: Hamster baden im Sand, nicht – wie wir – im Wasser. Fülle den Sand in einen Behälter (vielleicht habt ihr noch eine alte Auflaufform, die du dafür nehmen kannst?) und stelle ihn in das Gehege. Sand, der für Chinchilla-Gehege angeboten wird, eignet sich auch wunderbar für Hamster. Vogelsand hingegen eignet sich nicht.

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So kann ein Sandbad für deinen Vierfüßler aussehen – er wird sich darüber freuen! Foto © PETA/Julia Bielecki.

Wusstest du schon …

…worauf du bei einem Laufrad achten musst?

Es gibt jede Menge Laufräder zu kaufen, doch nur die wenigsten sind hamsterfreundlich. Damit sich dein Hamster nicht verletzen kann, ist es wichtig, dass das Rad aus einem Material hergestellt ist, das nicht splittern kann. Viele Laufräder haben auch einzelne Sprossen, die sehr schnell gefährlich für Hamster werden können: Wenn sie mit ihren Füßchen zwischen zwei Sprossen geraten, können sie sich ganz schnell das Bein brechen. Ein gutes Laufrad hat einen Durchmesser von mindestens 25-30 cm, da der Rücken der Hamster sonst zu sehr beim Laufen gekrümmt wird, was ihnen wehtut.

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Dieses Laufrad hat keine Sprossen, durch die der Hamster sich verletzen könnte. Foto © PETA/Julia Bielecki.

Puh, das waren schon ganz schön viele Infos über diese faszinierenden Tiere! Am Freitag erklären wir dir in einem zweiten Teil, wie du am besten für das leibliche Wohl deines Lieblings sorgst.

Mehr Infos über Nager findest du hier:

Petakids.de/ratten-und-maeuse-klein-aber-oho

Petakids.de/kleintiere-kaninchen-hamster-co

Petakids.de/tiere-in-zoogeschaeften-und-baumaerkten-petakids-deckt-tierleid-auf